Interview "Unsere Gene unterhalten sich mit der Umwelt"
Rudolf Jaenisch schuf 1976 die erste Genmaus. Heute untersucht er, wie das Leben unser Erbgut verändert.
Frage: Herr Jaenisch, das Feld, in dem Sie arbeiten, nennt sich Epigenetik. Was ist das?
Rudolf Jaenisch: Das sind Signale, die von Zelle zu Zelle weitergegeben werden und gewährleisten, dass bestimmte Gene an- oder ausgeschaltet bleiben. Man muss sich das so vorstellen, dass wir in einer Leberzelle und einer Gehirnzelle genau das gleiche Erbgut haben – absolut die gleiche Gensequenz. Aber die Gene sind unterschiedlich verpackt. Manche werden so verpackt, dass sie eben nicht abgelesen werden können. Deswegen sind in der Leberzelle nur die Gene aktiv, die die Leberzelle benötigt, und in der Gehirnzelle nur die, die eine Gehirnzelle benötigt. Das nennen wir Epigenetik.
Frage: Sie erforschen, wie man diese Verpackung so manipulieren kann, dass Hautzellen zu Stammzellen werden. Halten Sie es für wahrscheinlich, dass wir bald in der Lage sind, unsere Zellen zu regenerieren?

Vater der Genmaus. Im September bekam Rudolf Jaenisch, 67, in Berlin für seine Arbeit an genetisch veränderten Mäusen den Ernst-Schering-Preis. Er arbeitet seit 25 Jahren am Whitehead-Institut in Boston und ist Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT).
Jaenisch: Das Bild, das ich im Biologieunterricht noch gelernt habe, ist, dass die Entwicklung einer Zelle eine Einbahnstraße ist: Der Weg von der Eizelle zu einer Gehirnzelle oder zu einer Leberzelle ist unumkehrbar. Das wurde durch das Klonschaf Dolly erschüttert, weil man beim Klonen ja den umgekehrten Weg geht und aus einer differenzierten Zelle einen neuen Organismus schafft. Aber das war eine sehr komplizierte Technik. Inzwischen kann man das viel einfacher machen, in einer Petrischale. Letztlich stellt die Epigenetik die Einbahnstraßenschilder dar und die können wir nun umdrehen. Oder ganz entfernen.
Frage: Können wir dann in Zukunft jeden Zelltyp in jeden anderen umwandeln, also etwa aus einer Leberzelle eine Gehirnzelle machen?
Jaenisch: Es gibt gar keinen Zweifel, dass das gehen wird. Das wird enorme Auswirkungen haben auf die regenerative Medizin. Wann es soweit sein wird, das weiß ich nicht. Ich würde mich auch hüten, konkrete Voraussagen zu machen. Aber es wird wahrscheinlich schneller gehen, als wir denken.
- Datum 28.12.2009 - 15:27 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Die Frage ist doch, warum Menschen krank sind. Ich finde, Mediziner sind gut darin, als Chirurgen an Unfallopfern herum zu reparieren und Verschleißteile zu implantieren, das finde ich super. Aber das andere hat meines Wissens bisher noch nie zu Heilungen geführt und wird es vermutlich auch nicht, da man die Mechanismen zwischen Geist und Körper nicht verstehen kann, weil man sie negiert. Solange man nicht erkennt, daß Menschsein mehr ist als das Dasein einer Maschine, betrachte ich es als sinnlos, solch großen Aufwand zu treiben. Eines Tages werden Menschen sich darüber wundern, weshalb man so unwissend und engstirnig sein konnte.
Ich weiß zwar nicht wie sie zu ihren esoterisch angehauchten Ansichten kommen, aber ich muss ihnen leider mitteilen, dass sie damit an der Realität vorbei schlittern.
1. Negieren sie jeglichen Zusammenhang zwischen nichtchirurgischen Eingriffen und der Heilung kranker, obwohl man das tagtäglich in Krankenhäusern auf der ganzen Welt beobachten kann.
2. Betreiben sie Schwarz-weiß-Malerei in dem sie behaupten, dass die, nennen wir sie mal Schulmedizin, nicht auf die Idee käme, nach einer anderen Ursache, als einer "körperlichen" zu suchen.
