Studentenleben Ich brauche GeldSeite 3/3

Natürlich ist das eine idealisierte Sicht. Aber auch Professoren merkt man eine sehnsüchtige Freude an, wenn sie erzählen, welche Wissenswerte sie vermitteln konnten, bevor das Bachelorsystem eingeführt wurde. Da entsteht doch das Gefühl, man bekäme etwas vorenthalten.

Und ich sitze hier im Unterricht und höre mir etwas über Typografie und Automaten an. Der Raum ist voll. Keiner streikt. Vielleicht machen Informatiker so was nicht. Zumindest nicht die in meinem Jahrgang. Mich selbst hat der Schrecken vor einem weiteren Semester schon so weit korrumpiert, dass ich tatsächlich in der Vorlesung sitze, anstatt Räume zu besetzen, aus Angst, zu viel Stoff zu verpassen. Und dabei höre ich nicht einmal zu, sondern schreibe diesen Text. Irgendwann war ich anders, und ich muss aufpassen, das Interesse an meinem Fach nicht zu verlieren in dem Sammelsurium aus Ängsten, Lockungen, Drohungen, Versprechen und Bafög-Anträgen.

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Ich nehme mir vor, etwas zu ändern. Zumindest an mir. Spätestens morgen. Heute Abend erwarte ich noch Antworten von den Unternehmen, bei denen ich mich den Tag über beworben habe. Ich hoffe, der Sandwichladen sagt zu.

Gregor Keller (25) studiert im 5. Semester Medieninformatik an der Beuth-Hochschule für Technik Berlin (vormals Technische Fachhochschule).

 
Leser-Kommentare
  1. Ich studiere ebenfalls Medieninformatik im 5. Semesterv und ich kann ihn sowas von nachvollziehen. Ich muss zwar nebenher nicht arbeiten (zum Glück), aber die Motivation im Studium ist trotzdem im Eimer. Eigentlich ist das alles sehr interessant, aber die Art, wie es vermittelt - oder eher: nicht vermittelt wird, ist schon deprimierend.

    KLAR würde man gerne zusätzliche Praktika, Open Source, Projekte, Uni-Job etc. machen, aber WANN BITTE? In Wochenarbeitszeitstunde 70-80? Und wann schläft man dann?

  2. Ich finde die heutigen Studienbedingungen haben nichts mehr mit dem Wesen des Studiums zu tun. Dabei ist mein Studium noch gar nicht solange her. (gerade mal 3 Jahre) Studium hat sicherlich auch etwas mit dem Aneignen von Wissen zu tun. Aber meiner Meinung nach sollte man auch Erfahrungen sammeln können, die abseits des Lernpensums liegen. Und damit meine ich nicht, wie man ein Sandwich belegt. Nein. Es geht auch darum seinen Weg zu finden. Ich frage mich, ob bei den Bedingungen wie sie heute herrschen überhaupt noch die Möglichkeit besteht auch mal an seiner Studienwahl zu zweifeln. Es erscheint eher so, dass die Studenten nur noch darauf getrimmt werden Punkte zu sammeln. Die Regelstudienzeit muss unbedingt eingehalten werden, sonst gibt es abzügen. Die Prüfung muss innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgelegt werden, sonst darf man sie gar nicht ablegen. So bemerken die Studenten aber erst nach Abschluss des Studiums, dass es möglicherweise doch nicht das richtige war. Dann ist aber schon zu spät. Dann hängt man schon in einem Job, den man eigentlich nicht mag. Für den Rest seines Lebens. Nach meinen Zweifeln, mit denen ich mich durchaus 1 bis 2 Semestern auseinander gesetzt habe (darunter hat natürlich das Studium gelitten) war ich umso überzeugter, dass ich die richtige Wahl getroffen habe. Und das Gefühl habe ich immernoch. Mir tun die heutigen Studenten leid.

