Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin hat eine Bestellung von 33 Flugzeugen bei Boeing storniert. Die 18 Mittelstreckenjets der 737-Reihe und 15 Dreamliner haben insgesamt einen Listenpreis von fast vier Milliarden Euro, teilte Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft mit.

Sie werde ihre Flotte nun in kleinerem Umfang als ursprünglich geplant durch den Kauf oder das Leasing von geeigneten Flugzeugen an ihre Bedürfnisse anpassen. Durch den Verzicht auf die Anschaffung könne Air Berlin seine Ausgaben deutlich senken, erklärte Finanzchef Ulf Hüttmeyer. Die Zusammenarbeit mit Boeing werde auch nach der Abbestellung hervorragend bleiben.

Der Lufthansa-Konkurrent steckt seit Langem in der Krise. Im vergangenen Jahr hatte Air Berlin einen Verlust von 315,5 Millionen Euro gemacht, das laufende Geschäft brach ein. Das Unternehmen führte die Probleme auch auf eine unerwartet schwache Sommersaison mit hohen Temperaturen in Mitteleuropa zurück. Ein umfassender Sparkurs wurde angekündigt.