Der französische Rüstungskonzern DCNS bekommt den Zuschlag für den Bau der neuen australischen U-Boot-Flotte. Das deutsche Unternehmen ThyssenKrupp hat damit im Rennen um den Milliardenauftrag das Nachsehen.


Das französische Angebot für den Bau von zwölf U-Booten erfülle die Erfordernisse seines Landes am besten, sagte der australische Premierminister Malcolm Turnbull in Adelaide, wo die neue U-Boot-Flotte gebaut werden soll.

Das Auftragsvolumen könnte sich inklusive der jahrzehntelangen Wartung auf umgerechnet rund 34 Milliarden Euro belaufen. Damit handelt es sich um einen der lukrativsten Verträge in der Rüstungsbranche weltweit.

Das japanische Konsortium um Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industries hatte sich als dritter Bieter laut Medienberichten kürzlich zurückgezogen. Es galt ursprünglich als Favorit für den Zuschlag.

Die Australier wollen ihre Flotte mit U-Booten in der Größe von 4.000 Tonnen modernisieren. Der französische Staatskonzern bietet eine diesel- und elektrisch betriebene Version seines 5.000 Tonnen schweren Atom-U-Boots Barracuda an. Die veralteten U-Boote sollen im Jahr 2026 ausgemustert werden.