Wobei man bei "körperlich" nur zwischen, sagen wir "primär körperlich" und "sekundär k." unterscheiden kann bzw. offensichtlich (z.B. Knochenbruch) und nicht offensichtlich (psychische Störung), was im Endeffekt aber alles auf materielle Defekte zurückzuführen ist.
Sowas nennt sich Wissenschaft.
Da arbeitet man mit Versuchen, Studien, Beweisen, kausalen Zusammenhängen.
Das hat nichts mit Meinung oder Glaube zu tun.
Also wenn sie auf sachliche und rationale Weise Kritik üben möchten, lade ich sie herzlichst dazu ein; solang sie aber nur leer Phrasen dreschen wollen, verschonen sie ihre Mitmenschen doch bitte damit.
Ich weiß zwar nicht wie sie zu ihren esoterisch angehauchten Ansichten kommen, aber ich muss ihnen leider mitteilen, dass sie damit an der Realität vorbei schlittern.
1. Negieren sie jeglichen Zusammenhang zwischen nichtchirurgischen Eingriffen und der Heilung kranker, obwohl man das tagtäglich in Krankenhäusern auf der ganzen Welt beobachten kann.
2. Betreiben sie Schwarz-weiß-Malerei in dem sie behaupten, dass die, nennen wir sie mal Schulmedizin, nicht auf die Idee käme, nach einer anderen Ursache, als einer "körperlichen" zu suchen.
Wobei man bei "körperlich" nur zwischen, sagen wir "primär körperlich" und "sekundär k." unterscheiden kann bzw. offensichtlich (z.B. Knochenbruch) und nicht offensichtlich (psychische Störung), was im Endeffekt aber alles auf materielle Defekte zurückzuführen ist.
Sowas nennt sich Wissenschaft.
Da arbeitet man mit Versuchen, Studien, Beweisen, kausalen Zusammenhängen.
Das hat nichts mit Meinung oder Glaube zu tun.
Also wenn sie auf sachliche und rationale Weise Kritik üben möchten, lade ich sie herzlichst dazu ein; solang sie aber nur leer Phrasen dreschen wollen, verschonen sie ihre Mitmenschen doch bitte damit.
Die Stammzellenforschung wird die Medizin revolutionieren und wenn eines ganz sicher ist, dann das es irgendwo ein Land gibt, das die Stammzellentherapie erlaubt und Menschen aus aller Welt, die sich das leisten können, dann dorthingehen.
Ich finde es ist ein faszinierender Gedanke, daß eine verlorenen Hand oder eine kaputte Leber ersetzt werden können ohne die belastende Transplantation durchführen zu müssen.
Auch deutsche Forscher könnten in Deutschland dazu beitragen.
Solange das Gehirn nicht unfallfrei transplantiert werden kann, würden Klone, wie im Bericht zu lesen, eh nichts bringen, da gestorbene Menschen vielleicht zwar körperlich, aber nicht geistig ersetzt werden könnten. Wohin das aber wieder führen würde, wenn es klappt, mag man sich im Schlechten gar nicht vorstellen.
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Ich weiß zwar nicht wie sie zu ihren esoterisch angehauchten Ansichten kommen, aber ich muss ihnen leider mitteilen, dass sie damit an der Realität vorbei schlittern.
1. Negieren sie jeglichen Zusammenhang zwischen nichtchirurgischen Eingriffen und der Heilung kranker, obwohl man das tagtäglich in Krankenhäusern auf der ganzen Welt beobachten kann.
2. Betreiben sie Schwarz-weiß-Malerei in dem sie behaupten, dass die, nennen wir sie mal Schulmedizin, nicht auf die Idee käme, nach einer anderen Ursache, als einer "körperlichen" zu suchen.
Wobei man bei "körperlich" nur zwischen, sagen wir "primär körperlich" und "sekundär k." unterscheiden kann bzw. offensichtlich (z.B. Knochenbruch) und nicht offensichtlich (psychische Störung), was im Endeffekt aber alles auf materielle Defekte zurückzuführen ist.
Sowas nennt sich Wissenschaft.
Da arbeitet man mit Versuchen, Studien, Beweisen, kausalen Zusammenhängen.
Das hat nichts mit Meinung oder Glaube zu tun.
Also wenn sie auf sachliche und rationale Weise Kritik üben möchten, lade ich sie herzlichst dazu ein; solang sie aber nur leer Phrasen dreschen wollen, verschonen sie ihre Mitmenschen doch bitte damit.
