Die beste Forschung 2009 Affendame "Ardi" macht das Rennen

Das Magazin "Science" kürt die größten wissenschaftlichen Entdeckungen des Jahres. Der Gewinner ist 4.4 Millionen Jahre alt und heißt "Ardi".

So sah die Hominidenart Ardipithecus ramidusaus aus, die vor 4.4 Millionen Jahren das heutige Äthiopien bevölkerte

So sah die Hominidenart Ardipithecus ramidusaus aus, die vor 4.4 Millionen Jahren das heutige Äthiopien bevölkerte

Es war eine der spannendsten Wissenschaftsnachrichten des Jahres: Forscher hatten so lange an den Überresten einer 4,4 Millionen Jahre alten Affendame herumgepuzzelt bis sie herausfanden: Die Hominidenart Ardipithecus ramidus hat ihren Platz im Stammbau der Evolution genau zwischen den zweibeinigen Vorfahren der modernen Menschen und den Schimpansen.

Damit ist diese Art erstaunlich nah dran an dem letzten gemeinsamen Vorfahren von Affe und Mensch, dass diese Entdeckung die Sicht auf die menschliche Entstehungsgeschichte revolutionierte.  

Anzeige

Deshalb hat sich diese Entdeckung einen Platz unter den größten Forschungserfolgen des Jahres verdient, die jedes Jahr vom Magazin Science und dessen Herausgeber, der Wissenschaftsgemeinschaft AAAS, gekürt werden. Das Ergebnis der Ardipithecus-Forschung "ändert die Sichtweise auf die frühe menschliche Evolution", sagte Bruce Alberts, Chefredakteur bei Science.

Die Annahme, dass sich der letzte gemeinsame Vorfahre von Mensch und Schimpanse von den Affen nicht groß unterschied, ist mit "Ardi" neu zu überdenken. Ihre Anatomie ist der der heutigen Affen unähnlicher als vermutet.

Neben den Affenforschern gewannen aber auch Astronomen, Mediziner, Biologen und Wissenschaftler anderer Disziplinen im Jahr 2009 wichtige Erkenntnisse. Hier eine Zusammenstellung der besten Forschungserfolge laut Science:

Neuer Sternenscanner

Das Gamma-Strahlen-Weltraumteleskop Fermi der US-Weltraumbehörde Nasa half Pulsare zu entdecken. Pulsare sind stark magnetische und schnell rotierende Neutronensterne. Sie zeichnen sich durch die Abstrahlung von Gammastrahlung aus, deren Quellen im Universum bislang kaum untersucht sind.

Adrenalin der Pflanzen

Pflanzen haben Stress. Bei Trockenheit und anderen Extremsituationen wirkt Abscisinsäure (ABA) als Stresshormon. Das Wachstum kann gehemmt werden und Samen werden vor der Keimung bei ungünstigen Bedingungen geschützt. Gleich mehrere Teams weltweit waren an der Entdeckung und Charakterisierung von Rezeptoren für ABA beteiligt. Die Rezeptoren gehören zu weit verbreiteten Rezeptor-Familien und die Forscher erhoffen sich ihre Funktionen auch in anderen Organismen besser zu verstehen.

Einsamer Pol

Magnete haben zwei Pole, Nord- und Südpol. Forscher postulierten bereits vor Jahrzehnten, dass es aber auch Teilchen geben müsse, die nur einen Pol besitzen. Im September konnten zwei Forschergruppen Teilchen erzeugen, die quasi wie Einzelpole agierten. Sie existieren allerdings nur in Materialien wie dem exotisch klingenden Holmium-Titanat und treten nur bei sehr niedrigen Temperaturen auf.

Molekularer Jungbrunnen

Forscher haben aus einem Bakterium den Stoff Rapamycin isoliert und gaben ihn Labormäusen. Bei den Tieren hatte das Antibiotikum eine lebensverlängernde Wirkung. Besonders erstaunlich war, dass der Eingriff in die molekularen Vorgänge auch noch bei recht alten Mäusen funktionierte. Die Lebenserwartung stieg bei den behandelten Mäusen um neun bis 14 Prozent.

Leser-Kommentare
  1. Ich muss an dieser Stelle einmerken, dass ich es nicht richtig finde, Tiere für Versuchszwecke oder aus anderen Zwecken zu missbrauchen.

    Grund: Sie Fühlen, denken, leiden wie wir. Wir können uns also in sie hineinfühlen und wissen, dass sie leidensfähig sind. wenn jemand behauptet das sei egal, ist er nich tbesser als menschen die anderen menschen leid hinzufügen. Wir schützen menschen nicht aufgrund ihrer venrunft, wi eman es aufgrudder Menschenrechte glauben könnte, sonderna ufgrund ihrer leidensfähigeit. Genau deswegen machen wir auch keine experimente an säuglingen oder an behinderten, deren intellekt nicht weit von dem eines tiere ist. Auch Tiere verdienen Respekt. Ich sehe keinen Grund warum das nich tso sein sollte.

    Tierversuche könnten schon morgen abdingbar sein, wenn die Politik endlch mehr als jhrlich nur 4 milionen in die alternativmethodenforschung investieren würde. das sit nichts weiter als eine symbolische summe. Die meisten Tierversuche sind heute, ach was red ich, schon gestern abdingbar, werden aber aufgrund der korrupten Pharmakonzonzerne weiterhin gemacht. oder warum brauchen iwr Tierversuche im Lebensmittel bereich? Warum muss Nestle und Co. weiter künstlich essen herstellen udn es an Tiere testen? Unwissende argumentieren immer damit dass die Qual der Tiere Menschen leben rettet, dabei wissen sie nicht, dass die meisten tierversuche für essen, kosmetik, sinnlose Test zur profilierung eines instituts und für andere nichtigkeiten eingesettzt werden.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service