Online-Bezahldienste sammeln unnötig viele Verbraucherdaten, der Kunde aber wird nicht ausreichend informiert. Das ist das Ergebnis einer Studie der Marktwächter-Initiative der Verbraucherzentralen, die der ZEIT exklusiv vorliegt. 

Die Studienautoren von der Verbraucherzentrale Brandenburg werteten die Befragung von sechs Online-Bezahldiensten – Amazon Pay, Giropay, Paydirekt, Skrill, Sofortüberweisung und Marktführer PayPal – und rund 2.000 Verbrauchern aus.

Einige Unternehmen setzten der Studie zufolge auf ihren Webseiten sogenannte Tracker ein, die das Verhalten der Nutzer auf ihrem Weg durch das Internet aufzeichnen und so etwa personalisierte Werbung ermöglichen. Dieses Vorgehen bezeichnete Kirsti Dautzenberg von der Verbraucherzentrale Brandenburg gegenüber der ZEIT als "unnötige Datensammelei". 

Zudem seien die Datenschutzerklärungen der untersuchten Unternehmen für normale Nutzer nur schwer verständlich. Auskunft über die gespeicherten Daten würden manche Unternehmen zudem erst nach mehrfacher Aufforderung und mit großer Verzögerung erteilen.