  3. Glücklicherweise bin ich davon nicht betroffen und kann noch die Vorteile des Diplom Studium geniessen. Die Bachelor Studenten sind zu bedauern. Meine Freundin absolviert momentan ihren Master (Lehramt). Was dort von den Studenten abverlangt wird ist unnormal. Pro Semsester mind. 5 Prüfungen, etliche Hausarbeiten, Referate, Übungsserien. Es bleibt kaum Zeit neben dem Studium noch andere Aktivitäten zu verfolgen. Wenn man die Regelstudienzeit einhalten möchte und vernüftige Leistungen abliefern will, ist arbeiten nebenher völlig unmöglich. So musste meine Freundin einen Studienkredit aufnehmen und ist mittlerweile mit 25000€ bei der Kfw verschuldet. Am Ende werden es fast 35Tsd sein, Zinsen nicht mit eingerechnet. Da macht der Berufseinstieg spass, wenn man die ersten Jahre nur für die Bank arbeitet.

  4. Und wieder mal ein gut geschriebener Artikel in der Zeit.
    Zu hoffen bleibt, dass dieser von den Politikern, die etwas in dem Bereich gelesen wird und sie wenigstens von diesem Artikel endlich einmal zum DENKEN angeregt werden...
    Mir wird schon beinahe schlecht wenn ich daran denke, dass ich auch bald nen Bachelor Studium anfange... eig ist dies Schon ein Armutszeugniss für die "Bildungsrepublik" Deutschland
    Also ich kann jeden verstehen der wenn es Irgendwie möglich ist, dieser Bananenrepublik in Bildung, den Rücken kehrt.

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    Außerhalb dieser "Bananenrepublik" sind allerdings meist deutlich höhere Studiengebühren üblich. Bezahlbarer (und darum ging es in dem Artikel ja hauptsächlich) als in D ist das Studium nur in wenigen Ländern.

    Ich finde man darf die Studenten ruhig ein wenig an den Kosten des Studiums beteiligen. Bildungskredite sollten allerdings weit verfügbar gemacht werden und dürfen auch kein Tabu sein. Es ist doch wohl vernünftiger ein paar Schulden zu machen, früher im Job zu sein und damit hoffentlich auch früher gut zu verdienen, als mehrere Semester für 400 Euro zu jobben. In den USA sind 6stellige Studiendarlehen keine Seltenheit - obwohl das natürlich wiederum völlig überzogen ist (ich würde D und USA mal als zwei gegensätzliche Extreme bezeichnen).

    Zur Umstellung auf den Bachelor kann ich nicht viel sagen. Allerdings habe ich schon bemerkt das die Studenten bei uns an der Uni deutlich eingespannter sind als wir es waren - ob das immer gut ist wag ich auch zu bezweifeln.

    Außerhalb dieser "Bananenrepublik" sind allerdings meist deutlich höhere Studiengebühren üblich. Bezahlbarer (und darum ging es in dem Artikel ja hauptsächlich) als in D ist das Studium nur in wenigen Ländern.

    Ich finde man darf die Studenten ruhig ein wenig an den Kosten des Studiums beteiligen. Bildungskredite sollten allerdings weit verfügbar gemacht werden und dürfen auch kein Tabu sein. Es ist doch wohl vernünftiger ein paar Schulden zu machen, früher im Job zu sein und damit hoffentlich auch früher gut zu verdienen, als mehrere Semester für 400 Euro zu jobben. In den USA sind 6stellige Studiendarlehen keine Seltenheit - obwohl das natürlich wiederum völlig überzogen ist (ich würde D und USA mal als zwei gegensätzliche Extreme bezeichnen).

    Zur Umstellung auf den Bachelor kann ich nicht viel sagen. Allerdings habe ich schon bemerkt das die Studenten bei uns an der Uni deutlich eingespannter sind als wir es waren - ob das immer gut ist wag ich auch zu bezweifeln.

  5. Außerhalb dieser "Bananenrepublik" sind allerdings meist deutlich höhere Studiengebühren üblich. Bezahlbarer (und darum ging es in dem Artikel ja hauptsächlich) als in D ist das Studium nur in wenigen Ländern.

