Künftig sollen kosmische Taxidienstleister Astronauten zu ISS fliegen
Joseph Delai von der Nasa, verantwortlich für die Module Tranquility und Cupola an Bord des Shuttles Endeavour, erklärt die Möglichkeiten der neuen Bauteile für die Raumstation ISS (Video in englischer Sprache).
Um das Jahr 2013 herum sollte die neue Ares-1-Rakete mit der Kapsel Orion an der Spitze endlich die Abhängigkeit lösen. Die Rakete ist Teil des "Constellation"-Programms, mit dem bis zum Ende des Jahrzehnts die Rückkehr von Astronauten auf den Mond gelingen sollte. Sogar eine Station auf dem Erdtrabanten war geplant, von der aus ein bemannter Flug zum Mars Wirklichkeit werden sollte.
So sah zumindest die Vision von George W. Bush aus, auf dessen Betreiben Constellation aufgelegt wurde. Die Realität ist eine andere. Am Montag legte der amtierende amerikanische Präsident Obama dem Kongress seinen Entwurf für den Haushalt 2010/2011 vor. Darin ist für die Nasa zwar zu dem gegenwärtigen Etat von 18,7 Milliarden Dollar eine Erhöhung um rund sechs Milliarde in fünf Jahren zu finden. Constellation ist aber gestrichen. Keine Mondrakete, kein Landemodul, keine Mondbasis.
Das Programm lag ohnehin um Jahre zurück, mit ständig steigenden Kosten. Um bis 2020 die erneute Mondlandung zu schaffen, müssten rund 30 Milliarden Dollar extra aufgewendet werden, lautete bereits das Fazit einer Expertenkommission im vergangenen Sommer. Stattdessen sollen die Mehreinnahmen im Nasa-Etat in die Industrie fließen und Privatunternehmen zum Bau von Raumfahrzeugen animieren.
So wie schon heute Satelliten von kommerziellen Anbietern ins All gebracht werden, sollen möglichst in fünf Jahren kosmische Taxidienstleister Astronauten zur ISS fliegen. Für die Raumstation selbst wollen die Amerikaner ihren Anteil am Betrieb des Himmelslabors bis 2020 verbindlich zusagen – zur großen Freude der übrigen Partner, die sich untereinander längst auf eine möglichst lange Laufzeit der Station geeinigt haben, dafür aber das Geld der Amerikaner brauchen.
Ob die jetzt vorgestellten Pläne Wirklichkeit werden, ist offen. So schnell werden die privaten Kosmostaxis nicht fliegen, schätzen Fachleute. Sicherheitsexperten bei der Nasa schlagen schon beim Gedanken an ausgelagerte Raumschifffahrt die Hände über dem Kopf zusammen. Und der Kongress hat auch noch nicht zugestimmt. Abgeordnete aus Florida und Texas, wo Tausende Nasa-Jobs gefährdet sind, haben bereits Widerstand angekündigt.
- Datum 06.02.2010 - 11:37 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Aussichtsplattform...für solch immens wichtigen Bauteile zahle ich als Steuerzahler doch gerne.
Ich habe mich auch schon häufiger gefragt, warum Ihre Wohnung Fenster braucht... Oder eine Tür.
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Weil ich - und das wird Sie vielleicht überraschen - nicht in einer Raumstation wohne und gerne mal einen Schwall frischen O² in mein Haus lasse.
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Bieten Sie doch einfach den ISS-Astronauten Ihre Hilfe an und zeigen Ihnen, wie man durch Wände ohne solch alberne Dinge wie Fenster den Greifarm oder Kollegen beim Ausseneinsatz im Blick hält... ;)
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...tja...vielleicht mit einer stinknormalen Kamera?
...tja...vielleicht mit einer stinknormalen Kamera?
...tja...vielleicht mit einer stinknormalen Kamera?
Wo ist eigentlich die in der Bildunterschrift angepriesene Animation? Ich sehe nur eine einfaches Standbild mit einer Computergrafik der Raumstation?... (Scheinbar kann der Autor dies nicht auseinanderhalten, ist mir schon öfter aufgefallen...)
Die Frage ist ansich auch, ob wir uns bei all der Probleme auf unserer Erde eine teuere Raumfahrt überhaupt leisten sollten... Ob der Erkenntnisgewinn durch Raumfahrt wirklich soviel mehr wiegt...
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