Die Notenbanken fluten die Welt mit Geld, und die Investoren wissen gar nicht mehr, wohin damit. Das gilt am Finanzmarkt  – die steigenden Immobilienpreise in Berlin und manch andere deutschere Stadt sind ein Symptom davon. Es stimmt aber auch für Unternehmen. Die Berater von Ernst & Young haben ermittelt, dass die liquiden Reserven der Dax-Konzerne innerhalb des vergangenen Jahres um rund neun Prozent gestiegen sind. Auf ihren Daten basiert die Infografik, die das Statistikportal Statista für ZEIT ONLINE erstellt hat.

Sie zeigt, welche Konzerne am flüssigsten sind. Ganz weit vorne liegt Volkswagen. Der Autokonzern hat rund 22 Milliarden Euro in der Kasse, rund 14 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Das klingt nach einem großen Anstieg. Doch Konkurrent Daimler hat seine Barmittel innerhalb des gleichen Zeitraums auf rund elf Milliarden Euro mehr als verdreifacht.

Wie viel das ist, wird im Vergleich zum Umsatz deutlich: Volkswagen, der umsatzstärkste Konzern unter den Dax-Unternehmen, erlöste im ersten Quartal 2014 rund 48 Milliarden Euro. Darauf folgt E.on, dann kommt schon Daimler mit rund 29 Milliarden Euro. Ins laufende Geschäft hat Volkswagen im gleichen Zeitraum übrigens nur knapp drei Milliarden Euro investiert.  

Finanzunternehmen wurden in der Statistik nicht erfasst. Dass die Autokonzerne ganz vorne liegen, ist umso erstaunlicher. Sie machen inzwischen viel Geld mit Finanzdienstleistungen, doch diese haben die Berater von Ernst & Young systematisch aus den Daten herausgerechnet. Die Grafik bildet nur das Industriegeschäft ab.