Ich möchte widersprechen, und möchte auch nicht gemeint sein mit Ihrem "....verschonen sie ihre Mitmenschen doch bitte damit"
Solange das Paradigma des Primats der Materie aufrecht erhalten wird, das Geistige/Seelische quasi nur als Folge, als Zufallsprodukt aus mechanischen Materie-Vorgängen gesehen wird, bleibt die "Wissenschaft" einem fundamentalen Aberglauben verhaftet.
Und das kann so nur schief gehen...
es tut mir leid das sagen zu müssen, aber mit dieser einstellung macht man keinen fortschritt. einer der größten fehler den menschen machen können ist zu glauben dass zu einem ggb zeitpunkt, zb dem jetzt, wir alles wissen und erklären können/müssen. doch die wissenschaft, vor allem die psychologie und die genetik, die sich nach diesem modell mehr und mehr nähern, sind noch sehr jung, ich möchte behaupten dass wir in diesen beiden feldern grad erst erkannt haben dass die erde doch keine scheibe ist.
zudem muss ich sagen dass in alten schamanistischen wie auch indianischen methoden zur heilung seit tausenden von jahren die feste überzeugung herrscht die gene durch ernährung, rituale und bewusstseinserweiterung beinflussen zu können.
beide arten der heilkunde haben sich über jahrtausende gehalten, wie auch die chinesische medizin. Das heißt: Tausende von Jahren empirischer Arbeit haben ergeben dass die Methoden, die jetzt noch vohanden sind, funktioniern.
Das ist quasi Statistik.
Westliche Wissenschaft aber steckt noch in den Fußstapfen und beginnt mehr und mehr zu begreifen welch wissen in den so to say "esotherischen" feldern wirklich steckt.
Fundiertes Wissen.
Ohne sigifikante Statistiken.
Bis auf die Dauer natürlich.
(TCM bis 5.000 Jahre erfolgreich, Schamanistische Heilkunde, über 15.000 Jahre, einige methoden finden immer mehr gehör in modernen therapie verfahren)
Mit freundlichen Grüßen
DRUDARA
Ihren Wunsch nach mehr Sachlichkeit in allen Ehren, aber das die chemischen Prozesse nicht die alleinigen Auslöser von psych. Störungen sind, ist inzwischen ebenfalls bewiesen, oder? Und die Erfahrung, dass die Schulmedizin im allgemeinen lieber kurzfristig die Symptome bekämpft als die Ursache zu eliminieren, daran kann ja leider auch kein Zweifel bestehen.
Ich möchte widersprechen, und möchte auch nicht gemeint sein mit Ihrem "....verschonen sie ihre Mitmenschen doch bitte damit"
Solange das Paradigma des Primats der Materie aufrecht erhalten wird, das Geistige/Seelische quasi nur als Folge, als Zufallsprodukt aus mechanischen Materie-Vorgängen gesehen wird, bleibt die "Wissenschaft" einem fundamentalen Aberglauben verhaftet.
Und das kann so nur schief gehen...
es tut mir leid das sagen zu müssen, aber mit dieser einstellung macht man keinen fortschritt. einer der größten fehler den menschen machen können ist zu glauben dass zu einem ggb zeitpunkt, zb dem jetzt, wir alles wissen und erklären können/müssen. doch die wissenschaft, vor allem die psychologie und die genetik, die sich nach diesem modell mehr und mehr nähern, sind noch sehr jung, ich möchte behaupten dass wir in diesen beiden feldern grad erst erkannt haben dass die erde doch keine scheibe ist.
zudem muss ich sagen dass in alten schamanistischen wie auch indianischen methoden zur heilung seit tausenden von jahren die feste überzeugung herrscht die gene durch ernährung, rituale und bewusstseinserweiterung beinflussen zu können.
beide arten der heilkunde haben sich über jahrtausende gehalten, wie auch die chinesische medizin. Das heißt: Tausende von Jahren empirischer Arbeit haben ergeben dass die Methoden, die jetzt noch vohanden sind, funktioniern.
Das ist quasi Statistik.
Westliche Wissenschaft aber steckt noch in den Fußstapfen und beginnt mehr und mehr zu begreifen welch wissen in den so to say "esotherischen" feldern wirklich steckt.
Fundiertes Wissen.
Ohne sigifikante Statistiken.
