Ein neuer chinesischer Autohersteller will mit einem Kernteam aus ehemaligen BMW-Managern in Konkurrenz zu den großen deutschen Konzernen treten. Dazu stellte das Unternehmen Byton auf der Technikmesse CES in Las Vegas einen Prototyp seines SUV-Elektroautos vor. "Unsere Wettbewerber sehen wir bei den großen deutschen Premiumherstellern Mercedes, BMW und Audi", sagte Byton-Chef Carsten Breitfeld.

Zuvor hatte Breitfeld, der Byton mitbegründet hat, eine Führungsposition bei BMW inne. Auch Designer Benoit Jacob, Marketingchef Henrik Wenders sowie der Mitgründer und Byton-Präsident Daniel Kirchert arbeiteten zuvor für den bayerischen Autohersteller. Außerdem konnte Byton Manager und Entwickler von Tesla, Apple und Google zu sich holen. Das chinesische Unternehmen will das Fahrzeug in München konzipieren und in China produzieren. Die Technik zum autonomen Fahren soll im Silicon Valley entwickelt werden

Der SUV des chinesischen Herstellers soll sich mit moderner Technologie gegen die Konkurrenz durchsetzen. So ist im Armaturenbrett ein großflächiger Touchscreen verbaut, zur Spracherkennung ist Alexa von Amazon installiert. Der Fahrer wird per Gesichtserkennung identifiziert. "In der Vergangenheit war Ihr Auto schon veraltet als Sie sich das nächste Telefon gekauft haben", sagte Breitfeld.

Ende 2019 soll ein erstes Modell auf dem chinesischen Markt angeboten werden. Der Preis soll bei 45.000 Dollar liegen. "In China ist eine sehr große Mittelklasse unterwegs, die so viel Geld für ein Auto ausgeben will und kann", sagte Breitfeld. Das Land ist aufgrund hoher staatlicher Förderung zum wichtigsten Markt für Elektroautos geworden. 2020 will Byton auch in den USA und Europa vertreten sein.