Vor dem Hintergrund des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei Dieselmotoren hat Volkswagen in den USA im Januar erneut deutlich weniger Autos verkauft. Mit 20.079 verkauften Neuwagen sei der Absatz um 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen, teilte die US-Tochter von VW am Dienstag mit.

Es ist für VW bereits das dritte Minus in Folge. Die Verkäufe waren im November um 24,7 Prozent und im Dezember um 9,1 Prozent zurückgegangen.

Die Niedersachsen schlugen sich auch schlechter als Rivalen wie Fiat Chrysler, bei denen billiger Sprit und günstige Kredite Käufer in die Autohäuser brachten.

Gebremst wurde das US-Geschäft insgesamt durch den Schneesturm an der Ostküste, zudem gab es zwei Verkaufstage weniger als im Vorjahresmonat. Volkswagen of America führte den Rückgang zudem auf saisonale Effekte im Management von Fuhrparks zurück.

Nach US-Ermittlungen hatte Volkswagen im September eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Manipulationssoftware eingesetzt zu haben, die den Stickoxid-Ausstoß im Testbetrieb als zu niedrig auswies. In den USA sind fast 600.000 Fahrzeuge betroffen.