Aids Mit dem HI-Virus geboren
90 Prozent der mit HIV infizierten Kinder im südlichen Afrika haben sich bei ihrer Mutter angesteckt. Medikamente und ein Kaiserschnitt hätten dies verhindern können.
© Tony Karumba/AFP/Getty Image

Banger Blick in die Zukunft: Südlich der Sahara leben zwei Millionen Kinder mit dem Aids-Virus – infiziert wurden sie meist von ihrer Mutter
Es sind erschreckende Zahlen: Weltweit stecken sich jedes Jahr 600.000 Kinder mit HIV an. Allein in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara leben zwei Millionen Kinder, die mit dem Aids-Erreger infiziert sind. 90 Prozent von ihnen haben sich bei ihrer Mutter angesteckt. Wenn keine Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, liegt das Übertragungsrisiko bei der Geburt bei 20 bis 40 Prozent.
Dabei wissen Ärzte inzwischen sehr genau, wie das Risiko einer Infektion des Kindes minimiert werden kann: Wichtig ist vor allem, dass die werdende Mutter in den letzten Wochen der Schwangerschaft gewissenhaft Medikamente nimmt, die das Virus in Schach halten. Vorsorglich wird auch das Baby einige Wochen lang mit einem Medikament gegen die Immunschwäche behandelt, es wird meist per Kaiserschnitt zur Welt gebracht, die Mutter verzichtet anschließend auf das Stillen. So werden wichtige Infektionswege ausgeschaltet, die Übertragungsrate kann auf unter zwei Prozent gesenkt werden, wie Studien zeigen.
In Deutschland, wo in den letzten Jahren einige hundert HIV-infizierte Frauen ein Kind bekommen haben, wird all dies auch gemacht. In den Ländern der Erde, in denen HIV das größte Problem darstellt, können die Frauen von einem derart umsichtigen, am neuesten Erkenntnisstand orientierten Vorgehen jedoch nur träumen.
Beim 9. Weltkongress für Perinatale (rund um die Geburt angesiedelte) Medizin, zu dem sich bis gestern über 2000 Fachleute aus rund 100 Ländern erstmals in Berlin versammelten, wurde über dieses Problem diskutiert. Man wolle sich schließlich nicht allein mit High-Tech-Medizin, sondern auch mit internationalen Problemen der Gesundheitsversorgung befassen, hatte Kongresspräsident Joachim Dudenhausen von der Charité gleich zu Beginn erklärt.
Gundel Harms-Zwingenberger, Direktorin des Tropeninstituts der Charité, berichtete beim Kongress über Erfolge eines vom deutschen Entwicklungshilfeministerium unterstützten Programms, das seit 2002 in Uganda, Kenia und Tansania läuft. Jede zehnte der über 200 000 Schwangeren, die hier erreicht wurden, war HIV-positiv.
Viele von ihnen hatten zunächst Angst vor den negativen Konsequenzen eines offenen Umgangs mit der Infektion. "Ein weiteres Problem ist, dass schwangere Frauen keine Medikamente nehmen wollen, schließlich wurde ihnen jahrzehntelang gesagt, sie sollten das nicht tun", sagte Harms-Zwingenberger.
Auch die antiretrovirale Therapie (kurz: ART) ist nicht ohne Nebenwirkungen. Probleme wie erhöhte Frühgeburtenrate und niedriges Geburtsgewicht, die ohnehin mit der HIV-Infektion einhergehen, werden wahrscheinlich durch die Mittel verstärkt. "Die Mechanismen, die dem zugrunde liegen, kennen wir noch nicht", sagte beim Kongress der HIV-Forscher Oriol Coll von der Universität Barcelona.
Trotzdem führt kein Weg an ART vorbei, will man die Kinder vor der lebensbedrohlichen Seuche bewahren und das Leben der Mütter retten. Mit der preisgünstigeren Variante, nur den Wirkstoff Nevirapin zu geben, ist es wegen der Bildung von Resistenzen nicht getan.
- Datum 30.10.2009 - 15:28 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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bevor solche, für diese menschen sowieso kaum bezahlbaren möglichkeiten in erwägung gezogen werden, sollten in dieser gegend erst einmal kondome und die mentalität, daß frauen kein freiwild sind, etabliert werden.