    Ich finde man darf die Studenten ruhig ein wenig an den Kosten des Studiums beteiligen. Bildungskredite sollten allerdings weit verfügbar gemacht werden und dürfen auch kein Tabu sein. Es ist doch wohl vernünftiger ein paar Schulden zu machen, früher im Job zu sein und damit hoffentlich auch früher gut zu verdienen, als mehrere Semester für 400 Euro zu jobben. In den USA sind 6stellige Studiendarlehen keine Seltenheit - obwohl das natürlich wiederum völlig überzogen ist (ich würde D und USA mal als zwei gegensätzliche Extreme bezeichnen).

    Zur Umstellung auf den Bachelor kann ich nicht viel sagen. Allerdings habe ich schon bemerkt das die Studenten bei uns an der Uni deutlich eingespannter sind als wir es waren - ob das immer gut ist wag ich auch zu bezweifeln.

    Antwort auf "Sehr guter Artikel"
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    ja, aber nicht während des Studiums.. Ich finde es gerechter, das nach dem Studium zu machen, vielleicht über eine Art Steuer. Wer ein Studium abschließt, verdient doch nachher im Schnitt besser, als jemand, der keine akademische Laufbahn durchlaufen hat. Im Studium ist man nun mal finanziell klamm, da noch an die Geldbörse ranzuwollen finde ich falsch. Aber später, wenn man Geld verdient, wäre ich durchaus auch bereit, meinen Teil zu leisten..

    Dem Autor kann ich nur Zustimmen, das Studieren auf Bachelor/Master ist wesentlich anstrengender und stressiger geworden. In meinem Semester gab es schon diverse Nervenzusammenbrüche aufgrund der abverlangten Leistung, die das Studieren zur Tortur machen, da man nur für eine Klausur lernt, und nicht für das Wissen als solches.

    Was jedoch meinen Vorkommentator betrifft, so weiß ich nicht genau, ob er sich der Lage bewusst ist, in der wir bzw die Welt stecken: So was wie Wirtschaftskrise etc?!?

    Und dann soll man auch noch einen Kredit aufnehmen, MIT Schulden ins Leben starten?
    Das halte ich für völlig verfehlt und sollte eher als absolute Ausnahme angenommen werden, aber es ist mittlerweile die Regel geworden. Ich glaube, ich habe noch nie gehört, dass es "vernünftig" sei, Schulden zu machen. Da fehlen mir fast die Worte.

    Zudem die USA als Beispiel anzuführen erscheint mir dann doch unangemessen, da dieses Land ganz andere Strukturen aufweist und deren System seit jeher sich vom deutschen unterschieden hat.

    • Pencil
    • 10.03.2010 um 10:38 Uhr

    Also ich finde es übertrieben, dass alle immer Jammern. In der Klausurphase muss man natürlich lernen und das meist auswendig, da bleibt dann keine Zeit mehr für Verständnis. Das Verstehen des Stoffes sollte auch in der Vorlesungszeit geschehen. Das dies (teilweise) nicht realisierbar ist, wegen Bafög, da kenne ich auch einige Fälle, doch im "Notfall" gibt es immer noch einen Studentenkredit, das sehe ich genau so wie mein Vorgänger. Ich denke ein Kredit lohnt sich da mehr als das Studium abzubrechen. Das Studium abzubrechen ist im Vergleich dazu (ausser, wenn einen der Studiengang nicht gefällt, darüber rede ich aber nicht, weil man wechseln kann) eine sehr kurzfristige Denkweise, die doch sonst gerade den Leuten angelastet werden, die im Business-Bereich arbeiten und nicht denjenigen, die gerade kein Studium abgeschlossen haben.

    Ich selbst habe zuerst übrigens Bafög erhalten und dann nach drei Jahren (ja ich weiß, das ist lang, aber so lange habe ich scheinbar gebraucht) das Studium gewechselt und erhalte nun kein Bafög mehr, das heißt aber nicht, dass ich nicht studiere. Zu der Zeit habe ich übrigens auch schon auf Bachelor studiert.

    ja, aber nicht während des Studiums.. Ich finde es gerechter, das nach dem Studium zu machen, vielleicht über eine Art Steuer. Wer ein Studium abschließt, verdient doch nachher im Schnitt besser, als jemand, der keine akademische Laufbahn durchlaufen hat. Im Studium ist man nun mal finanziell klamm, da noch an die Geldbörse ranzuwollen finde ich falsch. Aber später, wenn man Geld verdient, wäre ich durchaus auch bereit, meinen Teil zu leisten..

