Asteroiden-AbwehrDie Angst vor dem Einschlag

Astronomen bewachen den Weltraum genau, um herannahende Brocken rechtzeitig zu erkennen. Doch gerade die kleinen Meteoroiden könnten der Erde gefährlich werden.

Diese Illustration zeigt den möglichen Einschlag eines riesigen Asteroiden auf der Erde.

Diese Illustration zeigt den möglichen Einschlag eines riesigen Asteroiden auf der Erde.

Das Space Shuttle Atlantis verschwindet spurlos im All. Ein paar Stunden später bombardieren Meteoriten mehrere Länder auf der ganzen Welt. Es sind nur die Vorboten einer noch größeren Katastrophe: Ein Asteroid von der Größe des US-Staates Texas rast mit einer Geschwindigkeit von 35.000 Kilometern pro Stunde direkt auf die Erde zu. In 18 Tagen schlägt er ein und löscht jedes Leben auf unserem Planeten aus – sogar die winzigsten Bakterien. Es sei denn, wir können den riesigen Steinbrocken zersprengen.

Um kleine Asteroiden rechtzeitig zu sehen, brauchen wir größere Teleskope und zwar eine ganze Menge davon.

Timothy Spahr, US-Weltraumforscher

Diese unheimliche Szene aus dem Hollywoodfilm Armageddon prägte unsere Vorstellung von den Gefahren, die im All lauern. Und das nicht einmal zu Unrecht: Astronomen kennen bereits 6300 erdnahe Objekte – Asteroiden, Kometen und kleine Meteoroiden, deren Umlaufbahn so verläuft, dass sie sich der Erde nähern können.

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Einen 1000 Kilometer breiten Brocken wie in Armageddon hätte man zwar in der realen Welt schon mit bloßem Auge lange vor dem Einschlag erblickt, dennoch ist die Gefahr keine reine Science-Fiction.

Glücklicherweise schauen echte Astronomen genauer hin als ihre Filmkollegen. "Von den erdnahen Objekten mit einem Durchmesser von mehr als einem Kilometer kennen wir etwa 85 Prozent", sagt Timothy Spahr, Direktor des Minor Planet Centre, der offiziellen Organisation, die Daten zu Asteroiden sammelt und analysiert.

Allerdings sind die großen Brocken nicht das größte Problem: Je kleiner die Objekte, desto schwerer sind sie zu finden. Spahr schätzt, dass erst die Hälfte der Asteroiden mit einem Durchmesser von 300 Metern bis zu einem Kilometer entdeckt ist. "Was mir aber wirklich Sorgen bereitet, sind Asteroiden mit Durchmessern um die 50 Meter", sagt er. Davon könnte es 100.000 geben.

Wie gefährlich solche Asteroiden sind, hängt von ihrer Zusammensetzung ab. "Ein 50-Meter-Asteroid mit einem hohen Eisenanteil wäre ein Problem", sagt Gerhard Hahn vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. So ein Objekt hat vermutlich vor etwa 50.000 Jahren im heutigen Arizona einen Krater von über einem Kilometer Breite geschlagen. Der Asteroid wog geschätzte 300.000 Tonnen und traf mit einer Geschwindigkeit von 12 Kilometern pro Sekunde auf – mit einer 150 Mal größeren Wucht als die Hiroshima-Atombombe.

Ein ähnlich großer Steinasteroid explodierte 1908 in Sibirien wenige Kilometer über der Erdoberfläche. 60 bis 80 Millionen Bäume knickten durch die Wucht der Explosion um. Und das waren nicht die einzigen Asteroiden-Bombardements in unserer Geschichte: Die "Einschlagsdatenbank" des Planetary and Space Science Centre der Universität New Brunswick verzeichnet 176 Einschlagkrater auf der Erde – von 15 Metern Durchmesser bis zu dem 300 Kilometer breiten Vredefort-Krater in Südafrika.

"Gegen solche riesige Brocken wären wir machtlos", sagt Gerhard Hahn. "Bei kleineren wie Apophis könnten wir etwas unternehmen." Dieser 300 Meter dicke Himmelskörper ist der derzeit bekannteste Asteroid. Kurz nach seiner Entdeckung errechneten Astronomen, Apophis würde im Jahr 2029 mit einer Wahrscheinlichkeit von 2,7 Prozent die Erde treffen.

Leserkommentare
  1. Ihre Überschrift klingt so, als würde sich der Weltraum wegbewegen oder gestohlen werden können, oder sich schlecht verhalten, so dass er bewacht oder beschützt werden muss. Sie meinen wahrscheinlich überwachen.

    • danasy
    • 02.11.2009 um 9:51 Uhr

    Ich finde ja grundsätzlich gut recherchierte Artikel sind eine Bereicherung, aber wenneines der Hauptworte des Artikels bei fast jeder Erwähnung einfach falsch geschrieben wird, verliert der Artikel vollkommen seine Glaubwürdigkeit. Entschuldigung, aber wenn Herr Hänßler es nicht schafft das Wort Meteroiten korrekt zu schreiben(es ist ja nicht einmal ein einmaliger Außrutscher... 2 Mal falsch geschrieben, einmal davon im Leitsatz!!) zweifle ich langsam massiv an der Qualität der Onlineausgabe der Zeit!

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    @danasy
    Der Autor hat doch recht. Schwirren die Brocken noch im All umher nennt man sie Meteoroiden. In der Erdatmosphäre sind es dann Meteore.
    Und falls noch etwas auf dem Boden ankommt nennt man sie Meteoriten.