Es ekelt mich einfach nur an mit welcher Arroganz wir hier in der Ersten Welt meinen Probleme der Dritten beurteilen zu könnnen. Nur weil Sie mal in irgendeiner Reportage gesehen haben, dass in anderen Ländern andere Sexualnormen gelten (wenn Sie schon mit Klischeés ankommen, dann schlagen Sie doch nochmal schön auf den Papst und die Verhütungsmitteldebatte ein) gibt ihnen das nicht das Recht hier den Kurs von Intervention angebenen zu können. Bush, der Ex-Weltführer menschenverachtender Wirtschaftspolitik war auch dagegen, dass Südafrika die Formeln für Medikamente bekommt, um dort das Leid zu bekämpfen, weil es den freien Markt schädige. Ich hoffe, Sie wissen ihren zufälligen Standortvorteil zu schätzen, wenn Sie das nächste mal erkraken und unabhängig von ihrer Lebenspraxis, Kultur oder weiß Gott was einfach nur die Medikamente bekommen.
Es ekelt mich einfach nur an mit welcher Arroganz wir hier in der Ersten Welt meinen Probleme der Dritten beurteilen zu könnnen. Nur weil Sie mal in irgendeiner Reportage gesehen haben, dass in anderen Ländern andere Sexualnormen gelten (wenn Sie schon mit Klischeés ankommen, dann schlagen Sie doch nochmal schön auf den Papst und die Verhütungsmitteldebatte ein) gibt ihnen das nicht das Recht hier den Kurs von Intervention angebenen zu können. Bush, der Ex-Weltführer menschenverachtender Wirtschaftspolitik war auch dagegen, dass Südafrika die Formeln für Medikamente bekommt, um dort das Leid zu bekämpfen, weil es den freien Markt schädige. Ich hoffe, Sie wissen ihren zufälligen Standortvorteil zu schätzen, wenn Sie das nächste mal erkraken und unabhängig von ihrer Lebenspraxis, Kultur oder weiß Gott was einfach nur die Medikamente bekommen.
Es ekelt mich einfach nur an mit welcher Arroganz wir hier in der Ersten Welt meinen Probleme der Dritten beurteilen zu könnnen. Nur weil Sie mal in irgendeiner Reportage gesehen haben, dass in anderen Ländern andere Sexualnormen gelten (wenn Sie schon mit Klischeés ankommen, dann schlagen Sie doch nochmal schön auf den Papst und die Verhütungsmitteldebatte ein) gibt ihnen das nicht das Recht hier den Kurs von Intervention angebenen zu können. Bush, der Ex-Weltführer menschenverachtender Wirtschaftspolitik war auch dagegen, dass Südafrika die Formeln für Medikamente bekommt, um dort das Leid zu bekämpfen, weil es den freien Markt schädige. Ich hoffe, Sie wissen ihren zufälligen Standortvorteil zu schätzen, wenn Sie das nächste mal erkraken und unabhängig von ihrer Lebenspraxis, Kultur oder weiß Gott was einfach nur die Medikamente bekommen.
Jeder vernuenftig denkende Mensch weiss dass bei der Erwaehnung von "Kondomen" in Bezug auf Afrika der Papst (bzw. jede andere Religion) gemeint ist.
Ihre krampfhafte Political Correctness ist einfach nur laecherlich.
Erst denken dann beissen.
Jeder vernuenftig denkende Mensch weiss dass bei der Erwaehnung von "Kondomen" in Bezug auf Afrika der Papst (bzw. jede andere Religion) gemeint ist.
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Gutmensch, PC, Linksgrüner. Was man nicht alles mit performativen Sprachakten machen kann. Das ändert aber nichts an der Brisanz der Probleme dieser Welt, und schon gar nicht an der ignoranten Besserwissereinstellung in unserem Land. Bezeichnend, dass Sie auf nichts inhaltliches eingegangen sind, sondern mir nur ein Prädikat verleihen, das man so ziemlich jedes Mal zitiert, wenn jemand Verallgemeinerungen aufdeckt. Somit wird ihr letzter Satz zur Ironie und frisst ihren Beitrag nachträglich auf. Erst denken dann beissen, pu_king81!
Gutmensch, PC, Linksgrüner. Was man nicht alles mit performativen Sprachakten machen kann. Das ändert aber nichts an der Brisanz der Probleme dieser Welt, und schon gar nicht an der ignoranten Besserwissereinstellung in unserem Land. Bezeichnend, dass Sie auf nichts inhaltliches eingegangen sind, sondern mir nur ein Prädikat verleihen, das man so ziemlich jedes Mal zitiert, wenn jemand Verallgemeinerungen aufdeckt. Somit wird ihr letzter Satz zur Ironie und frisst ihren Beitrag nachträglich auf. Erst denken dann beissen, pu_king81!
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