Der US-Technologiekonzern Hewlett-Packard (HP) will im Rahmen seiner Aufspaltung 25.000 bis 30.000 Stellen in seiner Firmenkundensparte streichen. Damit wolle der Computerhersteller bis zu 2,7 Milliarden US-Dollar (2,4 Milliarden Euro) einsparen, teilte das Unternehmen mit. HP ist gerade dabei, einen 2012 eingeleiteten Abbau von 55.000 Arbeitsplätzen abzuschließen.

Der mit Druckern groß gewordene Konzern aus dem kalifornischen Palo Alto spaltet sich derzeit auf: So soll das Computer- und Druckergeschäft in einer neuen Gesellschaft gebündelt werden – getrennt von den zukunftsträchtigeren Bereichen mit Computerservern und Datenspeichern für Firmen sowie den sonstigen Dienstleistungen. Beide Geschäftsteile sollen an der Börse notiert werden. Zum 31. Oktober 2014 hatte HP insgesamt 302.000 Beschäftigte.

Die Aufspaltung soll mehr als drei Milliarden Dollar kosten, sich aber binnen einigen Jahren rechnen. HP machte keine Angaben dazu, in welchem Zeitraum die zusätzlichen Arbeitsplätze wegfallen sollen. Nachbörslich gab die Hewlett-Packard-Aktie 2,3 Prozent nach.

Ein erneut enttäuschender PC-Absatz sowie eine schwächere Nachfrage von Firmenkunden nach seinen Dienstleistungen setzten dem weltweit zweitgrößten PC-Hersteller nach Lenovo zuletzt zu. Im dritten Geschäftsquartal zu Ende Juli fiel der Umsatz um rund acht Prozent auf knapp 25,4 Milliarden Dollar. Damit gingen die Erlöse in 15 von 16 Quartalen zurück. HP antwortet mit einer Aufspaltung und massiven Stellenstreichungen auf den Wandel in der Branche.

Das 76 Jahre alte Unternehmen unter der Führung von Meg Whitman hat erst spät darauf reagiert, dass Kunden verstärkt Smartphones und Tablets statt herkömmlicher Computer kaufen und immer mehr Geschäfte gleich online erledigen.