Weltraumforschung

Nasa weist mit Raketenexperiment Wasser auf dem Mond nach

Lange war über die Existenz von Wasser auf dem Erdtrabanten spekuliert worden. Ein spektakuläres Experiment hat diese Frage nun beantwortet.

Das von der Nasa freigegebene Bild zeigt die Staubwolke, die etwa 20 Sekunden nach dem Einschlag der "LCROSS"-Sonde von der Mondoberfläche aufstieg

Das von der Nasa freigegebene Bild zeigt die Staubwolke, die etwa 20 Sekunden nach dem Einschlag der "LCROSS"-Sonde von der Mondoberfläche aufstieg

Auch auf dem Mond gibt es Wasser. Das hat der gezielte Absturz der NASA-Sonde "LCROSS" bestätigt, wie die US-Raumfahrtbehörde am Freitag in ihrem Ames Research Center in Moffett Field (Kalifornien) berichtete. Die Sonde war am 9. Oktober kontrolliert in den Cabeus-Krater auf dem Erdtrabanten gestürzt und hatte durch ihren Einschlag eine Menge Mondstaub aufgewirbelt. In dieser bis zu zehn Kilometer hohen Staubwolke wiesen die Messinstrumente der NASA-Forscher Wasser nach.
 

Anzeige

In dem Krater am Mond-Südpol herrscht ewige Finsternis – seinen Boden hat seit Milliarden von Jahren kein Sonnenstrahl erreicht. Wissenschaftler hatten schon länger über die Natur größerer Mengen Wasserstoff spekuliert, die an den Mondpolen nachgewiesen worden waren. Das Ergebnis der "LCROSS"-Mission bestätigt: Es gibt dort Wasser. In den bis zu minus 240 Grad Celsius kalten Kratern an den Mondpolen kann es aber nur gefroren existieren. Milliarden Jahre altes Mond-Wasser könnte Einblick in die Entstehung des Sonnensystems geben.

"Der Mond hat viele Geheimnisse", sagte der NASA-Chefforscher für den Erdtrabanten, Michael Wargo. ""LCROSS" hat unser Verständnis ein Stück erweitert." "LCROSS"-Chefwissenschaftler Anthony Colaprete äußerte sich "verzückt". "Die Konzentration und Verteilung des Wassers muss noch weiter analysiert werden, aber wir können mit Sicherheit sagen, dass Cabeus Wasser enthält", sagte er.

Zusammen mit dem Wasser seien Hinweise anderer verblüffender Substanzen gefunden worden. "Die permanent abgeschatteten Regionen des Monds sind echte Kältefallen", erläuterte Colaprete. "In ihnen sammelt und erhält sich Material über Milliarden von Jahren." Bis die "LCROSS"-Daten fertig ausgewertet und verstanden seien, könne noch einige Zeit vergehen.
 

Anzeige
Leser-Kommentare

  1. Wie schön das ihr kein einziges Wort darüber verliert was die Wissenschaft unter "größeren Mengen" versteht. Die Mengen von denen da die Rede ist reicht nämlich nicht mal um ein einziges Glas Wasser zu füllen und ist so stark verteilt das man das Wasser auch nicht sinnvoll einsammeln kann.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    egal ;)   BadLuck

    Es ist Wasser auf dem Mond was allen auf unserem Blauen Planeten helfen wird, um z.B Afrkia zu versorgen.

    Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten :)

      J.P.Witt

    Da hat nen Alien auf den Mond gespuckt und gleich rastet die Welt aus!=D

    Schade das neben einer 0815-Meldung nicht mehr Infos zur Verfuegung standen...Und Spiegel Online war trotzdem schneller?

    Die NASA hat die Wassermenge geheim gehaltetn, was vermutlich a) heisst sie haben keinen Plan, oder b)...es reicht nicht um Afrika zu helfen!

  2. Es ist Wasser auf dem Mond was allen auf unserem Blauen Planeten helfen wird, um z.B Afrkia zu versorgen.

    Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten :)

  3. 3.