    Dem Autor kann ich nur Zustimmen, das Studieren auf Bachelor/Master ist wesentlich anstrengender und stressiger geworden. In meinem Semester gab es schon diverse Nervenzusammenbrüche aufgrund der abverlangten Leistung, die das Studieren zur Tortur machen, da man nur für eine Klausur lernt, und nicht für das Wissen als solches.

    Was jedoch meinen Vorkommentator betrifft, so weiß ich nicht genau, ob er sich der Lage bewusst ist, in der wir bzw die Welt stecken: So was wie Wirtschaftskrise etc?!?

    Und dann soll man auch noch einen Kredit aufnehmen, MIT Schulden ins Leben starten?
    Das halte ich für völlig verfehlt und sollte eher als absolute Ausnahme angenommen werden, aber es ist mittlerweile die Regel geworden. Ich glaube, ich habe noch nie gehört, dass es "vernünftig" sei, Schulden zu machen. Da fehlen mir fast die Worte.

    Zudem die USA als Beispiel anzuführen erscheint mir dann doch unangemessen, da dieses Land ganz andere Strukturen aufweist und deren System seit jeher sich vom deutschen unterschieden hat.

    • Pencil
    • 10.03.2010 um 10:38 Uhr

    Also ich finde es übertrieben, dass alle immer Jammern. In der Klausurphase muss man natürlich lernen und das meist auswendig, da bleibt dann keine Zeit mehr für Verständnis. Das Verstehen des Stoffes sollte auch in der Vorlesungszeit geschehen. Das dies (teilweise) nicht realisierbar ist, wegen Bafög, da kenne ich auch einige Fälle, doch im "Notfall" gibt es immer noch einen Studentenkredit, das sehe ich genau so wie mein Vorgänger. Ich denke ein Kredit lohnt sich da mehr als das Studium abzubrechen. Das Studium abzubrechen ist im Vergleich dazu (ausser, wenn einen der Studiengang nicht gefällt, darüber rede ich aber nicht, weil man wechseln kann) eine sehr kurzfristige Denkweise, die doch sonst gerade den Leuten angelastet werden, die im Business-Bereich arbeiten und nicht denjenigen, die gerade kein Studium abgeschlossen haben.

    Ich selbst habe zuerst übrigens Bafög erhalten und dann nach drei Jahren (ja ich weiß, das ist lang, aber so lange habe ich scheinbar gebraucht) das Studium gewechselt und erhalte nun kein Bafög mehr, das heißt aber nicht, dass ich nicht studiere. Zu der Zeit habe ich übrigens auch schon auf Bachelor studiert.

  6. ja, aber nicht während des Studiums.. Ich finde es gerechter, das nach dem Studium zu machen, vielleicht über eine Art Steuer. Wer ein Studium abschließt, verdient doch nachher im Schnitt besser, als jemand, der keine akademische Laufbahn durchlaufen hat. Im Studium ist man nun mal finanziell klamm, da noch an die Geldbörse ranzuwollen finde ich falsch. Aber später, wenn man Geld verdient, wäre ich durchaus auch bereit, meinen Teil zu leisten..

  7. Dem Autor kann ich nur Zustimmen, das Studieren auf Bachelor/Master ist wesentlich anstrengender und stressiger geworden. In meinem Semester gab es schon diverse Nervenzusammenbrüche aufgrund der abverlangten Leistung, die das Studieren zur Tortur machen, da man nur für eine Klausur lernt, und nicht für das Wissen als solches.

    Was jedoch meinen Vorkommentator betrifft, so weiß ich nicht genau, ob er sich der Lage bewusst ist, in der wir bzw die Welt stecken: So was wie Wirtschaftskrise etc?!?

    Und dann soll man auch noch einen Kredit aufnehmen, MIT Schulden ins Leben starten?
    Das halte ich für völlig verfehlt und sollte eher als absolute Ausnahme angenommen werden, aber es ist mittlerweile die Regel geworden. Ich glaube, ich habe noch nie gehört, dass es "vernünftig" sei, Schulden zu machen. Da fehlen mir fast die Worte.

