Mittwoch, 1. Dezember, Düsseldorf:
Der Stahlkonzern Thyssen Krupp, der rund 185.000 Mitarbeiter beschäftigt, veröffentlicht die Zahlen für das Geschäftsjahr 2003/2004 (bis Ende 2004). Analysten erwarten fast 40 Milliarden Euro Umsatz und einen Nettogewinn von rund 900 Millionen Euro. Das ist im Vergleich zu 2002/2003 fast eine Verdoppelung. Gründe sind die hohe Kapazitätsauslastung im Stahlbereich sowie die hohen Stahlpreise. In den Bereichen Automotiv und Services sollen sich die Restrukturierungen der vergangenen Monate ausgezahlt haben. Mit Spannung wird das Statement des Vorstandes zu den Aussichten für die kommenden Quartale erwartet. Die Analysten sind eher skeptisch. Sie befürchten, dass die Gewinne im laufenden Geschäftsjahr wieder fallen, da sie von einer schwächeren Weltkonjunktur ausgehen.

Freitag, 3. Dezember, Berlin:
Der Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK e.V.) lädt zum 7. Deutschen Eigenkapitalforum in die Berliner Hauptrepräsentanz der Deutschen Telekom. Nach mehreren Vorträgen – prominentester Redner soll Bundesminister Clement sein – findet ein Gala-Abend im Hotel Ritz-Carlton statt. Die Branche kann sich das Feiern leisten. Im Jahr 2004 stiegen die Nachfrage und das Angebot an Beteiligungskapital in allen drei bislang vergangenen Quartalen. Der BVK hält die Einstiegsbewertungen bei Unternehmen noch immer für günstig und ist für die kommenden Monate positiv gestimmt.

Sonntag, 5. Dezember, Düsseldorf:
Die CDU veranstaltet bis zum 7. Dezember ihren Bundesparteitag. Ganz oben auf der Prioritätenliste dürfte der Kompromiss zur Gesundheitsreform – die Kombination von Kopfprämie und CSU-Modell, das die Parteichefs Angela Merkel und Edmund Stoiber ausgehandelt haben – stehen. Währen die CDU-Spitze verkündet, dass hinter dem Kompromiss eine geeinte CDU steht, schimpft die Basis – und wird es auch auf dem Parteitag tun. Außerdem steht beispielsweise die Wahl des Nachfolgers des kürzlich zurückgetretenen Fraktionsvize Friedrich Merz auf dem Programm.