    Da hat nen Alien auf den Mond gespuckt und gleich rastet die Welt aus!=D

    Schade das neben einer 0815-Meldung nicht mehr Infos zur Verfuegung standen...Und Spiegel Online war trotzdem schneller?

    Die NASA hat die Wassermenge geheim gehaltetn, was vermutlich a) heisst sie haben keinen Plan, oder b)...es reicht nicht um Afrika zu helfen!

  4. 4. Hmm

    Ich frage mich, welcher Teil von:
    "Die Konzentration und Verteilung des Wassers muss noch weiter analysiert werden, aber wir können mit Sicherheit sagen, dass Cabeus Wasser enthält"
    meinen Vorkommentatoren unverständlich war?

    • 15.11.2009 um 4:34 Uhr
    • kapa

    Immer diese erkennnisse über es neues bloß nie steht etwas darüber was es denn uns menschen bring Meine Meinung darüber wird immer mißtrauischer weil ich denkt die wollen nur geld verdienten und der Nutzen???

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Was uns diese Erkenntnisse bringen, kann noch niemand sagen. Zunächst "nutzlose" Erkenntnisse können aber später neuen Erfindungen den Weg bereiten, uns neue Einblicke in unser Universum geben oder vielleicht sogar die Welt retten ;) Einige Beispiele:
    1679 präsentierte Leibniz (womöglich inspiriert durch die chinesische Idee von Yin und Yang) eine Methode, alle Zahlen durch 0 und 1 darstellen zu lassen. Er wurde dafür ausgelacht. Heute verdanken wir dieser Erkenntnis den Computer.
    Kolumbus hielt man für verrückt, als er über den Rand der Welt hinaussegeln wollte. Heute haben wir Kartoffeln, Tomaten und Hamburger.
    Irgendjemand hat einmal seltsame Zeichnungen in eine Felsenwand gemalt. Das hatte in einer Gesellschaft von Jägern und Sammlern mit Sicherheit keinen Überlebensnutzen, denn die Tiere an der Wand konnte man nicht essen. Heute gibt es dadurch Schrift, Kunst, Graffiti und Literatur.
    Man kann oft nicht wissen, welche Entdeckungen uns in 20, 60 oder sogar 200 Jahren einen Nutzen bringen. Heute können Sie sich dafür interessieren, staunen oder vielleicht sogar etwas daraus machen. Viel Spaß!

  5. Was uns diese Erkenntnisse bringen, kann noch niemand sagen. Zunächst "nutzlose" Erkenntnisse können aber später neuen Erfindungen den Weg bereiten, uns neue Einblicke in unser Universum geben oder vielleicht sogar die Welt retten ;) Einige Beispiele:
    1679 präsentierte Leibniz (womöglich inspiriert durch die chinesische Idee von Yin und Yang) eine Methode, alle Zahlen durch 0 und 1 darstellen zu lassen. Er wurde dafür ausgelacht. Heute verdanken wir dieser Erkenntnis den Computer.
    Kolumbus hielt man für verrückt, als er über den Rand der Welt hinaussegeln wollte. Heute haben wir Kartoffeln, Tomaten und Hamburger.
    Irgendjemand hat einmal seltsame Zeichnungen in eine Felsenwand gemalt. Das hatte in einer Gesellschaft von Jägern und Sammlern mit Sicherheit keinen Überlebensnutzen, denn die Tiere an der Wand konnte man nicht essen. Heute gibt es dadurch Schrift, Kunst, Graffiti und Literatur.
    Man kann oft nicht wissen, welche Entdeckungen uns in 20, 60 oder sogar 200 Jahren einen Nutzen bringen. Heute können Sie sich dafür interessieren, staunen oder vielleicht sogar etwas daraus machen. Viel Spaß!

    Antwort auf "und was bring uns das"
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren
  • Datum 14.11.2009 - 11:41 Uhr
  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
  • Kommentare 6
  • Empfehlen E-Mail verschicken | Bookmarks
  • Artikel Drucken Druckversion | PDF
  • Schlagworte Astronomie | Wasser | Mond | Weltraum | Rakete
  • Artikel-Tools präsentiert von:

Service