Die Deutsche Post will das Porto für Briefe erneut deutlich erhöhen. Im neuen Jahr soll der Preis für einen Standardbrief bis 20 Gramm von derzeit 62 auf 70 Cent steigen. Auch die Beförderung internationaler Standardbriefe und von Postkarten ins Ausland soll sich von 80 auf 90 Cent verteuern. Ein Großbrief bis 500 Gramm ins Ausland soll den Plänen zufolge 3,55 statt 3,45 Euro kosten. 

Die Post hat das Porto in den vergangenen Jahren dreimal erhöht. Bis 2018 soll es dann aber keine weiteren Anpassungen geben, hieß es vom Konzern.

Auch die Preise für einige Zusatzleistungen sollen steigen. So soll unter anderem das Einschreiben zukünftig sowohl innerhalb Deutschlands als auch ins Ausland 2,50 Euro kosten, die Zusatzleistungen "Einschreiben Einwurf", "Eigenhändig" und "mit Rückschein" jeweils 2,15 Euro.

Endgültig entscheiden will die Post nach einer Anhörung Ende November. Der Beschluss der Erhöhungen gilt aber als sicher. Erst danach will das Unternehmen die neuen Preise der Bundesnetzagentur zur Genehmigung vorlegen. Die Änderungen seien schon jetzt angekündigt worden, damit alle Kunden die Gelegenheit hätten, sich darauf einzustellen, hieß es.            

Kurz zuvor hatte die Bundesnetzagentur der Post einen größeren Spielraum bei der Preisgestaltung ihrer Produkte zugestanden. Damit würden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Post "die Herausforderungen der digitalen Konkurrenz stemmen kann", begründete die Behörde den Schritt.  

Vor wenigen Wochen war über die Portoerhöhung bereits spekuliert worden.  Hintergrund waren damals steigende Preise für DHL-Eilsendungen und die Tatsache, dass die Post bestätigt hatte, dass sie bereits Plusbriefe mit dem Markenaufdruck 70 Cent herstellen lässt.