Teilchenphysik Neustart am Cern

Nach mehreren Pannen und einer gut einjährigen Zwangspause soll der größte Teilchenbeschleuniger der Welt dieses Wochenende wieder in Betrieb gehen.

Der weltgrößte Teilchenbeschleuniger LHC läuft wieder rund

Der weltgrößte Teilchenbeschleuniger LHC läuft wieder rund

Mehr als ein Jahr stand der größte Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) am Teilchenforschungszentrum Cern in Genf wegen Reparaturarbeiten still. Bis spätestens morgen früh sollen wieder die ersten Teilchen auf die etwa 27 Kilometer lange Rundstrecke geschickt werden, meldete das Cern heute.

Die Anlage wurde am 10. September 2008 mit großen Erwartungen in Betrieb genommen, fiel aber wegen eines Defekts im Kühlsystem nur neun Tage später aus.

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Sollten die ersten Tests erfolgreich verlaufen, dann werden in naher Zukunft Protonen und Blei-Ionen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit in der riesigen Röhre kreisen und in einer Frontalkollision die Geheimnisse der Physik freigeben, so hoffen die Physiker. Auch wird den Gegnern des Projekts wieder Stoff für apokalyptische Szenarien geliefert.

Die Wissenschaftler hoffen mit den Ergebnissen aus dem LHC, den Grundbausteinen der Materie auf die Spur zu kommen. Einer dieser Bausteine ist das Higgs-Teilchen, das eine Antwort auf die Frage liefern könnte: Was ist Masse oder warum gibt es masselose Teilchen? Der Start des ersten Teststrahls wird jederzeit erwartet.

Nach den Pannen im vergangenen Jahr stehen die Wissenschaftler am Cern jetzt unter erheblichen Erfolgsdruck. Scheitert das bislang größte wissenschaftliche Experiment der Geschichte, hätte es nicht nur mindestens 3,2 Milliarden Euro verschlungen, sondern auch die Hoffnungen vieler Wissenschaftler mehr über Schwarze Löcher und den Urknall – den Ursprung allen Lebens – zu erfahren.

 
Leser-Kommentare
    • PGMN
    • 21.11.2009 um 0:43 Uhr

    ist zwar eigentlich kleinlich, aber ich kann nicht an mich halten.

    Der Urknall ist nicht der "Ursprung allen Lebens". Zumindest nicht uneingeschränkt. Den Ursprung des Lebens bezeichnen Biologen meines Wissens mit "Abiogenesis". Zwar könnte man argumentieren, dass, dadurch, dass der Urknall die Ursache aller Vorgänge, und damit auch des Lebens, im Universum ist, aber andererseits könnte man ihn dann auch als "Ursprung aller Rosinentorten" bezeichnen.
    Abgesehen davon bedeutet alleine die Überlegung eines Big Bang nicht die Entstehung von Leben. Wenn beispielsweise die Lebensdauer freier Neutronen kleiner wäre, dann säßen wir heute in einem Universum voller Wasserstoff und nichts anderem. Leben hätte so nicht entstehen können...
    Aber diese Überlegung ist, wie gesagt, übergenau.

    Alles in allem ist es eine spannende Zeit, um Teilchenphysiker zu sein.

    In diesem Sinne: "Let ´er rip"."

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    Das anthropische Prinzip?

    Was weisst Du schon von Leben in einem Universum voller Wasserstoff?

    Wir kennen nur eine Art von Leben, das auf Kohlenstoffbasierende. Aber wer weiss was da alles sonst noch so kreucht und fleucht?

    Schwarze Wolken so gross wie ein Sonnensystem, Plasmawesen auf/in Sternen, Kristallwesen aus Silizium ... und nein, ich habe nicht zu viel Perry Rhodan gelesen ;-).

    Gruessle

    • eeee
    • 21.11.2009 um 19:54 Uhr

    Natürlich ist er es nicht, das Leben muss vorher dagewesen sein, sonst hätte ja niemand den Urknall wahrnehmen können, es hätte ihn also gar nicht gegeben!

    Haha, absurdes Theater ... Berichte über CERN bitte künftig im Feuilleton!

    Das anthropische Prinzip?

    Was weisst Du schon von Leben in einem Universum voller Wasserstoff?

    Wir kennen nur eine Art von Leben, das auf Kohlenstoffbasierende. Aber wer weiss was da alles sonst noch so kreucht und fleucht?

    Schwarze Wolken so gross wie ein Sonnensystem, Plasmawesen auf/in Sternen, Kristallwesen aus Silizium ... und nein, ich habe nicht zu viel Perry Rhodan gelesen ;-).

    Gruessle

    • eeee
    • 21.11.2009 um 19:54 Uhr

    Natürlich ist er es nicht, das Leben muss vorher dagewesen sein, sonst hätte ja niemand den Urknall wahrnehmen können, es hätte ihn also gar nicht gegeben!

