Die Polizei hat Räume der Fraport AG und Wohnungen von Mitarbeitern durchsucht. Laut Staatsanwaltschaft Frankfurt geht es um einen mutmaßlichen Bestechungsfall. Insgesamt seien zehn Objekte durchsucht worden seien. Mehr als 100 Polizisten waren bei der Razzia im Einsatz.

Acht Personen – darunter fünf Fraport-Mitarbeiter in leitender Stellung – sollen im Verdacht stehen, im Senegal auf die Wahl einer Betreiberfirma für den Flughafen Dakar Einfluss genommen zu haben. Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge sollen die Verdächtigen zwischen 2006 und 2012 einen Amtsträger aus der senegalesischen Hauptstadt Dakar bestochen haben, um sicherzustellen, dass eine bestimmte Firma den Zuschlag für den Betrieb des Flughafens bekommt. Bereits 2013 war anonym Anzeige erstattet worden.

Die Fraport AG betreibt in Frankfurt am Main den größten Verkehrsflughafen Deutschlands. Aktien des Konzerns sind im MDax gelistet. Unter den verdächtigen Personen soll sich kein Vorstandsmitglied befinden.

Ein Sprecher der Betreibergesellschaft bestätigte die Durchsuchungen. Man unterstütze die Ermittlungen, wolle das laufende Verfahren aber nicht weiter kommentieren.