Eine Google-Mitarbeiterin spielt Minigolf auf dem Dach des Büros in Toronto. © Mark Blinch/Reuters

Die IT-Unternehmen Apple, Google, Intel und Adobe haben sich darauf geeinigt, 415 Millionen Dollar zu zahlen, umgerechnet etwa 356 Millionen Euro. Mit dem Vergleich wollen die Konzerne den Rechtsstreit über Geheimabsprachen für ein Abwerbe-Verbot beilegen. In einer Sammelklage hatten etwa 64.000 Mitarbeiter die Firmen beschuldigt, heimlich ein illegales Netzwerk aufgebaut zu haben, um zu verhindern, dass ihre Arbeiter zwischen 2005 und 2009 eines der Unternehmen für einen besser bezahlten Job bei einem der anderen verlassen.

Bereits vor fünf Monaten hatten die Firmen eine Einigung verkündet, damals aber nur über eine Summe von 324,5 Millionen Dollar, umgerechnet etwa 280 Millionen Euro. Die US-Bezirksrichterin Lucy Koh hatte den Vergleich damals abgelehnt. Nach Abzug des geforderten Anwaltshonorars von mehr als 81 Millionen Dollar und anderer Kosten bliebe eine Zahlung von 3.750 Dollar pro klagendem Mitarbeiter, rechnete Koh vor. Das sei zu wenig, erklärte sie und lehnte die Einigung ab. Sie war der Ansicht, den Mitarbeitern sollten insgesamt mindestens 380 Millionen Dollar, einschließlich Anwaltskosten, gezahlt werden.

Die Sammelklage war 2011 eingereicht worden. Richterin Koh hatte unter anderem eine E-Mail des ehemaligen Google-Chefs Eric Schmidt an den mittlerweile verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs veröffentlicht. Darin verspricht er, einen Angestellten der Personalabteilung zu feuern, der einen Apple-Mitarbeiter abgeworben hatte.