    Haha, absurdes Theater ... Berichte über CERN bitte künftig im Feuilleton!

  1. Das anthropische Prinzip?

    Was weisst Du schon von Leben in einem Universum voller Wasserstoff?

    Wir kennen nur eine Art von Leben, das auf Kohlenstoffbasierende. Aber wer weiss was da alles sonst noch so kreucht und fleucht?

    Schwarze Wolken so gross wie ein Sonnensystem, Plasmawesen auf/in Sternen, Kristallwesen aus Silizium ... und nein, ich habe nicht zu viel Perry Rhodan gelesen ;-).

    Gruessle

    Antwort auf "Erbsenzählerei..."
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    Schwarze Wolken so gross wie ein Sonnensystem, Plasmawesen auf/in Sternen, Kristallwesen aus Silizium ... und nein, ich habe nicht zu viel Perry Rhodan gelesen ;-).
    viel zuviel Perry gelesen. Wäre die Halbwertzeit des Neutrons kürzer, wäre gar kein Kohlenstoff entstanden und/oder stabil.
    Kristallwesen auf Siliziumbasis sind bedauerlicherweise auf Grund molekularer Bindungskräfte nicht möglich, egal wie sehr die Phantasie sich hier auch bemüht.
    Aber im Grunde ist es egal, uns gäbe es auf jeden Phall nicht. Ganz einfach meint ...
    Kuni

    • PGMN
    • 21.11.2009 um 17:06 Uhr

    Natürlich kann es sein, dass Lebewesen existieren, deren Chemie so fremdartig ist, dass wir sie uns nicht vorstellen können. Das Beispiel mit der Neutronenlebensdauer habe ich aber deshalb gewählt, weil wenn wir als Anfangssituation nur Wasserstoff hätten, dann könnten von vorne herein gar keine anderen Elemente entstehen, da Sterne, die ja die Hochöfen für alle schwereren Elemente sind, nur entstehen können, wenn zumindest ein paar Elemente schwerer als Wasserstoff, z.B. Helium, vorhanden sind.
    Ohne schwerere Elemente kein chemisches Potential, kein Stoffwechsel, keine Energieumwandlung, kein gar nichts.

    Wenn aber jemand irgendwelche stickstoffbasierten Lebewesen von der Größe interstellarer Staubwolken entdecken sollte, dann weiß ich zumindest, was für ein Tier meinem noch zu beschaffendem Goldhamster Gesellschaft leisten darf.

    Gruß

    Schwarze Wolken so gross wie ein Sonnensystem, Plasmawesen auf/in Sternen, Kristallwesen aus Silizium ... und nein, ich habe nicht zu viel Perry Rhodan gelesen ;-).
    viel zuviel Perry gelesen. Wäre die Halbwertzeit des Neutrons kürzer, wäre gar kein Kohlenstoff entstanden und/oder stabil.
    Kristallwesen auf Siliziumbasis sind bedauerlicherweise auf Grund molekularer Bindungskräfte nicht möglich, egal wie sehr die Phantasie sich hier auch bemüht.
    Aber im Grunde ist es egal, uns gäbe es auf jeden Phall nicht. Ganz einfach meint ...
    Kuni

    • PGMN
    • 21.11.2009 um 17:06 Uhr

    Natürlich kann es sein, dass Lebewesen existieren, deren Chemie so fremdartig ist, dass wir sie uns nicht vorstellen können. Das Beispiel mit der Neutronenlebensdauer habe ich aber deshalb gewählt, weil wenn wir als Anfangssituation nur Wasserstoff hätten, dann könnten von vorne herein gar keine anderen Elemente entstehen, da Sterne, die ja die Hochöfen für alle schwereren Elemente sind, nur entstehen können, wenn zumindest ein paar Elemente schwerer als Wasserstoff, z.B. Helium, vorhanden sind.
    Ohne schwerere Elemente kein chemisches Potential, kein Stoffwechsel, keine Energieumwandlung, kein gar nichts.

    Wenn aber jemand irgendwelche stickstoffbasierten Lebewesen von der Größe interstellarer Staubwolken entdecken sollte, dann weiß ich zumindest, was für ein Tier meinem noch zu beschaffendem Goldhamster Gesellschaft leisten darf.

