Stammzellforschung ohne Stammzellen "Wir waren verblüfft, wie schnell das funktioniert"
Marius Wernig hat Hautzellen von Mäusen in Nervenzellen verwandelt. Ohne Stammzellen. Eines Tages könnten so Therapien für Menschen entwickelt werden, sagt der Mediziner.
Frage: Herr Wernig, Ihre Arbeitsgruppe an der Stanford-Universität hat es geschafft, ohne den Umweg über Stammzellen direkt aus Hautzellen Nervenzellen zu erzeugen. Welche Bedeutung hat dieses Ergebnis?
Marius Wernig: Zunächst einmal waren wir total verblüfft, wie effizient und schnell unser Verfahren funktioniert hat. Wenn Sie "erwachsene" Zellen zu Stammzellen umprogrammieren, dann brauchen Sie mindestens vier Wochen, um diese zu erzeugen. Dann müssen Sie sie noch hochzüchten und weiterentwickeln. Wir haben mit unserer neuen Methode schon nach ein paar Tagen Nervenzellen gewonnen. Und nicht höchstens ein Prozent Umwandlung, wie bei der Stammzell-Rückprogrammierung, sondern 20!
Frage: Braucht man dann überhaupt noch die umstrittenen embryonalen Stammzellen?

Marius Wernig (35) ist Mediziner und Stammzellforscher an der Stanford-Universität in Kalifornien. Dem gebürtigen Österreicher gelang es, Hautzellen direkt in Nervenzellen zu verwandeln.
Wernig: Wir müssen so viele Wege wie möglich erforschen und alle Möglichkeiten ausschöpfen, um festzustellen, was der wirklich beste therapeutische Ansatz ist. Vielleicht stellt sich heraus, dass für die eine Erkrankung die eine Methode und für ein anderes Leiden ein anderes Verfahren sinnvoll ist. Deshalb wäre es kontraproduktiv, die Forschung an embryonalen Stammzellen schon einzustellen.
Frage: Welche Anwendungsmöglichkeiten sehen Sie für Ihre umprogrammierten Zellen?
Wernig: Zunächst muss man einschränken, dass wir bisher nur Mauszellen umprogrammiert haben. Aber wir rechnen fest damit, dass das auch mit menschlichen Zellen klappt. Zum einen sind solche Nervenzellen sehr gut geeignet, um Krankheiten in der Kulturschale zu studieren.
Frage: Welche?
- Datum 03.02.2010 - 15:21 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Eines Tages haben die klugen Mediziner herausgefunden, wie der Mensch unsterblich wird. Das ist ganz toll, dann gibt es nämlich Überbevölkerung, Arbeit für immer, Krieg, Sinnlosigkeit. Bis dorthin nähert man sich dem gnazen mit kleinen Schritten. Eerst wird man hundert, dann hundertzwanzig. Ein wohl unumkehrbarer Prozess. Doch was wirklichängstigt, ist das Paradigma, dass man das nich kritisch sehen darf. Forschung ist bisweilen sehr kurzsichtig. Medizin sollte mehr Schmerzen lindern und Krankheiten lindern und weniger das Ziel haben, den Menschen unsterblich zu machen. Die Halbgötter in weiß sind nämlich keine Götter und sollten sich dem bewusst sein!
und zwar in aller mir möglichen Höflichkeit, ob Sie eigentlich völlig bescheuert oder einfach nur kurzsichtig sind.
Bei der Stammzellenforschung geht es nicht darum, den Menschen unsterblich zu machen, sondern, wie Sie sagen, Schmerzen und Krankheiten zu lindern. Ich würde gerne auf Bilder entsprechender Fälle verlinken, möchte dies aber aus Respekt vor den entsprechenden Personen aber lieber lassen und einfach die "Schmerzen" aufzählen, die durch Kulturen umgewandelter Zellen möglicherweise gelindert werden könnten:
- schwere Verbrennungen (Durch gezüchtete Hautzellen)
- Nervenkrankheiten aller Art
- Organversagen aller Art
- Krebsleiden
- uvm.
Dies sind teilweise Leiden, die mit grausamen Schmerzen verbunden sind. Wenn es eine leichte Hoffnung gibt, Menschen diese zu ersparen, dann ist Forschung in diese Richtung imperativ.
Sobald übrigens Mediziner Amputierte "heilen" können, werden sie Erfolg gehabt haben, wo sogar "Gott" (so es so etwas gibt) versagt hat. Dies soll nur zeigen, dass das Argument, man fühle sich wie Gott, sinnentleert ist.
@ Kommentar Nr. 3:
Dies ist kein Argument gegen die Forschung. Es ist nur Aufgabe der Wissenschaft, dafür zu sorgen, dass Technologie existiert, die gerechte Anwendung derselben ist Aufgabe der Gesellschaft.
und zwar in aller mir möglichen Höflichkeit, ob Sie eigentlich völlig bescheuert oder einfach nur kurzsichtig sind.
