Burger King und der kanadische Kaffee- und Donut-Anbieter Tim Hortons schließen sich zur weltweit drittgrößten Fast-Food-Kette zusammen. Das neue Unternehmen werde über mehr als 18.000 Filialen in 100 Ländern verfügen und rund 23 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaften, wie die beiden Konzerne bekannt gaben.   

Die Aufsichtsräte beider Unternehmen hätten dem Vorhaben einstimmig zugestimmt. Die Investmentgesellschaft 3G Capital, die Burger King 2010 für 3,3 Milliarden Dollar gekauft hatte und zwei Jahre später zurück an die Börse brachte, werde an dem fusionierten Unternehmen etwa 51 Prozent der Anteile halten.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal zahlt Burger King für die Übernahme etwa 10 Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro). Der US-amerikanische Großinvestor Warren Buffett soll die Fast-Food-Kette bei der Verlagerung des Firmensitzes ins steuergünstigere Ausland unterstützt haben und soll etwa 25 Prozent der Summe finanziert haben.   

Steuervorteile im Ausland

Mit dem Zusammenschluss und damit der Verlagerung des Konzernsitzes nach Kanada kann Burger King voraussichtlich viel Geld sparen: In den USA summieren sich die Abgaben auf durchschnittlich 40 Prozent. In Kanada sind es laut der Wirtschaftsberatung KPMG 26,5 Prozent.

Bislang machen es die US-Gesetze den Konzernen relativ leicht, den hohen Steuern zu entkommen. Die Verlagerung des Hauptsitzes ins Ausland ist etwa gestattet, wenn bei einem Zusammenschluss mindestens 20 Prozent der Anteile an dem fusionierten Unternehmen an die ausländischen Aktionäre übergehen. Die US-Konzerne wandern in der Regel auch nicht wirklich aus – nur ihre Steuern. Werke und Verwaltung können in den USA bleiben.

In Washington dürfte die Nachricht deshalb wenig Freude auslösen. Für Präsident Barack Obama und viele Kongressabgeordnete ist die "Steueroptimierung" von US-Unternehmen schon lange ein Ärgernis. Allerdings sind sich Demokraten und Republikaner uneins, was sich dagegen tun lässt.

Das Vorhaben der beiden Unternehmen war bereits am Montag durchgesickert. Beide hatten gesagt, sie stünden in Verhandlungen. Die Aktien der Firmen waren daraufhin um jeweils fast 20 Prozent in die Höhe geschossen.