Kriminalität Mit Mathematik Verbrechen bekämpfen
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 Allerdings steckt das Modell noch in den Kinderschuhen

Das Modell steckt noch in den Kinderschuhen. Zwar testeten die Forscher ihre Simulation, in dem sie sie auf ein 18 Quadratkilometer großes Gebiet im San Fernando Valley in Los Angeles übertrugen. Jedes Jahr wird hier rund 2500 Mal eingebrochen, sagt Bertozzi, "hier stecken also genug statistische Daten, um Verbrechen zu simulieren". Und tatsächlich entdeckten die Forscher klare Übereinstimmungen zwischen dem Modell und der tatsächlichen Ballung von Einbrüchen.

Die Wissenschaftler hoffen, mit verbesserten Simulationen Verbrechen verhindern zu können. "Unsere Forschung ist Teil der Predictive-Policing-Strategie, die das Nationale Justizinstitut der USA derzeit vorantreibt", sagt der Sozialforscher Brantingham. Allerdings ist diese "voraussagende Polizeiarbeit" umstritten, da bei solchen Methoden die Gefahr besteht, dass Unschuldige verdächtigt und Menschen in ärmeren Stadtteilen vorauseilend kriminalisiert werden.

Mit den Verhältnissen, die in dem Steven-Spielberg-Film Minority Report, gezeigt werden, habe diese Nutzung der Forschung zur Kriminalitätsbekämpfung aber nichts zu tun, meint der Kriminologe George Tita von der Universität von Kalifornien, der ebenfalls an der Studie beteiligt war. "Im Film konnte man vorhersagen, wer eine Straftat begehen wird und diese Person vorher festnehmen", sagt Tita. Predictive Policing sei etwas anderes: "Es geht nicht um das Verhalten einzelner, sondern darum, wie sich Verbrechen räumlich und zeitlich häufen."

Anwendbar sei das Modell auf alle Großstädte, in denen sich Verbrechen häufen, denn "das grundlegende Verhalten von Straftätern ähnelt sich und ist allgemein gültig", sagt Brantingham. Der Ansatz hat nach Auffassung der Wissenschaftler sogar das Potenzial, Anschläge von Aufständischen etwa im Irak zu simulieren. Dazu bräuchte man allerdings viel mehr Daten und müsste die besonderen Umstände in Städten wie Bagdad berücksichtigen.

Den Polizisten in Los Angeles könnten ihre Arbeit künftig auf die Gebiete konzentrieren, in denen besonders viele Verbrechen stattfinden und erkennen, wann und wohin sich Brennpunkte verlagern. "Unser Modell ist der erste kleine Schritt auf dem Weg dahin", sagt der Soziologe.

 
Leser-Kommentare
  1. na, wie so vieles an Einsicht und Erneuerung kommt oft zu erst aus den USA. Bin doch erstaunt was alles möglich ist mit der Mathematik.
    Mal ehrlich wäre es nicht besser vorzusorgen bei einer vernüftigen Kindeserziehung abgenabelt vom Vollkapitalismus.

    Doch die Welt ist so wie sie ist. Ist die Kugel einmal aus dem Lauf nutzt kein Jammern - Vorsorge ist angesagt.

    Die mathematischen Modellen gefüttert mit Milliarden von Daten bringen so manches trübes ans Tageslicht.

  2. "auch unterschiedliche Annahmen zu sozioökonomischen Verhältnissen der Bevölkerung werden nicht berücksichtigt"

    Ist nicht gerade das ein immens wichtiger Faktor bei Entstehung von Verbrechen? Wird das Ergebnis durch weglassen von solch wichtigen Einflussfaktoren nicht so verfälscht oder verallgemeinert das man auch ohne mathematisches Modell zum gleichen Ergebnis kommt?
    Hört sich noch nach viel Arbeit für die Mathematiker an.

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    dass das Modell noch in den Kinderschuhen steckt. Vielleicht sind die sozio-ökonomischen Faktoren noch nicht in dem Modell erhalten, weil es schlichtweg sehr schwierig ist geschlossen all diese Daten zu bekommen... Zumal sich die Situationen ggf ändern können und man ständig mit sehr großen Datenmengen "updates" fahren müsste. Das würde aber immer wieder neue Erhebungen nach sich ziehen...

    Zumal mir mal ein Mathematiker erzählt hat, man arbeite nicht nur mit einem Modell nach dem Motto: this is master and we do nothing else...

    Auch die psychlogischen Aspekte müssen bei solchen Modellen berücksichtigt werden.

    Entweder ist unzureichend über mehrere Modelle berichtet worden oder die Polizei will nur das eine Modell, da es in ihrer Software abgebildet wird (sprich eine Software dafür geschrieben ist oder die Datenbank bereits gepflegt wird) Dann darf sie sich aber nicht über "Ungenauigkeiten" unter nicht Berücksichtigung von sozio-ökonomischen, sowie psychologischen Faktoren, beklagen.

    Mit den besten Grüßen E.

    dass das Modell noch in den Kinderschuhen steckt. Vielleicht sind die sozio-ökonomischen Faktoren noch nicht in dem Modell erhalten, weil es schlichtweg sehr schwierig ist geschlossen all diese Daten zu bekommen... Zumal sich die Situationen ggf ändern können und man ständig mit sehr großen Datenmengen "updates" fahren müsste. Das würde aber immer wieder neue Erhebungen nach sich ziehen...

    Zumal mir mal ein Mathematiker erzählt hat, man arbeite nicht nur mit einem Modell nach dem Motto: this is master and we do nothing else...

    Auch die psychlogischen Aspekte müssen bei solchen Modellen berücksichtigt werden.

    Entweder ist unzureichend über mehrere Modelle berichtet worden oder die Polizei will nur das eine Modell, da es in ihrer Software abgebildet wird (sprich eine Software dafür geschrieben ist oder die Datenbank bereits gepflegt wird) Dann darf sie sich aber nicht über "Ungenauigkeiten" unter nicht Berücksichtigung von sozio-ökonomischen, sowie psychologischen Faktoren, beklagen.

    Mit den besten Grüßen E.

  3. dass das Modell noch in den Kinderschuhen steckt. Vielleicht sind die sozio-ökonomischen Faktoren noch nicht in dem Modell erhalten, weil es schlichtweg sehr schwierig ist geschlossen all diese Daten zu bekommen... Zumal sich die Situationen ggf ändern können und man ständig mit sehr großen Datenmengen "updates" fahren müsste. Das würde aber immer wieder neue Erhebungen nach sich ziehen...

    Zumal mir mal ein Mathematiker erzählt hat, man arbeite nicht nur mit einem Modell nach dem Motto: this is master and we do nothing else...

    Auch die psychlogischen Aspekte müssen bei solchen Modellen berücksichtigt werden.

    Entweder ist unzureichend über mehrere Modelle berichtet worden oder die Polizei will nur das eine Modell, da es in ihrer Software abgebildet wird (sprich eine Software dafür geschrieben ist oder die Datenbank bereits gepflegt wird) Dann darf sie sich aber nicht über "Ungenauigkeiten" unter nicht Berücksichtigung von sozio-ökonomischen, sowie psychologischen Faktoren, beklagen.

    Mit den besten Grüßen E.

    Antwort auf "Mmmhhh...."

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