Der Volkswagen-Konzern will bis zu 30.000 Stellen abbauen. Von den bis 2025 geplanten Kürzungen sind besonders die deutschen Standorte getroffen: Allein hier sollen 23.000 Stellen wegfallen. Der Betriebsrat bestätigte einen entsprechenden Bericht des Handelsblatts. Die Einsparungen sind Teil eines "Zukunftspaktes", den Betriebsrat und Vorstand ausgehandelt haben. Die Vereinbarung soll nun dem Aufsichtsrat vorgelegt werden.

Mit dem Plan will sich VW unter anderem auf Herausforderungen wie E-Mobilität und Digitalisierung vorbereiten. Diskutiert wurden neben dem Jobabbau weitere Sparprogramme und Mehrarbeit, aber auch mehr Sicherheit für die Belegschaft. Mit der Umstrukturierung sollen die Kosten bis 2020 um bis zu vier Milliarden Euro gesenkt werden. Die Vereinbarung sieht auch Investitionen in Werke und neue Modelle vor. Stellen, die bei der Produktion konventioneller Fahrzeuge wegfallen, sollen teilweise bei der E-Mobilität kompensiert werden.

"Der Zukunftspakt ist das größte Modernisierungsprogramm in der Geschichte unserer Kernmarke", sagte VW-Chef Matthias Müller. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil bezeichnete die Einigung als "klare und konsequente Orientierung" auf die Elektromobilität. Wolfsburg werde im VW-Konzern zum Zentrum für den IT-Bereich. "Wir werden diese Chance beherzt nutzen."

Der VW-Betriebsrat hatte in den Gesprächen einige Punkte als nicht verhandelbar erklärt. Betriebsbedingte Kündigungen dürfe es nicht geben und auch bestehende Verträge wie der VW-Haustarif seien außer Diskussion. Darüber gab es Konsens. "Wir müssen die Mannschaft verkleinern, aber es wird keine Kündigungen geben", hatte VW-Markenchef Herbert Diess im Oktober gesagt.