Der E.on-Konzern hat den höchsten Verlust der Firmengeschichte eingefahren. Insgesamt summierte sich der Fehlbetrag des Gesamtkonzerns im vergangenen Jahr auf 16 Milliarden Euro, wie die Unternehmensleitung  mitteilte. Bezogen auf die Gesellschafter der E.on SE ergab sich ein Verlust von 8,4 Milliarden Euro. Im Vergleich dazu hatte E.on 2015 bereits einen Fehlbetrag von annähernd sieben Milliarden Euro verbucht.  

Die Hauptgründe: Weil Solar- und Windstrom bevorzugt in die Netze eingespeist werden, waren die Preise im Großhandel stark gefallen. E.on hatte deshalb seine Kraftwerkssparte Uniper, die konventionellen Strom produziert, als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht, musste aber viele Milliarden Euro darauf abschreiben. Hinzu kommen die Belastungen durch den Atomausstieg, für die der Konzern durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zwar grundsätzlich auf Entschädigungen hoffen kann, aber in unbekannter Höhe. E.on hatte den Bund auf 380 Millionen Euro Schadenersatz verklagt.

Der Konzern wird nun Stellen abbauen: Konzernweit dürften bis zu 1.300 Arbeitsplätze wegfallen, davon etwa 1.000 in Deutschland, heißt es in der Mitteilung. Derzeit hat E.on insgesamt rund 43.000 Mitarbeiter, darunter 971 Auszubildende und 124 Vorstände und Geschäftsführer. Mit dem Stellenabbau einher geht ein interner Umbau, durch den E.on ab 2018 dauerhaft jährlich 400 Millionen Euro einsparen will. "Wir müssen E.on maßgeblich verändern, aber wir werden die mit einem Höchstmaß an Respekt gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern machen", sagte Konzernchef Johannes Teyssen. Geplant sind Regelungen zum Vorruhestand, Abfindungen und die Möglichkeit, für bis zu vier Jahre in eine Qualifizierungs- und Transfergesellschaft zu wechseln.

Die Aktionäre bekommen die schlechte Lage direkt zu spüren: Die Dividende soll von zuletzt 0,50 Euro je Anteilsschein auf 0,21 Euro für 2016 schrumpfen. Für das laufende Jahr will E.on wieder 0,30 Euro zahlen.