Australien hat die weltweit größte Lithium-Ionen-Batterie in Betrieb genommen. Sie wurde vom Elektroautohersteller Tesla entwickelt und hat eine Leistung von 100 Megawatt. Angeschlossen ist sie an einen Windpark. Mit der Batterie lassen sich im Falle eines Stromausfalls 30.000 Haushalte bis zu einer Stunde mit Strom versorgen.

Tesla-Chef Elon Musk hatte versprochen, die Batterie innerhalb von 100 Tagen herzustellen – und sein Versprechen gehalten. Zuvor hatte der australische Unternehmer Mike Cannon-Brookes Musk auf Twitter dazu aufgefordert, South Australias Energieprobleme zu beenden. Musk hatte dem zugestimmt und geschworen, dass der Staat die Batterie kostenlos bekommen würde, sollte er sie nicht innerhalb des Zeitrahmens fertigstellen.

Der Countdown war offiziell am 30. September gestartet, nachdem der Bundesstaat die Baupläne genehmigt hatte. Tesla stellte die Batterie innerhalb von 60 Tagen fertig. Der Ministerpräsident von South Australia, Jay Weatherill, sprach nach der Inbetriebnahme von einem bedeutenden Moment für erneuerbare Energien. Sein Bundesstaat sei nun führend auf dem Gebiet.

Im September vergangenen Jahres war nach einem Unwetter der Strom im australischen Bundesstaat South Australia ausgefallen. Der gesamte Landesteil mit 1,7 Millionen Einwohnern war tagelang vom nationalen Netz abgeschnitten. Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull hatte die Energiepolitik des Bundesstaats mit seinem Fokus auf erneuerbare Energien für den Blackout verantwortlich gemacht.