Bei der Stammzellenforschung geht es nicht darum, den Menschen unsterblich zu machen, sondern, wie Sie sagen, Schmerzen und Krankheiten zu lindern. Ich würde gerne auf Bilder entsprechender Fälle verlinken, möchte dies aber aus Respekt vor den entsprechenden Personen aber lieber lassen und einfach die "Schmerzen" aufzählen, die durch Kulturen umgewandelter Zellen möglicherweise gelindert werden könnten:
- schwere Verbrennungen (Durch gezüchtete Hautzellen)
- Nervenkrankheiten aller Art
- Organversagen aller Art
- Krebsleiden
- uvm.
Dies sind teilweise Leiden, die mit grausamen Schmerzen verbunden sind. Wenn es eine leichte Hoffnung gibt, Menschen diese zu ersparen, dann ist Forschung in diese Richtung imperativ.
Sobald übrigens Mediziner Amputierte "heilen" können, werden sie Erfolg gehabt haben, wo sogar "Gott" (so es so etwas gibt) versagt hat. Dies soll nur zeigen, dass das Argument, man fühle sich wie Gott, sinnentleert ist.
@ Kommentar Nr. 3:
Dies ist kein Argument gegen die Forschung. Es ist nur Aufgabe der Wissenschaft, dafür zu sorgen, dass Technologie existiert, die gerechte Anwendung derselben ist Aufgabe der Gesellschaft.
...kämpft dann immernoch für eine Rente mit 65 ;)
Otto normal bestimmt nicht, sondern die jenigen, die ja ihren Reichtum noch verprassen müssen. Forschung in Genetisch bedingte Krankheiten betreibt man auch nur in die Richtung, wo man Zahlungsfähige Abnehmer der Ergebnisse aus dieser Forschung hat und der Rest kann zum Teufel gehen .
...ist weder das ziel solcher forschungen, noch realistisch.ein ziemlich unsinniger kommentar, zu schreiben "Medizin sollte mehr Schmerzen lindern und Krankheiten lindern und weniger das Ziel haben, den Menschen unsterblich zu machen." 1.war das ziel dieser forschung nie das unsterblich machen, und sind 2. deiner meinung nach parkinson, alzheimer etc keine behandlungswerten krankheiten!? auch querschnittslähmungen könnten eines tages therapierbar sein, wenn man nervenzellen dazu bringt sich zu teilen. wo hätte man denn deiner meinung nach aufhören saollen zu forschen? als man rausgefunden hat, dass ein beinbruch einen nicht zwangsläufig umbringen oder zumindest zum krüppel machen muss wenn man ihn richtet?als die anästhesie erfunden war, und man ohne schmerzen operieren konnte? oder vielleicht auch erst nach der antisepsis, als dann nicht mehr über die hälfte der operierten an infektionen gestorben sind? ist das die ursache der arbeitslosigkeit, hätten wir da aufhören sollen? oder ist es vielleicht doch ganz gut, dass man jetzt auch ne grippe mal einfach wegstecken kann und nicht gleich dabei draufgeht? is das noch ok? vielleicht dann, als man anfing krebs zu therapieren? stimmt, warum leuten auch noch 10 jahre schenken die sonst jämmerlich verrecken würden? oder is das noch ok und kein problem für die arbeitslosigkeit?
...schlaganfälle kann man heute - wenn man rechtzeitig ne stroke unit erreicht mit recht guter wahrscheinlichkeit ohne folgeschäden überleben. würdest du lieber drauf verzichten und mit ner feinen halbseitenlähmung oder gleich tot enden? sollten rhesus negative mütter weiter ihr 2.kind verlieren oder is es ok,dass rausgefunden wurde wie man es verhindert? sollte man beatmung sein lassen - auch wenns mitunter nur für kurze dauer ist?
aber wenns jetzt schon an alzheimer und parkinson geht - die sollten doch gefälligst früh sterben und nich noch arbeitslos werden, oder wie?
ich denke,auch du gehst zum arzt wenn es dir schlecht geht. und willst wahrscheinlich nach neuesten standarts bestmöglich behandelt werden.
ich halt es für sehr bedenklich, ohne ahnung solche statements loszulassen. auch alle die mit dem schlagwort "klonen" gegen dna entschlüsselung und stammzellen protestieren, sollten sich doch vorher vielleicht mal informieren, worum es dabei eigentlich geht...
man kann keine schmerzen & krankheiten lindern,wenn man sie nicht versteht. und man versteht keine krankheiten, wenn man noch nichtmal den gesunden körper versteht. unsterblichkeit ist eine lächerliche vision die so nicht realisierbar ist - dazu müsste man alle zellen des körpers regelmäßig komplett ersetzen. obendrein sorgen wir außerdem durch kriege, rauchen, unsere ernährung, autofahren und was wir sonst nicht noch alles so machen dafür, dass unsterblichkeit wohl das kleinste problem der menschheit bleiben wird.
und zwar in aller mir möglichen Höflichkeit, ob Sie eigentlich völlig bescheuert oder einfach nur kurzsichtig sind.
