Die deutschen Exporte sind wegen der sinkenden Nachfrage aus Übersee Anfang des Jahres zurückgegangen. Die Ausfuhren fielen im Januar um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Insgesamt wurden nach Berechnungen der Behörde Waren aus Deutschland im Wert von 88,7 Milliarden Euro ins Ausland verkauft. Das waren 1,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Einen stärkeren Rückgang gab es zuvor vor rund anderthalb Jahren.

Ausschlaggebend dafür ist den Angaben zufolge, dass die Lieferungen in die Länder außerhalb der Europäischen Union um fünf Prozent zurückgingen. Großen Schwellenländern wie China, Brasilien und Russland macht derzeit eine schwächere Konjunktur zu schaffen, weshalb sie weniger Waren aus Deutschland kaufen. Die Ausfuhren in die Eurozone nahmen dagegen nur um 0,1 Prozent ab. Die Exporte in die EU-Länder außerhalb des Währungsraums wie etwa Großbritannien und Polen wuchsen um 2,9 Prozent. Der Exportverband BGA erwartet 2016 ein Exportplus von 4,5 Prozent.

Im Gegensatz zu den Exporten stiegen die Einfuhren zum Jahresbeginn an. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sie sich im Januar um 1,2 Prozent auf 75,2 Milliarden Euro. Das spricht für eine robuste Binnennachfrage.

2015 hatten die Unternehmen erneut einen Rekord geschafft, sie lieferten Waren im Wert von rund 1,2 Billionen Euro ins Ausland und damit 6,4 Prozent mehr als im Jahr davor. Trotzdem waren auch im vergangenen Januar die deutschen Ausfuhren überraschend gesunken.