World Science Forum "Davos der Wissenschaft" beginnt
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Auch die Entwicklungsländer wollen in der Forschung stärker mitmischen

In abgeschiedener Runde trafen sich bereits am Vorabend der Tagung 18 Wissenschaftsminister aus der G-77-Runde, der Gruppe der Entwicklungsländer innerhalb der Vereinten Nationen. Sie wollen ungestört die Leistungsfähigkeiten ihrer oft ganz unterschiedlichen nationalen Strukturen und Organisationen zur Forschungsförderung vergleichen und den besten Weg finden, um ihre jungen Innovationsvorhaben auch weiterhin vorantreiben zu können. Denn gerade in Afrika, Asien und Südamerika kann der Staat noch viel weniger die einzige Förderquelle bleiben, die auch in den reichen Ländern immer weniger sprudelt.

"Das bevorstehende Forum markiert nicht nur das zehnjährige Jubiläum der ersten Weltkonferenz für Wissenschaft, sondern es will vor allem nach vorne schauen und uns zu einer strategischen Vision zur Zukunft der Wissenschaft in der globalen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts verhelfen", sagt József Pálinkás, Präsident der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und des Weltwissenschaftsforums.

Er kann auf illustre Förderer des Forums bauen wie José Manuel Barroso, den Präsidenten der EU-Kommission, Koïchiro Matsuura, den Generaldirektor der UNESCO, Catherine Bréchignac, Präsidentin des Internationalen Rates für Wissenschaft bei der UNO, und den ungarischen Präsidenten László Sólyom, dem die Entwicklung Ungarns zu einem Spitzenforschungsland innerhalb der Europäischen Union besonders am Herzen liegt.

Da auch der kroatische Präsident Stjepan Mesic erwartet wird, der sich vor kurzem kritisch zu den zwischen alten und neuen EU-Mitgliedsstaaten ungleich verteilten europäischen Forschungszentren geäußert hat, könnte der innereuropäische Ost-West-Forschungskonflikt erneut auf die Tagesordnung kommen.

Das Weltwissenschaftsforum findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Nach der ersten Weltkonferenz für Wissenschaft im Jahre 1999 ergriff Ungarn die Initiative, ein Forum zu schaffen, von dem die Veranstalter hoffen, dass es – in Anlehnung an das Weltwirtschaftsforum – einmal das "Davos der Wissenschaft" wird.

 
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