Unter dem Namen Newco wollen der deutsche Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und sein französischer Konkurrent Nexter Systems zu einem neuen Rüstungsriesen in Europa fusionieren. Ihre grundsätzlichen Pläne hatten die beiden Firmen bereits 2014 angekündigt. Es ist die spektakulärste Rüstungsfusion seit vielen Jahren. Zusammen kommen die neuen Partner aus München und Paris auf etwa zwei Milliarden Euro Umsatz und rund 6.000 Mitarbeiter.

Im französischen Verteidigungsministerium sollen am heutigen Mittwoch in Anwesenheit von Minister Jean-Yves Le Drian und des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverteidigungsministerium, Markus Grübel (CDU), die Verträge unterzeichnet werden.

KMW ist vor allem bekannt durch den Kampfpanzer Leopard. Nexter Systems hat den Leclerc gebaut. Die Zustimmung der Kartellbehörden zur Fusion müssen beide noch abwarten. Das Projekt hatte Frankreichs Präsident François Hollande Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schmackhaft gemacht. Die Fusion soll Doppelarbeit bei Forschung und Entwicklung vermeiden, Einkauf und Vermarktung bündeln und so letztlich die Kosten senken. Die nationalen Exportvorschriften in der Rüstungsbranche bleiben zunächst in Kraft. Unterschiedliche Regelungen sollen harmonisiert werden.