Weltraum Forscher weisen Spuren von Wasser auf dem Mond nach
Auf dem Mond gibt es Wasser. Das zeigen die Daten gleich dreier Sonden, die unabhängig voneinander die Mondoberfläche untersuchten.
© Space Frontiers/Hulton Archive/Getty Images

Nicht so trocken wie gedacht - die Oberfläche des Mondes
Der Mond ist nicht staubtrocken wie bisher angenommen. Gleich drei verschiedene Weltraumsonden haben unabhängig voneinander eindeutige Hinweise für Wasser auf dem Mond gefunden. Das berichten Forscher im Magazin Science. Gesteinsproben von früheren bemannten und auch unbemannten Missionen zum Erdtrabanten hatten keine Spuren von Wasser gezeigt. Deswegen gingen Forscher davon aus, dass der Mond trocken sein müsse.
Gleichzeitig warnten die Wissenschaftler allerdings vor zu hohen Erwartungen. "Wenn wir über Wasser auf dem Mond sprechen, sind damit weder Meere noch Ozeane und noch nicht einmal Pfützen gemeint", sagte Carle Pieters von der Brown University. Sie hatte die Daten der ersten indischen Mondmission Chandrayaan-1 ausgewertet.
Vielmehr sei die Rede von Wassermolekülen, die mit den Gesteins- und Staubmolekülen in den obersten Millimetern der Oberfläche reagieren. Die drei Sonden, die entweder den Mond umkreist hatten oder an ihm vorbeigeflogen waren, lieferten Belege, dass Wasser oder Hydroxyl auf dem Erdtrabanten weit verbreitet ist. Hydroxyl ist ein Molekül, das aus je einem Wasserstoff- und Sauerstoffatom besteht, während sich ein Wassermolekül aus je zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom zusammensetzt.
"Es ist so erstaunlich, weil das Wasser überall vorhanden ist", sagte Lawrence Taylor, Wissenschaftler an der Universität von Tennessee, der New York Times. Er war an der Analyse von Daten des indischen Chandrayaan-1-Satelliten beteiligt. Die Wasserkonzentration scheine an den Polen höher zu sein. Es könnten allerdings noch viel wasserreichere Orte entdeckt werden, in Regionen, die bisher noch nicht abgetastet worden sind. Zwei weitere Expertenteams aus den Vereinigten Staaten, die Messergebnisse der Cassini-Sonde und der Sonde Deep Impact der US-Weltraumbehörde Nasa nutzten, kamen zu ähnlichen Ergebnissen.
- Datum 24.09.2009 - 18:08 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa
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