In den USA ist erstmals ein VW-Mitarbeiter wegen seiner Rolle im Abgasskandal belangt worden. Der zuständige Richter Sean Cox verurteilte den langjährigen Konzerningenieur James Robert Liang in Detroit zu einer Gefängnisstrafe von 40 Monaten und einer Geldbuße in Höhe von 200.000 Dollar. Der 63-jährige Deutsche wird beschuldigt, die US-Behörden durch den Einbau einer illegalen Software zur Manipulation von Abgaswerten in Dieselwagen getäuscht zu haben. Cox sprach von einem "ernsten Verbrechen", bei dem der Angeklagte eine "Schlüsselrolle" gespielt habe.

Liang ist einer von acht amtierenden und früheren Mitarbeitern des VW-Konzerns, gegen die bislang wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen Umweltgesetze in den USA Strafanzeigen gestellt wurden. Der nach eigenen Angaben seit 1982 bei VW tätige Dieselexperte hatte frühzeitig ein Geständnis abgegeben und mit den US-Ermittlern kooperiert. Das kam ihm beim Urteil zugute – die Strafe liegt deutlich unter dem gesetzlichen Höchstmaß von sieben Jahren Haft und bis zu 400.000 Dollar Geldbuße.

Liang ist einer von acht amtierenden und früheren Mitarbeitern des VW-Konzerns, gegen die bislang wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen Umweltgesetze US-Strafanzeigen gestellt wurden. Der nach eigenen Angaben seit 1982 bei VW tätige Dieselexperte hatte frühzeitig ein Geständnis abgegeben und mit den US-Ermittlern kooperiert. Das kam ihm beim Urteil zugute - die Strafe liegt deutlich unter dem gesetzlichen Höchstmaß von sieben Jahren Gefängnis und bis zu 400 000 Dollar Geldbuße.

Dennoch griff der Richter wesentlich härter durch als von der Staatsanwaltschaft gefordert. Die Strafverfolger hatten auf drei Jahre Haft und 20 000 Dollar Geldbuße plädiert. Liangs Anwalt Daniel Nixon setzte sich für eine Bewährungsstrafe ein und versuchte bis zuletzt, Richter Cox zu besänftigen. "Es gibt keine Entschuldigungen. Doch Liang war kein Manager, kein Vorgesetzter." Sein Mandant sei beim Abgas-Betrug Teil einer großen Gruppe im Konzern gewesen. "Er saß nicht in der Führungsetage, sondern in einer Bürozelle."

Der Richter ließ sich nicht erweichen. Es müsse ein abschreckendes Signal an alle Unternehmen gesendet werden, dass Verantwortliche bei Wirtschaftskriminalität nicht verschont blieben, argumentierte Cox. Zudem begründete er die Entscheidung mit Liangs gehobener Stellung als "brillanter" Top-Ingenieur bei VW und verwies auf dessen Lebenswandel. Der Angeklagte lebe in einer teuren und exklusiven Gegend von Kalifornien, seine jährlichen Bezüge aus der Anstellung bei VW lägen bei rund 350.000 Dollar.