Im Verfahren um Abgasnormen holt der französische Autokonzern Renault 15.000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Die Fahrzeuge sollten neu eingestellt werden, erläuterte Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal. Die bisherigen Tests seien nicht ausreichend gewesen. "Das muss unter realen Fahrbedingungen gemacht werden", sagte Royal.

Das Unternehmen hat für die kommenden Wochen angekündigt, die Abgase seiner Dieselfahrzeuge unter echten Fahrbedingungen zu reduzieren. Anlass war eine Stichprobe, bei der Dieselmodelle die Normen für CO2 und Stickoxid überschritten hatten.    

Unter Testbedingungen hatten die Fahrzeuge nach Angaben des Konzerns die geltenden Abgasnormen eingehalten. Bei den Emissionen im realen Straßenverkehr gab es aber Unterschiede zu den im Testverfahren gemessenen Werten.

Einen Hinweis auf Schummelsoftware gebe es aber nicht. So war es beim Volkswagen-Konzern gewesen, wo eine Software bei elf Millionen Fahrzeugen die Motorfunktion so manipulierte, dass die Fahrzeuge auf dem Prüfstand die Abgaswerte einhielten. Im Straßenverkehr blasen die Motoren jedoch teils ein Vielfaches der erlaubten Menge an Stickoxid in die Luft. Der Konzern hat ein Millionenprogramm aufgelegt, um den aufgeflogenen Betrug zu beenden. Erste Kläger zogen vor Gericht.