Bei der Stammzellenforschung geht es nicht darum, den Menschen unsterblich zu machen, sondern, wie Sie sagen, Schmerzen und Krankheiten zu lindern. Ich würde gerne auf Bilder entsprechender Fälle verlinken, möchte dies aber aus Respekt vor den entsprechenden Personen aber lieber lassen und einfach die "Schmerzen" aufzählen, die durch Kulturen umgewandelter Zellen möglicherweise gelindert werden könnten:
- schwere Verbrennungen (Durch gezüchtete Hautzellen)
- Nervenkrankheiten aller Art
- Organversagen aller Art
- Krebsleiden
- uvm.
Dies sind teilweise Leiden, die mit grausamen Schmerzen verbunden sind. Wenn es eine leichte Hoffnung gibt, Menschen diese zu ersparen, dann ist Forschung in diese Richtung imperativ.
Sobald übrigens Mediziner Amputierte "heilen" können, werden sie Erfolg gehabt haben, wo sogar "Gott" (so es so etwas gibt) versagt hat. Dies soll nur zeigen, dass das Argument, man fühle sich wie Gott, sinnentleert ist.
@ Kommentar Nr. 3:
Dies ist kein Argument gegen die Forschung. Es ist nur Aufgabe der Wissenschaft, dafür zu sorgen, dass Technologie existiert, die gerechte Anwendung derselben ist Aufgabe der Gesellschaft.
Danke für ihren Kommentar. Ergänzend möchte ich dazu drei Trennlinien ziehen, die ich für mich immer sehe:
Forscher
Sie sind auf der ständigen Suche nach neuen Erkenntnissen. Diese Suche ist dem Menschen zu eigen, sie zu unterdrücken heißt die Natur des Menschen zu verleugnen.
Forschung ist dabei im Idealfall zweckfrei. Eine Gesellschaft wird sich aber überlegen müssen, wieviele Mittel sie hierfür zur Verfügung stellt, welche Forschungen besonders förderungswürdig sind.
Ingenieure
Der Ingenieur wird die Erkenntnis aus der Forschung nutzen, um bestimmte "Zustände" herzustellen, zu konstruieren. In diesem Sinne sind (etwas ungewohnt) Ärzte auch Ingenieure, denn sie sollen uns ja gesund machen.
Der Ingenieur wird sich in erster Linie mit der Machbarkeit beschäftigen und er wird auch Verantwortung für seine Ergebnisse übernehmen müssen.
Ethiker
Nicht alles was machbar ist, sollte man machen. Dies ist eine ethische Frage, die die Gesellschaft stellen und für sich beantworten muss. Dürfen befruchtete Eizellen bei der Stammstellenforschung "verbraucht" werden? Ob Unsterblichkeit ein zulässiges Ziel ist, gehört auch in diese Rubrik.
Konklusio:
Ich wehre mich mit Nachdruck gegen eine undifferenziert Wissenschaftsschelte. Nicht übersehen werden darf man aber, dass Forscher im obigen Sinne auch als Ingenieure auftreten und sich dieser Verantwortung stellen und sich ethischen Vorgaben einer Gesellschaft unterwerfen müssen.
Wahrscheinlich ist zumindest "niemand" in der Materie vertraut. Erstmal habe ich den Artikel verstanden und bin mir bewusst, dass mein Kommentar nicht linear zu diesem Artikel passt. Das hätte PGMN auch annehmen können. Die Fragen von Niemand sind natürlich nicht mit "ist mir doch egal" beantwortbar. Dennoch ist mein Kommentar alles andere als "unsinnig". Das Problem an der Medizin ist doch, dass sie ganz elementar und offensichtlich in ökosystemare Zusammenhänge eingreift. So erstrebenswert es für das Individuum auch erscheinen mag, jede Grippe, jede Lungenentzündung und jedes Augenleiden und bald wahrscheinlich jeden Krebs behandeln zu lassen, so komplex sind die Auswirkungen auf die Umwelt. Leztendlich ist es für graue Masse nicht unbedingt erstrebenswert, wenn alle immer älter werden. Von Unsterblichkeit zu sprechen wawr ein rhetorisches Mittel. PGMN, Dein Schlusssatz ist natürlich etwas naiv. Ich kenne keine Forschung bei der die Ethik (was auch immer das heißen mag) vor den möglichen Gewinn/Vorteil gestellt wurde. Außerdem bezweifle ich, dass eben das die Aufgabe der Forschung ist. Seisdrum. Weißt Du, Niemand, das sehr erschreckende ist doch, dass in der Ausbildung underer Mediziner eine gewisse Arroganz gegenüber dem Tod und dem Leid mitschwingt. Weiß gut, ich habe mich auch schon operieren lassen und ich wäre jetzt auch schon Tod ohne die Medizin. Mir geht es um eine faire Diskussion. Es gibt eben auch ein KONTRA! Danke für Euren Input - bleibt höflich!
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