Sheryl Sandberg ist eine der einflussreichsten Frauen der Welt. Sie arbeitete bei der Weltbank, im US-Finanzministerium, bei McKinsey und Google, bevor sie 2007 Geschäftsführerin von Facebook wurde. Ihre wichtigste Botschaft an andere Frauen: Lasst euch nicht abspeisen, denn ihr könnt genauso gut Karriere machen wie die Männer. Lean In, hieß ihr erstes Buch, "Bringt Euch ein".

"Wenn Du heiratest, heirate den Richtigen", riet Sandberg jungen Frauen zu. Sie meinte damit: einen, der sich nicht zu schade dafür ist, auch mal die Wäsche zu machen, und der den beruflichen Weg seiner Partnerin unterstützt. Sie hatte den Richtigen gefunden, wie sie sagte. Ihr Mann Dave Goldberg war ebenfalls ein erfolgreicher Manager; das Paar hatte zusammen zwei Kinder. Doch dann starb Goldberg vor zwei Jahren von einem Tag auf den anderen an einer Herzschwäche. Sandberg blieb mit den beiden gemeinsamen Kindern alleine zurück. 

"Der Tod meines Mannes war das Schlimmste, was mir je widerfahren ist", sagte sie später. Es war auch das Ende ihre Pläne für ein gemeinsames Leben mit Goldberg: das Ende von Option A, wie sie es nannte. Sandberg suchte Hilfe, und sie ging ungewöhnlich offen mit ihrer Trauer um. Aus ihren Erfahrungen entstand ein neues Buch: Option B. Es soll, wie sie sagt, die Erinnerung an ihren verstorbenen Mann wachhalten und anderen Menschen helfen, mit ähnlichen Schicksalsschlägen umzugehen.

Im Gespräch mit Uwe Jean Heuser, Leiter des ZEIT-Wirtschaftsressorts, stellt Sandberg ihr neues Buch vor. Wir zeigen die Veranstaltung im Videomitschnitt.

Sheryl Sandberg - »Man kann jemanden noch lieben, auch wenn er gestorben ist« Sheryl Sandberg, Geschäftsführerin von Facebook, hat den plötzlichen Tod ihres Mannes in einem Buch verarbeitet. Mit Uwe Jean Heuser, Ressortleiter Wirtschaft DIE ZEIT, sprach sie über Trauer und Momente, in denen es ihr besser ging. © Foto: Phil Dera / DIE ZEIT