Adventskalender - Türchen 14 Hingen Weihnachtsbäume früher an der Decke?
Er ist das Markenzeichen von Weihnachten, dabei hielt er erst vor rund 450 Jahren Einzug in die Wohnzimmer: der Weihnachtsbaum. Doch nicht immer stand er schnöde wie heute in einem Tannenbaumständer.
Er ist grün, der Star jeder Weihnacht und wird aus voller Kehle besungen: der Tannenbaum. Obwohl das immergrüne Gewächs heute ein Symbol für Weihnachten ist, gibt es den Brauch erst seit rund 450 Jahren.
Bis ins 20. Jahrhundert hingen die Bäume in zahlreichen Wohnzimmern unter der Decke. Dieser Brauch war vor allem im Osten Deutschlands weit verbreitet. Ein Holzschnitt des Illustrators Hugo Brückner zeigt einen herabhängenden Baum im Wandsbecker Schloss bereits zu Weihnachten 1796.
So ungewöhnlich es auch anmuten mag, spart ein Weihnachtsbaum an der Decke zumindest Platz und kann nicht so leicht umgestoßen werden. Vermutlich wurde die Tradition abgeleitet von grünen Zweigen, die man als Zeichen für Hoffnung und Licht in der dunklen Jahreszeit aufhing. So schmückten bereits die Römer ihre Häuser zum Jahreswechsel mit Lorbeerzweigen.
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Ein erster, allerdings nicht belegter Hinweis auf einen Christbaum stammt übrigens aus Freiburg aus dem Jahre 1419. Damals sollen die lokalen Bäcker einen Baum mit Süßigkeiten, Früchten und Nüssen behängt haben. Vielleicht entstand der Weihnachtsbaum aber auch in Anlehnung an den Paradiesbaum aus dem mittelalterlichen Krippenspiel.
Angeblich zeigt der Kupferstich Ruhe auf der Flucht nach Ägypten von Lucas Cranach (1504) den ersten mit Lichtern und Sternen geschmückten Tannenbaum. Schaut man jedoch genauer hin, fällt auf, dass Cranachs Landschaft stark an den Schwarzwald erinnert und der Künstler eher fantasiert hat, als eine wahre Begebenheit zu dokumentieren.
In den Überlieferungen aus dem 15. und 16. Jahrhundert häufen sich Hinweise auf Christbäume. 1611 gab es den ersten mit Kerzen geschmückten Tannenbaum im Schloss der Herzogin Dorothea Sybille von Schlesien und 1708 berichtet Lieselotte von der Pfalz vom Buchsbäumchen mit Kerzen.
Der Weihnachtsbaum wurde zu einem bürgerlichen Brauch, unterstützt von der evangelischen Kirche. Die katholische Kirche tat ihn als heidnische Tradition ab. Dennoch eroberte der bunte Baum ganz Deutschland und weite Teile der Erde – in Australien wird statt einer Tanne auch mal ein Eukalyptus geschmückt.
Ende des 19. Jahrhunderts kam der Baum in den USA an, jedoch illuminierte Präsident Calvin Coolidge den ersten "National Christmas Tree" in Washington erst 1923. Der Weihnachtsbaum hatte die Welt erobert.
Hinter dem Türchen vom 13. Dezember verbirgt sich die Antwort auf die Frage: Wer hat die Kerze erfunden?
- Datum 14.12.2009 - 13:06 Uhr
- Serie Schlaue Weihnachten
- Quelle ZEIT ONLINE
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Das Thema Christbaum wird auch im Online-Adventskalender der Montagsmalerin beleuchtet. Was mir da besonders gut gefällt, ist das Bild zu der Geschichte :-)
http://www.montagsmalerin...
Es verbirgt sich jedoch nicht hinter dem 14. Türchen, sondern es steckt hinter dem 15. Türchen.
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