Bis auf die Dauer natürlich.
(TCM bis 5.000 Jahre erfolgreich, Schamanistische Heilkunde, über 15.000 Jahre, einige methoden finden immer mehr gehör in modernen therapie verfahren)
Mit freundlichen Grüßen
DRUDARA
Ihren Wunsch nach mehr Sachlichkeit in allen Ehren, aber das die chemischen Prozesse nicht die alleinigen Auslöser von psych. Störungen sind, ist inzwischen ebenfalls bewiesen, oder? Und die Erfahrung, dass die Schulmedizin im allgemeinen lieber kurzfristig die Symptome bekämpft als die Ursache zu eliminieren, daran kann ja leider auch kein Zweifel bestehen.
Ich möchte widersprechen, und möchte auch nicht gemeint sein mit Ihrem "....verschonen sie ihre Mitmenschen doch bitte damit"
Solange das Paradigma des Primats der Materie aufrecht erhalten wird, das Geistige/Seelische quasi nur als Folge, als Zufallsprodukt aus mechanischen Materie-Vorgängen gesehen wird, bleibt die "Wissenschaft" einem fundamentalen Aberglauben verhaftet.
Und das kann so nur schief gehen...
Würde die Wissenschaft dieses Paradigma aufgeben, würde sie damit einige ihrer zentralen Prämissen verletzen und letztendlich ihr Fundament ansägen. Es ist schließlich Wissenschaft und keine Metaphysik (diese wiederum heilt keine Krankheiten). Und mein Gott: selbst gewisse geistig/seelische Fragestellung werden momentan von der Neurobiologie geradezu überrannt.
Ich möchte Ihnen Recht geben. Es fällt schwer, sich das Geistig-Seelische als Zufallsprodukt der Materie vorzustellen, denn es geht ja nicht verloren nach dem Verfall der Materie... Bewusst wird es uns allerdings nur mit Hilfe der Materie (Gehirn). Einem in Verfall begriffenem Hirn (Demenz) geht lediglich das Bewusst-Sein verloren. Mehr wissen wir nicht über das Wesen und Wirken des Geistig-Seelischen. Nur eben soviel, dass es in anderen Hirnen weiter wirkt...
Solange das Paradigma des Primats der Materie aufrecht erhalten wird … bleibt die "Wissenschaft" einem fundamentalen Aberglauben verhaftet.
Aberglaube beherrschte Jahrhunderte, Jahrtausende das Wirken der Schamanen, Wunderheiler und Priester. Um es ganz deutlich zum Ausdruck zu bringen: Die operationale Basis des Daseienden war, ist und bleibt Materie. Es treffen am Beginn des Seins zwei winzige Materieklümpchen unglaublicher Komplexität aufeinander und schaffen in einem Prozess (derzeit noch unverstandener Differenzierung) der Selbstorganisation in einer gewissen Zeit einen Organismus, der zu einem späteren Zeitpunkt lebensfähig ist um, wie vielfach beim Menschen, zu einem noch späteren Zeitpunkt darüber nachzudenken (auch dies ein ungeheuer komplexer Prozess) ob nicht so etwas wie eine der Materie übergeordnete Struktur (Geist/Seele Dualismus) als gegeben angenommen werden muss, um das Seiende erklären zu können.
Dies halte ich, mit Verlaub gesagt, für Unsinn und empfehle zur Erlangung einer soliden Diskussionsgrundlage das Buch:
Das Gehirn des Menschen, John C. Eccles, Serie Piper, ISBN: 3-492-10826-1
Darin ist nicht geklärt, wie die Gesamtheit neuronaler Aktivität zu der Aussage ICH oder zu einem Selbstbewusstsein gelangt, aber es wirft ein Licht auf die Komplexität der Vorgänge, die dahin führen. Die Existenz einer Seele lässt sich aus einem einzelnen Neuron nicht herleiten … sie ist das Ergebnis materieller Prozesse.
Kuni
Vollkommen d`accord!
Würde die Wissenschaft dieses Paradigma aufgeben, würde sie damit einige ihrer zentralen Prämissen verletzen und letztendlich ihr Fundament ansägen. Es ist schließlich Wissenschaft und keine Metaphysik (diese wiederum heilt keine Krankheiten). Und mein Gott: selbst gewisse geistig/seelische Fragestellung werden momentan von der Neurobiologie geradezu überrannt.
