Rolf Martin Schmitz bei einer öffentlichen Sitzung der Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs in Berlin © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Beim Energiekonzern RWE sind einer Zeitung zufolge die Personalentscheidungen für den geplanten Konzernumbau getroffen worden. Wie die Rheinische Post unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtet, soll Rolf Martin Schmitz neuer Chef der RWE AG werden. Der bisherige RWE-Chef Peter Terium werde auf den Chefsessel der geplanten neuen Tochter für Vertrieb, Netze und Ökostrom wechseln. Demnach haben der Vorstand und der designierte Aufsichtsratschef Werner Brandt die Personalien in den vergangenen Tagen vereinbart.

Der 58-Jährige, bisher stellvertretender Vorstandsvorsitzender von RWE, habe einen engen Draht zur Politik, hieß es weiter. Den werde er bei der Abwicklung von Atomkraft und Braunkohleaktivitäten, die in der alten RWE AG verbleiben, auch brauchen.

Unter Berufung auf Konzernkreise berichtete das Blatt zudem, RWE wolle eine Abschreibung von über einer Milliarde Euro unter anderem auf das Kraftwerksgeschäft vornehmen. Das Unternehmen soll seine Geschäftszahlen am 8. März vorlegen. Eine RWE-Sprecherin wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen.

Tochterfirma soll Investoren anlocken

Der Konzern wird die zukunftsträchtige Energiegewinnung ab dem 1. April in eine Tochterfirma auslagern in der Hoffnung, dass wenigstens diese für Investoren attraktiv ist und Geld verdient. In diesem Jahr sollen zehn Prozent von ihr an die Börse gebracht werden. Beim Mutterkonzern bleiben die Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke und der Energiehandel.

Bernhard Günther, derzeit Finanzvorstand bei RWE, soll offenbar Finanzvorstand der neuen Gesellschaft werden und Hildegard Müller als Vorstand für das Netzgeschäft tätig sein. Uwe Tigges bekommt eine Doppelfunktion und soll für das Personal in beiden Gesellschaften verantwortlich sein.