Adventskalender – Türchen 4 Was geschieht am Barbaratag?
Alljährlich gedenkt man der heiligen Barbara. Sie gehört zu einer der vier besonders heiligen Jungfrauen und die ihr dargebrachten Gaben gelten als Orakel der Liebe.
© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die "Klausenbärbel" machen am Sankt Barbaratag vielerorts im Oberallgäu die Straßen unsicher
Einst wurden am Barbaratag Zweige geschnitten und Weizen gesät. Von ihnen versprach man sich Vorhersagen für die Liebe, das Familienglück und die Ernte im nächsten Jahr. Auch heute noch ist es ein gern gesehener Brauch.
Doch dessen Ursprung ist umstritten: So wurde die heilige Barbara einer Legende aus dem 7. Jahrhundert nach von ihrem heidnischen Vater in einen Turm mit zwei Fenstern gesperrt, wo sie als Symbol der Dreifaltigkeit Gottes ein drittes Fenster bauen ließ. Fortan verfolgte der Vater die Christin und enthauptete sie schließlich. Auf ihrem Grab sollen zur Weihnachtszeit Blumen geblüht haben.
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Da sich auf ihrer Flucht ein Felsen geöffnet und ihr als Versteck gedient haben soll, gilt sie auch als die Schutzpatronin der Bergleute. Zusammen mit drei weiteren Bauernpatroninnen gehört die heilige Barbara zu den vier besonders heiligen Jungfrauen, wurde jedoch von der Kirche zu Zeiten des zweiten Vatikanischen Konzils von 1962 bis 1965 aus dem Heiligenkalender gestrichen.
Ihrer Popularität hat dies nicht geschadet. Im Allgäu hat sich zum Beispiel das "Bärbeletreiben" als eine Tradition entwickelt. Jedes Jahr verkleiden sich am Barbaratag – den 4. Dezember – junge, unverheiratete Frauen als alte Weiber und ziehen mit lauten Glocken und Reisig-Ruten durch die Dörfer, um das Schmutzige und Unanständige zu vertreiben.
Andernorts dient ein Blütenzweig als Orakel – ob zur Vorhersage der Liebe oder der Lottozahlen. Ursprünglich wurden hierfür Kirschzweige abgeschnitten. Heute finden sich auch andere Obstsorten oder Flieder. Der Zweig wird am Barbaratag ins Wasser gestellt, dann wird gewartet, bis er blüht.
Allgemein verheißen Blüten Glück, der trockene Zweig hingegen Unglück. Wenn Frauen den Namen ihres Angebeteten in einen Zweig ritzen, bedeutet das Erblühen, dass der Mann auch sie liebt oder dass im folgenden Jahr eine Hochzeit ansteht.
In Wien und Niederösterreich wird gleich ein ganzer Familien-Strauß, in dem jeder Zweig mit einem Namen gekennzeichnet ist, genau beobachtet: Wessen Zweig als erster blüht, der wird der Glücklichste.
Das größte Problem des Orakels: In den heutigen, oft warmen und überheizten Wohnungen blühen die Zweige fast immer und meistens viel zu früh.
Hinter dem Türchen vom 3. Dezember verbirgt sich die Antwort auf die Frage: Wo liegt der Nordpol?
- Datum 04.12.2009 - 08:23 Uhr
- Serie Schlaue Weihnachten
- Quelle ZEIT ONLINE
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am barbaratag feiern die geologen bis es kracht ;-)
nicht zu vergessen!
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