    Gruß

  2. Schwarze Wolken so gross wie ein Sonnensystem, Plasmawesen auf/in Sternen, Kristallwesen aus Silizium ... und nein, ich habe nicht zu viel Perry Rhodan gelesen ;-).
    viel zuviel Perry gelesen. Wäre die Halbwertzeit des Neutrons kürzer, wäre gar kein Kohlenstoff entstanden und/oder stabil.
    Kristallwesen auf Siliziumbasis sind bedauerlicherweise auf Grund molekularer Bindungskräfte nicht möglich, egal wie sehr die Phantasie sich hier auch bemüht.
    Aber im Grunde ist es egal, uns gäbe es auf jeden Phall nicht. Ganz einfach meint ...
    Kuni

    Antwort auf "Erbsenzählerei II"
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    Ach, ihr seid doch alles nur Kohlenstoffchauvinisten!!!!1elf

    Gruessle

    Ach, ihr seid doch alles nur Kohlenstoffchauvinisten!!!!1elf

    Gruessle

  3. Ach, ihr seid doch alles nur Kohlenstoffchauvinisten!!!!1elf

    Gruessle

    Antwort auf "Doch ..."
    • PGMN
    • 21.11.2009 um 17:06 Uhr

    Natürlich kann es sein, dass Lebewesen existieren, deren Chemie so fremdartig ist, dass wir sie uns nicht vorstellen können. Das Beispiel mit der Neutronenlebensdauer habe ich aber deshalb gewählt, weil wenn wir als Anfangssituation nur Wasserstoff hätten, dann könnten von vorne herein gar keine anderen Elemente entstehen, da Sterne, die ja die Hochöfen für alle schwereren Elemente sind, nur entstehen können, wenn zumindest ein paar Elemente schwerer als Wasserstoff, z.B. Helium, vorhanden sind.
    Ohne schwerere Elemente kein chemisches Potential, kein Stoffwechsel, keine Energieumwandlung, kein gar nichts.

    Wenn aber jemand irgendwelche stickstoffbasierten Lebewesen von der Größe interstellarer Staubwolken entdecken sollte, dann weiß ich zumindest, was für ein Tier meinem noch zu beschaffendem Goldhamster Gesellschaft leisten darf.

    Gruß

    Antwort auf "Erbsenzählerei II"
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    Ich gehe davon aus dass Information unabhaengig vom Element ist, obs Quanten sind die stinken, Schwefelwasserstoff, Ammoniak oder Methan.

    Wo Information ist, da ist auch irgendeine Art von Verarbeitung.

    Ich gehe davon aus dass Information unabhaengig vom Element ist, obs Quanten sind die stinken, Schwefelwasserstoff, Ammoniak oder Methan.

    Wo Information ist, da ist auch irgendeine Art von Verarbeitung.

  4. dann gibt's demnächst ein Interview mit dem Higgs-Teilchen?
    Wer wird das führen?

  5. eine Gruppe von Physikern, Astrophysiker, Risikoforschern, Philosophen und Rechtsexperten hat heute eine Menschenrechtsklage bei der UN gegen CERN eingereicht!
    bitte informieren und veröffentlichen!

    www.concerned-internation... www.LHC-concern.info

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    • PGMN
    • 21.11.2009 um 19:47 Uhr

    Wenn Sie ausführen würden, was genau Ihre Bedenken sind, dann könnte man auf Ihren Beitrag zielgerichtet antworten. So bleibt nur übrig, anzumerken, dass auf in Ihren Links kein einiger studierter Teilchenphysiker als Experte angeführt wird. Die vorgebrachten Befürchtungen sind unwissenschaftlich und die "Sicherheitsnachweise" zwar theoretisch aber ohne denselben Befürchtungen zu unterliegen nicht experimentell zu erbringen.

    Sei noch angemerkt, dass die geforderte Interdisziplinäre Sicherheitsuntersuchung unnötig ist, da die Physik die einzige Disziplin ist, die die Gefahr überhaupt einzuschätzen vermag.

    • PGMN
    • 21.11.2009 um 19:47 Uhr

    Wenn Sie ausführen würden, was genau Ihre Bedenken sind, dann könnte man auf Ihren Beitrag zielgerichtet antworten. So bleibt nur übrig, anzumerken, dass auf in Ihren Links kein einiger studierter Teilchenphysiker als Experte angeführt wird. Die vorgebrachten Befürchtungen sind unwissenschaftlich und die "Sicherheitsnachweise" zwar theoretisch aber ohne denselben Befürchtungen zu unterliegen nicht experimentell zu erbringen.

    Sei noch angemerkt, dass die geforderte Interdisziplinäre Sicherheitsuntersuchung unnötig ist, da die Physik die einzige Disziplin ist, die die Gefahr überhaupt einzuschätzen vermag.

    • PGMN
    • 21.11.2009 um 19:47 Uhr

    Wenn Sie ausführen würden, was genau Ihre Bedenken sind, dann könnte man auf Ihren Beitrag zielgerichtet antworten. So bleibt nur übrig, anzumerken, dass auf in Ihren Links kein einiger studierter Teilchenphysiker als Experte angeführt wird. Die vorgebrachten Befürchtungen sind unwissenschaftlich und die "Sicherheitsnachweise" zwar theoretisch aber ohne denselben Befürchtungen zu unterliegen nicht experimentell zu erbringen.

    Sei noch angemerkt, dass die geforderte Interdisziplinäre Sicherheitsuntersuchung unnötig ist, da die Physik die einzige Disziplin ist, die die Gefahr überhaupt einzuschätzen vermag.

    Antwort auf "conCERNed"

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