Die Zahl der offenen Stellen hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Im zweiten Quartal dieses Jahres waren knapp 1,1 Millionen Arbeitsstellen unbesetzt. Das teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit nach einer repräsentativen Umfrage von Betrieben mit. Im Vergleich zum ersten Quartal erhöhte sich die Zahl um 35.000 Stellen.  

Dabei gibt es einen großen Unterschied zwischen West- und Ostdeutschland. Während im Westen 838.000 Stellen unbesetzt blieben, waren es im Osten rund 261.000. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe wird mehr Personal benötigt. Hier wuchs die Zahl der offenen Stellen im zweiten Quartal um 6.000, verglichen mit dem Jahresbeginn auf 124.000. Im Baugewerbe gab es eine Zunahme von 13.000 auf 101.000 Stellen.     

Trotz der hohen Personalnachfrage könne aber nicht von einem flächendeckenden Fachkräftemangel gesprochen werden, sagte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis. Es gelinge noch immer, die allermeisten Stellen nach einer gewissen Zeit zu besetzen. "Wir sehen aber in einigen Bereichen zunehmende Engpässe", sagte er.