Medizin-Nobelpreis 2009: Einblick in die Grundbausteine des Alterns
Drei US-Forscher gewinnen die höchste wissenschaftliche Ehrung. Sie hatten entdeckt, wie Zellen altern und entscheidend dabei geholfen, Krebswachstum besser zu verstehen.
© Mario Tama/Getty Images

Die Bausteine des menschlichen Erbguts: Gespeichert werden unsere Erbinformationen in den Chromosomen. Für die Erforschung, wie die Erbgutträger bei der Zellteilung geschützt werden, erhielten drei US-Forscher nun den Medizinnobelpreis
Die diesjährige Auszeichnung in Medizin geht zu jeweils gleichen Teilen an die US-Wissenschaftler Elizabeth H. Blackburn von der Universität Kalifornien in San Francisco, Carol W. Greider von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore und Jack W. Szostak von der amerikanischen Harvard-Universität. Die drei werden für ihre Arbeiten im Bereich der Telomerforschung geehrt.

Alle Hintergründe zu den diesjährig Geehrten auf ZEIT ONLINE (bitte klicken Sie auf das Bild)
Sie erhalten die mit rund einer Million Euro dotierte Auszeichnung für ihre Entdeckung, wie die Erbgutträger (Chromosomen) einer jeden Zelle durch bestimmte Enzyme (Telomerasen) vor Beschädigung geschützt werden. Sie spielen auch eine Rolle beim Alterungsprozess. Die Forschung der drei US-Wissenschaftler habe zum Verständnis der Zelle "eine neue Dimension" hinzugefügt, hieß es in einer Mitteilung der Nobelpreis-Jury.
Die Zelle ist der Grundbaustein des Lebens, in der sich alle Informationen unseres Erbguts befinden. Gespeichert sind diese Informationen auf einem langen Strang aus Desoxyribonukleinsäure (DNS). Beim Menschen ist die DNS auf insgesamt 46 Chromosome verteilt, die zusammengerollt als Stäbchen im Kern der Zelle liegen.
Teilt sich eine Zelle, müssen auch die Erbinformationen verdoppelt und auf die neuen Zellen verteilt werden – ein Prozess, der nicht ganz ungefährlich für das empfindliche Erbgut ist. Deshalb legen sich sogenannte Telomere wie Schutzhelme über die zwei Enden jedes Chromosoms. Der US-Forscher Jack W. Szostak fand heraus, dass die Erbgutträger dadurch weder ausfransen noch zusammenkleben. Das verhindert eine Beschädigung des Erbgut während der Zellteilung. Auch seine Kollegin Blackburn entdeckte diese Schutzfunktion der Telomere wie Szostak Anfang der achtziger Jahre.
Zudem spielen die Telomere eine wichtige Rolle bei der Frage, wie Zellen und ganze Lebewesen altern. Denn teilt sich die Zelle, verkürzen sich die Telomere. Viele Forscher nahmen deshalb zunächst an, dass hier der Schlüssel für den Alterungsprozess läge, doch schon bald stellte sich heraus, dass die Telomere nur einen kleinen Teil dazu beitragen.
Zusammen mit ihrer damaligen Doktorandin Carol W. Greider fand Blackburn schließlich auch das Enzym Telomerase, das die Schutzhelme der Chromosomen überhaupt erst herstellt. Telomerase kann die Endstücke sogar wieder verlängern. Deswegen wird das Eiweiß oft auch Jungbrunnen-Enzym genannt. Weihnachten 1984 hatte Greider die ersten Hinweise auf das Enzym in ihren Zellkulturen entdeckt.





Wie nett, dass hier mit Erbgutforscher gleich zwei Frauen mitgemeint sind.
Lieber Urs Güney,
es waren mit Erbgutforscher eben die zwei Forscherinnen Blackburn und Greider sowie ihr Kollge Szostak gemeint. Der Plural "Erbgutforscher" ist nun mal gleich dem Singular der männlichen Form des Begriffs.
Nun ist der Titel aber ohnehin ein anderer.
Herzliche Grüße
Lieber Urs Güney,
es waren mit Erbgutforscher eben die zwei Forscherinnen Blackburn und Greider sowie ihr Kollge Szostak gemeint. Der Plural "Erbgutforscher" ist nun mal gleich dem Singular der männlichen Form des Begriffs.
Nun ist der Titel aber ohnehin ein anderer.
Herzliche Grüße
Lieber Urs Güney,
es waren mit Erbgutforscher eben die zwei Forscherinnen Blackburn und Greider sowie ihr Kollge Szostak gemeint. Der Plural "Erbgutforscher" ist nun mal gleich dem Singular der männlichen Form des Begriffs.
Nun ist der Titel aber ohnehin ein anderer.
Herzliche Grüße
Lieber Sven Stockrahm
Schade eigentlich, dass mit dem Titel auch das Bild geändert wurde. Ich bin nicht sicher, ob der Plural von "Forscherin und Forscher" zwangsläufig "Forscher" sein muss. Es stehen ja auch die Varianten "Forscherinnen und Forscher" oder "Forschende" zur Verfügung. Ich finde es zumindest unglücklich und unzeitgemäss, wenn die die Sprache die Frauen verschluckt.
Herzliche Grüsse
Lieber Sven Stockrahm
Schade eigentlich, dass mit dem Titel auch das Bild geändert wurde. Ich bin nicht sicher, ob der Plural von "Forscherin und Forscher" zwangsläufig "Forscher" sein muss. Es stehen ja auch die Varianten "Forscherinnen und Forscher" oder "Forschende" zur Verfügung. Ich finde es zumindest unglücklich und unzeitgemäss, wenn die die Sprache die Frauen verschluckt.
Herzliche Grüsse
Lieber Sven Stockrahm
Schade eigentlich, dass mit dem Titel auch das Bild geändert wurde. Ich bin nicht sicher, ob der Plural von "Forscherin und Forscher" zwangsläufig "Forscher" sein muss. Es stehen ja auch die Varianten "Forscherinnen und Forscher" oder "Forschende" zur Verfügung. Ich finde es zumindest unglücklich und unzeitgemäss, wenn die die Sprache die Frauen verschluckt.
Herzliche Grüsse
und noch ein bisschen Hintergrundinformation:
http://de.wikipedia.org/w...
http://de.wikipedia.org/w...
Frdl. Gruß
Pf.
Ein interessantes Forschungsgebiet wären in diesem Zusammenhang die im Maharishi Ayurveda beschriebenen „Rasayanas" - das sind Präparte, die zur Verjüngung des Körpers beitragen / führen. Die in der ursprünglichen Vedischen Literatur beschriebene „Kayakalpa-Kur" führte sogar soweit, dass dem Patienten neue Haare und ein Satz neuer Zähne gewachsen sind - die Prozedur wird heutzutage aber von niemandem mehr beherrscht.
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