Bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren bis zu 200 der insgesamt 900 Stellen wegfallen. Der Verlag bestätigte mit einer Mitteilung einen Bericht von Handelsblatt online. Die Verlagsführung informierte die Belegschaft am Vormittag über die Stellenstreichungen.

Demnach fallen ein Fünftel der zu streichenden Arbeitsplätze weg – in der Redaktion 40, im Verlag etwa 160. Mit betriebsbedingten Kündigungen sei in der Redaktion allerdings nicht zu rechnen, wie es in Verlagskreisen heißt. Im Verlag seien dies dagegen nicht auszuschließen.    

Hintergrund des Personalabbaus ist die schwierige wirtschaftliche Lage des Blattes. Nachdem die FAZ bereits 2012 einen Verlust von 4,3 Millionen Euro zu verkraften hatte, schloss sie 2013 mit einem Jahresfehlbetrag im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich ab.

Im März hatte die FAZ die Seitenzahl reduziert. Dies hatte einen Personalabbau in der Redaktion zur Folge. Er sollte durch Fluktuation und Vorruhestandsregelungen erreicht werden. Zudem gab es die Überlegung, Anzeigen gemeinsam mit anderen Zeitungen zu akquirieren.