    Ich stimme Ihnen völlig überein: es gibt Meteoriten und Asteroiden, aber keine »Meteoroiden«. Allerdings ist »Meteroit«, wie Sie schreiben, ebenfalls falsch!

    gibt es glaube ich gar nicht. Dann lieber Meteorit. Übrigens nennen die Wetterkundler, also die Meteorologen alles, was so runter kommt, inkl. Regen, Graupel, Hagel etc. "Meteore".
    Die Qualität des Artikels ist nicht besonders hoch, da haben Sie recht. Es ist auch nicht leicht mit anzusehen, wie der Autor von 1000 km "dicken" und "breiten" Himmelskörpern spricht, und ihm scheinbar das viel einfachere Wort "groß" nicht einzufallen scheint.

    @danasy
    Der Autor hat doch recht. Schwirren die Brocken noch im All umher nennt man sie Meteoroiden. In der Erdatmosphäre sind es dann Meteore.
    Und falls noch etwas auf dem Boden ankommt nennt man sie Meteoriten.

    Ich stimme Ihnen völlig überein: es gibt Meteoriten und Asteroiden, aber keine »Meteoroiden«. Allerdings ist »Meteroit«, wie Sie schreiben, ebenfalls falsch!

    gibt es glaube ich gar nicht. Dann lieber Meteorit. Übrigens nennen die Wetterkundler, also die Meteorologen alles, was so runter kommt, inkl. Regen, Graupel, Hagel etc. "Meteore".
    Die Qualität des Artikels ist nicht besonders hoch, da haben Sie recht. Es ist auch nicht leicht mit anzusehen, wie der Autor von 1000 km "dicken" und "breiten" Himmelskörpern spricht, und ihm scheinbar das viel einfachere Wort "groß" nicht einzufallen scheint.

  2. denn stoppen? Mit atomaren Sprengköpfen und Co? Ist das Unglück wirklich noch abzuwenden, wenn solch ein Teil auf unser fällt? ( entfernt: Bitte verlinken Sie nur Seiten deren Bezug zum Thema direkt ersichtlich ist. Danke. Die Redaktion/m.e. )

  3. @danasy
    Der Autor hat doch recht. Schwirren die Brocken noch im All umher nennt man sie Meteoroiden. In der Erdatmosphäre sind es dann Meteore.
    Und falls noch etwas auf dem Boden ankommt nennt man sie Meteoriten.

    Antwort auf "Wie meinen?"
  4. Ich stimme Ihnen völlig überein: es gibt Meteoriten und Asteroiden, aber keine »Meteoroiden«. Allerdings ist »Meteroit«, wie Sie schreiben, ebenfalls falsch!

    Antwort auf "Wie meinen?"
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  5. gibt es glaube ich gar nicht. Dann lieber Meteorit. Übrigens nennen die Wetterkundler, also die Meteorologen alles, was so runter kommt, inkl. Regen, Graupel, Hagel etc. "Meteore".
    Die Qualität des Artikels ist nicht besonders hoch, da haben Sie recht. Es ist auch nicht leicht mit anzusehen, wie der Autor von 1000 km "dicken" und "breiten" Himmelskörpern spricht, und ihm scheinbar das viel einfachere Wort "groß" nicht einzufallen scheint.

    Antwort auf "Wie meinen?"
  6. Antwort auf "Meteorit vs Asteroid"
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    "Sie irren" schreiben und einen Link auf einen ganzen Wikipedia-Artikel!? Worin irrt karamustafa Ihrer Meinung nach? "Meteroit" ist falsch. Es heißt "Meteorit". Oder meinen Sie etwas anderes?

    »Meteroit« ist falsch aber könnte ein Tipfehler gewesen sein. Auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass es das Wort Meteoroid im Deutschen (und im Englischen) tatsächlich gibt (wenn auch nicht in üblichen Lexika). Wikipedia behauptet, »Meteoroid« sei erst im angelsächsichen Raum üblich gewesen. Während meines Physik- und Astronomiestudiums in Nordamerika Anfang der 1990er Jahre bin ich diesem Wort aber nie begegnet. In dem Artikel steht übrigens »kleine Meteoroiden«; dies ist ein Pleonasmus, denn alle Meteoroiden sind per definitionem klein.

    "Sie irren" schreiben und einen Link auf einen ganzen Wikipedia-Artikel!? Worin irrt karamustafa Ihrer Meinung nach? "Meteroit" ist falsch. Es heißt "Meteorit". Oder meinen Sie etwas anderes?

    »Meteroit« ist falsch aber könnte ein Tipfehler gewesen sein. Auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass es das Wort Meteoroid im Deutschen (und im Englischen) tatsächlich gibt (wenn auch nicht in üblichen Lexika). Wikipedia behauptet, »Meteoroid« sei erst im angelsächsichen Raum üblich gewesen. Während meines Physik- und Astronomiestudiums in Nordamerika Anfang der 1990er Jahre bin ich diesem Wort aber nie begegnet. In dem Artikel steht übrigens »kleine Meteoroiden«; dies ist ein Pleonasmus, denn alle Meteoroiden sind per definitionem klein.

  7. "Sie irren" schreiben und einen Link auf einen ganzen Wikipedia-Artikel!? Worin irrt karamustafa Ihrer Meinung nach? "Meteroit" ist falsch. Es heißt "Meteorit". Oder meinen Sie etwas anderes?

    Antwort auf "Sie irren"
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    Irren bezog sich auf Meteoroiden, die es natürlich gibt. Siehe mein Kommentar Nr. 4.

    Irren bezog sich auf Meteoroiden, die es natürlich gibt. Siehe mein Kommentar Nr. 4.

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