Martin Zielke (links) wird Martin Blessing (rechts) als Chef der Commerzbank ablösen. (Bild vom Februar 2015) © Frank Rumpenhorst/dpa

Martin Zielke wird neuer Chef der Commerzbank. Zielke, der bislang Privatkundenvorstand war, soll die Commerzbank vom 1. Mai an als Nachfolger von Martin Blessing führen. Zielke sitzt seit 2010 im Vorstand der Commerzbank. Das schwache Filialgeschäft hat er in den vergangenen Jahren wieder auf Wachstumskurs gebracht.

Der 53-jährige Diplom-Kaufmann setzte sich damit gegen eine Reihe interner und externer Kandidaten durch. Der Aufsichtsrat hatte lange auch nach einer Frau als Nachfolgerin für Blessing gesucht. Als interner Kandidat galt auch Vorstandsmitglied und Mittelstandschef Markus Beumer.

Blessing hatte den Aufsichtsrat im Herbst mit seiner Ankündigung überrascht, er werde seinen Ende Oktober 2016 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Der heute 52-Jährige hatte die Führung der Bank Mitte Mai 2008 von Klaus-Peter Müller übernommen, der seither dem Aufsichtsrat des Instituts vorsitzt. "Im gegenseitigen Einvernehmen wurde ferner vereinbart, dass Martin Blessings Amtszeit am 30. April 2016 ende", teilte die teilstaatliche Bank nun mit.

Auch im Aufsichtsrat der Commerzbank steht ein Umbruch bevor. "Für mich ist schon lange klar, dass ich diese Position über das Jahr 2018 hinaus auf keinen Fall bekleiden werde", äußerte Chefkontrolleur Müller jüngst. "Wenn es uns gelingt, einen geeigneten Kandidaten frühzeitig zu gewinnen – ich stünde einem Wechsel auch vor 2018 nicht im Wege." Müller wird in diesem September 72 Jahre alt und müsste damit gemäß der intern bei der Commerzbank festgelegten Regelaltersgrenze bei der Hauptversammlung 2017 ausscheiden. Müllers Vertrag läuft allerdings noch bis zum Frühjahr 2018.

Die Commerzbank ist nach der Deutschen Bank Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus.