Das Hauptquartier der Deutschen Bank in Frankfurt © Ralph Orlowski/Reuters

Die Deutsche Bank muss im Skandal um Zinsmanipulationen eine Rekordstrafe zahlen. In einem Vergleich mit den Regulierern in Großbritannien und den USA zahlt Deutschlands größtes Geldinstitut 2,5 Milliarden Dollar, teilten die Behörden mit. Damit kann das Frankfurter Finanzunternehmen seine größte Altlast unter den vielen Rechtsstreitigkeiten nun ad acta legen.

Mit am Verhandlungstisch saßen das US-Justizministerium, die US-Derivate-Aufsicht CFTC, die New Yorker Finanzaufsicht DFS von Benjamin Lawsky sowie die britische Aufsichtsbehörde FCA. Sie haben auch durchgesetzt, dass einige Mitarbeiter der Bank wegen der Tricksereien gehen müssen.

Die Deutsche Bank gelobt nun Besserung. "Der Vergleich ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg, die Vergangenheit aufzuarbeiten", gaben die beiden Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen in einer gemeinsamen Erklärung an. Es soll dafür gesorgt werden, dass die Bank das Vertrauen der Kunden, Aktionäre und der gesamten Gesellschaft wieder zurückerlange. Das Unternehmen habe die verantwortlichen Mitarbeiter im Handelsbereich bestraft oder entlassen und seine internen Kontrollen verstärkt. Das Führungsduo betonte allerdings auch, dass kein gegenwärtiges oder ehemaliges Vorstandsmitglied von den Manipulationen gewusst habe.

In den Zinsskandal sind Banken rund um den Globus verstrickt. Nach Erkenntnissen von Regulierern hatten sich einzelne Händler bei wichtigen Referenzzinsen wie Libor und Euribor abgesprochen, um Handelsgewinne einzustreichen. An solchen Zinssätzen hängen weltweit Geschäfte in einem Volumen von vielen hundert Billionen Dollar.  

Etliche Institute haben in den vergangenen Jahren Vergleiche mit verschiedenen Instanzen geschlossen. Von der EU-Kommission war die Deutsche Bank bereits Ende 2013 zu einer Strafe von 725 Millionen Euro verurteilt worden.