Adventskalender – Türchen 22 Wie wahrscheinlich sind weiße Weihnachten?

Auch wenn sich fast jeder an weiße Weihnachten erinnern kann, ist es ein seltenes Ereignis, jedenfalls im nordischen Flachland von Deutschland.

Weiße Weihnachten sind ein seltenes Ereignis im Norden Deutschlands. Im Süden dagegen gibt es häufiger verschneite Landschaften zum Fest

Weiße Weihnachten sind ein seltenes Ereignis im Norden Deutschlands. Im Süden dagegen gibt es häufiger verschneite Landschaften zum Fest

Weiße Weihnachten sind besonders schön und was ist weihnachtlicher, als mit Inbrunst Leise rieselt der Schnee... anstimmen zu können, während draußen dicke weiße Schneeflocken vom Himmel fallen?

Wer Weihnachten unbedingt im Schnee verbringen möchte, der ist mit einer Reise ins Allgäu recht gut beraten. Im Oberallgäu liegt zu Weihnachten fast immer Schnee, in tieferen Lagen sinkt die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten auf bis zu 40 Prozent. Im böigen Norden hingegen, wo die feuchtwarmen Islandtiefs über die Küste hinweg ziehen, bleibt einem der Anblick verschneiter Landschaften zum heiligen Fest meist verwehrt. Hier muss man eher damit rechnen, beim Weihnachtsspaziergang über matschige Feldwege zu stiefeln, als durch Schnee zu stapfen. 

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Dieses Jahr allerdings könnte es anders ausgehen. Denn im Südwesten Deutschlands droht dem Schnee eine warme Dusche. Am Dienstag könnte der Niederschlag laut dem Deutschen Wetterdienst in Regen übergehen und die Schneepolster zum Schmelzen bringen. Im Norden dagegen werden die aktuell tiefen Temperaturen bis zu den Feiertagen kaum die Null-Grad-Grenze erreichen und die Schneedecken somit sehr wahrscheinlich erhalten bleiben.

Dabei gibt es in Hamburg nur alle zehn Jahre Schnee an allen drei Weihnachtstagen. In Dresden schneit es immerhin alle vier Jahre am Fest und die Münchener werden sogar alle zweieinhalb Jahre mit komplett weißen Weihnachten verwöhnt. Generell steigt die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten, je weiter man sich im Süden und Osten befindet.

Grund dafür sind unter anderem die häufig vertretenen Großwetterlagen, denen Deutschland ausgesetzt ist. Die Großwetterlagen sorgen mehrere Tage lang für gleich bleibendes Wetter und erstrecken sich üblicherweise über mehrere Länder.

Daneben spielen auch die Höhenlage sowie die geografische Lage einer Stadt eine Rolle: Pro einhundert Meter Höhe kühlt sich die Luft um etwa 0,7 Grad ab. In München wäre es damit circa 3,5 Grad kälter als in Hamburg. Die geografische Breite gleicht diese Temperaturdifferenz etwas aus. Je weiter im Norden, desto weniger Kraft hat die Sonnenstrahlung und umso kälter wird es.

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Klicken Sie auf das Bild für weitere wissenschaftliche Leckerbissen rund um Weihnachten

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Allerdings kommen die Gegenden in Küstennähe in das Einflussgebiet der warmen Luftströme vom Atlantik und Nordsee. Über dem Wasser des Golfstroms erwärmen sich die Luftmassen und bringen feuchtwarme Luft an unsere Küsten. Die deutschen Mittelgebirge stellen eine natürliche Barriere für diese Luftströmungen dar und sorgen auf der windgeschützten Seite für kälteres Klima.

Im Osten sorgt das Pendant zum Islandtief für häufigeres Schneevergnügen, das Kontinentalklima über Osteuropa. Ostwinde bringen kalte Luftmassen aus Russland und sorgen für tiefere Temperaturen und begünstigen schneereiche Weihnachten, die von mehr als 70 Prozent der Deutschen als besonders schön angesehen werden.

Aber nicht nur kalt muss es sein. Ohne Niederschlag fällt schließlich auch kein Schnee vom Himmel. Somit spielt neben der Luft- und Bodentemperatur auch die Niederschlagswahrscheinlichkeit eine Rolle. Nur wenn das Trio zusammenspielt, wird es etwas mit weißen Weihnachten, Scheiben frei kratzen und Schneemann bauen. 

Der Klimawandel hat bislang übrigens keinen signifikanten Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten und falls es wärmer werden sollte, gibt es immer noch einen Ort, an dem es auf jeden Fall weiße Weihnachten gibt: in den Hochalpen – dort liegt seit Beginn der Messungen vor etwa 100 Jahren Schnee. 

Hinter dem Türchen vom 21. Dezember verbirgt sich die Antwort auf die Frage: Was hat die Wintersonnenwende mit Weihnachten zu tun?

 
Leser-Kommentare
  1. Weihnachten wird abgeschaft. Westlicher Firlefanz. Diese
    individuele Freude ? Was soll das ? Gemeinsam freuen.. wie
    die Chinesen sich über Mao freuen, gemeinsam ... und Panzer gegen böse Individualisten schicken. All das viele braten u.
    die Produktion von Geschenken, das fahren mit dem Auto zum
    Weihnachtseinkauf. Nee, Klima ist wichtiger. Stattdessen allgemeines HartzVI - singen mit anschließender milder Gabe
    durch Graf Koks und Krösus, charity und warmer Wassersuppe.
    Da wird uns doch ganz lieb ums christliche Herz. All die vielen klimakillenden Gase ! Nee ! Dann haben wir sicher einen 24.Dezember mit Schnee ... aber, wem sagt das dann noch etwas ?

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