Ich möchte Ihnen Recht geben. Es fällt schwer, sich das Geistig-Seelische als Zufallsprodukt der Materie vorzustellen, denn es geht ja nicht verloren nach dem Verfall der Materie... Bewusst wird es uns allerdings nur mit Hilfe der Materie (Gehirn). Einem in Verfall begriffenem Hirn (Demenz) geht lediglich das Bewusst-Sein verloren. Mehr wissen wir nicht über das Wesen und Wirken des Geistig-Seelischen. Nur eben soviel, dass es in anderen Hirnen weiter wirkt...
Solange das Paradigma des Primats der Materie aufrecht erhalten wird … bleibt die "Wissenschaft" einem fundamentalen Aberglauben verhaftet.
Aberglaube beherrschte Jahrhunderte, Jahrtausende das Wirken der Schamanen, Wunderheiler und Priester. Um es ganz deutlich zum Ausdruck zu bringen: Die operationale Basis des Daseienden war, ist und bleibt Materie. Es treffen am Beginn des Seins zwei winzige Materieklümpchen unglaublicher Komplexität aufeinander und schaffen in einem Prozess (derzeit noch unverstandener Differenzierung) der Selbstorganisation in einer gewissen Zeit einen Organismus, der zu einem späteren Zeitpunkt lebensfähig ist um, wie vielfach beim Menschen, zu einem noch späteren Zeitpunkt darüber nachzudenken (auch dies ein ungeheuer komplexer Prozess) ob nicht so etwas wie eine der Materie übergeordnete Struktur (Geist/Seele Dualismus) als gegeben angenommen werden muss, um das Seiende erklären zu können.
Dies halte ich, mit Verlaub gesagt, für Unsinn und empfehle zur Erlangung einer soliden Diskussionsgrundlage das Buch:
Das Gehirn des Menschen, John C. Eccles, Serie Piper, ISBN: 3-492-10826-1
Darin ist nicht geklärt, wie die Gesamtheit neuronaler Aktivität zu der Aussage ICH oder zu einem Selbstbewusstsein gelangt, aber es wirft ein Licht auf die Komplexität der Vorgänge, die dahin führen. Die Existenz einer Seele lässt sich aus einem einzelnen Neuron nicht herleiten … sie ist das Ergebnis materieller Prozesse.
Kuni
Vollkommen d`accord!
Würde die Wissenschaft dieses Paradigma aufgeben, würde sie damit einige ihrer zentralen Prämissen verletzen und letztendlich ihr Fundament ansägen. Es ist schließlich Wissenschaft und keine Metaphysik (diese wiederum heilt keine Krankheiten). Und mein Gott: selbst gewisse geistig/seelische Fragestellung werden momentan von der Neurobiologie geradezu überrannt.
Ich möchte Ihnen Recht geben. Es fällt schwer, sich das Geistig-Seelische als Zufallsprodukt der Materie vorzustellen, denn es geht ja nicht verloren nach dem Verfall der Materie... Bewusst wird es uns allerdings nur mit Hilfe der Materie (Gehirn). Einem in Verfall begriffenem Hirn (Demenz) geht lediglich das Bewusst-Sein verloren. Mehr wissen wir nicht über das Wesen und Wirken des Geistig-Seelischen. Nur eben soviel, dass es in anderen Hirnen weiter wirkt...
Dass sich tiefgreifende Lebenserfahrungen auf das Erbgut
auswirken, leuchtet ein. In vorherrschenden Lebenslagen werden bestimmte Gene überaktiviert, während andere im Ruhestand verkümmern oder sich als kontraproduktiv erweisen, in beiden Fällen also nicht zur Entfaltung kommen. Ursprünglich dominante Anlagen werden bspw. überdeckt und umgekehrt. Es kommt zu einer Modifikation der Anlagen, wie bei den Finkenvögeln auf Galapagos....
Vollzieht sich die Veränderung umweltbedingt, nehmen wir es als gottgegeben hin.
Führt der Mensch die Veränderung aber bewusst herbei, sprechen wir von Manipulation des Erbgutes ... Das Problem: sie lässt sich kaum revidieren. Aber solange der Mensch von einer Modifikation seines Erbgutes profitiert (Krankheitsbewältigung, Lebensverlängerung gepaart mit geistig-ethischer Erhellung) - warum nicht?
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