Eine Frau und neun Männer erhalten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preise 2010. Die jährlich vergebenen Auszeichnungen sind die höchstdotierten deutschen Förderpreise.

Die Preisträger erhalten Fördersummen von je 2,5 Millionen Euro. Das Geld kann in einem Zeitraum von bis zu sieben Jahren nach eigenen Vorstellungen für die wissenschaftlichen Arbeiten verwendet werden.  Verliehen werden die Preise am 15. März in Berlin. Dann begeht die Wissenschaft in Deutschland auch das 25-jährige Jubiläum des Preises. Die Auszeichnung wird seit 1986 jährlich von der DFG für Spitzenleistungen in der Forschung verliehen. Seit Beginn des Programms sind zusammen mit den heute zuerkannten Preisen 280 Leibniz-Preise vergeben worden

Als einzige Frau wurde diesmal die Biophysikerin Petra Schwille (41) von der Technischen Universität Dresden ausgezeichnet. Schwille wurde für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Fluoreszenzspektroskopie geehrt. Diese ist wichtig, um etwa die Funktionen einzelner Zelleiweiße zu untersuchen.

Dank der Forschung der Biophysikerin gelangen neue Einblicke in die Grundmechanismen der Zelle, ohne diese dabei zu zerstören. Schwille entwickelte auch die so genannte Fluoreszenzkorrelationsspektroskopie (FCS) weiter. Künftig sollen damit lebende Modellorganismen wie Zebrafische und Fadenwürmer genauer analysiert werden können.