    Zudem die USA als Beispiel anzuführen erscheint mir dann doch unangemessen, da dieses Land ganz andere Strukturen aufweist und deren System seit jeher sich vom deutschen unterschieden hat.

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    Natürlich müssen bei Bildungskrediten Regelungen gefunden werden, dass diese sozialverträglich abgezahlt werden können (ähnlich wie beim Bafög und auch beim Bildungskredit der KfW). Die Mehrzahl der Akademiker wird aber aller Voraussicht nach in der Lage sein den Kredit zu bezahlen. Wirtschaftskrise hin oder her, die Akademikerarbeitslosigkeit ist immer noch recht niedrig (und wird sich in den nächsten Jahren sicher noch weiter erholen).

    "Ich glaube, ich habe noch nie gehört, dass es "vernünftig" sei, Schulden zu machen."

    Natürlich kann es vernünftig sein sich zu verschulden. Nämlich dann wenn dadurch z.B. eine Investition in die Zukunft getätigt wird die sich später auszahlt. Bildung zum Beispiel.

    Jeder freut sich nichts zahlen zu müssen. Warum aber der Maurer dein Studium finanzieren soll, damit du dann später mal mehr verdienst als er, ist mir schleierhaft. Ich bin extrem dafür das jedem die finanzielle Möglichkeit zum Studieren offen stehen sollte (ohne Angst vor der Zukunft haben zu müssen). An den Kosten darf man sich dann aber nach Möglichkeit schon beteiligen.

    Und zu AlexB1985: Bildungskredite werden doch nach dem Studium abbezahlt. Sind doch wie eine nachträgliche Steuer - nur mit dem Unterschied das die Raten von denen bezahlt werden, die die Leistung in Anspruch genommen haben (und in deren Höhe Zinsen natürlich).

    Natürlich müssen bei Bildungskrediten Regelungen gefunden werden, dass diese sozialverträglich abgezahlt werden können (ähnlich wie beim Bafög und auch beim Bildungskredit der KfW). Die Mehrzahl der Akademiker wird aber aller Voraussicht nach in der Lage sein den Kredit zu bezahlen. Wirtschaftskrise hin oder her, die Akademikerarbeitslosigkeit ist immer noch recht niedrig (und wird sich in den nächsten Jahren sicher noch weiter erholen).

    "Ich glaube, ich habe noch nie gehört, dass es "vernünftig" sei, Schulden zu machen."

    Natürlich kann es vernünftig sein sich zu verschulden. Nämlich dann wenn dadurch z.B. eine Investition in die Zukunft getätigt wird die sich später auszahlt. Bildung zum Beispiel.

    Jeder freut sich nichts zahlen zu müssen. Warum aber der Maurer dein Studium finanzieren soll, damit du dann später mal mehr verdienst als er, ist mir schleierhaft. Ich bin extrem dafür das jedem die finanzielle Möglichkeit zum Studieren offen stehen sollte (ohne Angst vor der Zukunft haben zu müssen). An den Kosten darf man sich dann aber nach Möglichkeit schon beteiligen.

    Und zu AlexB1985: Bildungskredite werden doch nach dem Studium abbezahlt. Sind doch wie eine nachträgliche Steuer - nur mit dem Unterschied das die Raten von denen bezahlt werden, die die Leistung in Anspruch genommen haben (und in deren Höhe Zinsen natürlich).

  8. wäre dem Herren geholfen,, wenn er Diplom machen würde? Nö, denn er würde drei Semester länger studieren, immer noch ohne Bafög. Er müsste also trotzdem nebenbei arbeiten und zwar 1,5 Jahre oder noch länger. Und ich finde immer noch, das ist Jammern auf hohem Niveau. In zehn Jahren wird er vermutlich auf der anderen Seite des Tisches sitzen und einem Studenten, der verzweifelt nach einem Nebenjob sucht sagen, er möge doch ein unentgeltliches Praktikum... So sind sie unsere Akademis, jammern, wenn sie unten sind, treten, wenn sie oben sind.

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