Fotostrecke : Die Maya – eins mit dem Kosmos
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Marimba-Musik

© Marcel Burkhardt

Im ganzen Haus der Familie duftet es nach Piniennadeln. Die Kinder haben vom Hügel Blumen mitgebracht. Vom Band läuft Marimba-Musik. Maya-Priester Tilom geht gern auf Feste wie dieses.

Dann spürt er, dass die lange verloren geglaubten Traditionen seines Stammes wieder aufleben: "Die Menschen müssen sich und ihren Glauben nicht mehr verstecken", sagt er froh. "Unsere Kultur hat gelitten, aber heute blüht sie auf."

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Kommentare

11 Kommentare Kommentieren

Falsche Rubrik, liebe ZEIT !

Die Reihe mit den schönen Bildern und den einfühlsamen Texten steht unter "Wissen". Es gehört aber in die Rubrik "Aus der Esoterik-Ecke"!
Spätestens auf S. 9 MUSS man skeptisch werden: "Bis vor Kurzem waren die Kenntnisse der spirituellen Maya-Führer nicht niedergeschrieben.". Woher weiss man dann von diesen Traditionen?
Das Klischee einer unveränderlichen vormodernen Erzählgemeinschaft, die durch jahrhundertelange Konstanz der Erzählstoffe gekennzeichnet sei, wurde längst von der oral-tradition-Forschung widerlegt! Mündliche Überlieferung kann vielmehr höchst flexibel auf Situationen auf Situations- und Gebrauchskontexte Rücksicht nehmen und Erzählstoffe dementsprechend variieren.

Artikel zurecht im Wissensteil

a) Die Kritik an der thematischen Einordnung passt nicht so recht zu Teil 2 des Kommentars, welcher außerdem für andere Leser ebenso wenig verständlich sein dürfte wie für mich.
b) Ich halte die sarkastische Einordnungskritik für völlig falsch, da es sich bei anthropologischen Darstellung sehr wohl um Wissen handelt. Ob wir selbst nun die Rituale anderer Völker als Esoterik bezeichnen möchten (was je nach Esoterikbegriff nicht unbedingt falsch ist) oder sie als religiöse Akte anerkennen, sei jedem selbst überlassen - fest steht jedoch, dass es sich dabei mit Sicherheit um einen für viele Europäer interessanten Aspekt der Kulturgeschichte handelt, der es sehr wohl verdient im Wissensteil zu erscheinen.
c) In Anbetracht von b) würde ich mir etwas mehr "Inhalt" wünschen, auch wenn die Fotos wirklich sehr gelungen sind.

Hat keiner je behauptet...

...außer Roland Emmerich.

Genausowenig, wie auf dem Sarg von König Pacál ein Raketenflieger zu sehen ist, das hat auch nur Däniken behauptet. Dafür aber steht auf diesem Sarg eine Prophezeiung, daß Pacál wiederkehren wolle ("I'll be baaack"), und zwar an einem Tag im 42. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Woraus man erkennen kann, daß die alten Mayas erwarteten, daß die Welt dann noch existiert.

Was also passiert 2012? Eine neue Runde des Kalenders. Mehr nicht.

Ansonsten: Natürlich gab es schriftliche Überlieferungen, die aber den Europäern üblicherweise nicht gezeigt worden (aus gutem Grund, da sie normalerweise alles an Maya-Literatur verbrannten, was ihnen in die Finger geriet)... wie zum Beispiel das "Popúl Vuh", das Ximénez abschreiben durfte.

Die Herkunft der MAYA

Hier wird ziemlich viel ´Kokolores´ geäußert.
Der Artikel steh hier genau richtig. Er gehört nicht zur Esoterik. Die Bücher Mose wurden nicht später, sondern von Mose selber geschrieben. Die oral-tradition-Forschung hat keine Ahnung. Texte können über tausende Jahre, mit relativ geringen Modifikationen überliefert werden. Viele ´alte´ Texte wurden allerdings falsch übersetzt. Die Maya stammen von der Insel Avalon. Von dort haben sie ihre Bräuche, die man heute als Religion bezeichnen würde. Nach wie vor zuständig der Schamane, eine Tradition von mindestens 50.000 Jahren.