US-Wissenschaftskonferenz AAAS Forschung trifft Gesellschaft
In den USA beginnt die weltgrößte Wissenschaftstagung mit dem Versuch, das Vertrauen in Forschung und die sachliche Vermittlung von Wissenschaft zu retten. Sven Stockrahm berichtet aus San Diego.
© Sven Stockrahm

Wissenschaftsstadt für fünf Tage: In San Diego treffen sich die führenden amerikanischen Forscher und einige ihrer internationalen Kollegen
Draußen vor dem Kongresszentrum, direkt an der Bucht von San Diego gelegen, herrscht Alltag. Bei Temperaturen um die 20 Grad Celsius, typisch für den milden Winter hier an Kaliforniens Küste, sind die ersten Spaziergänger unterwegs. Hier und da blinzelt einer der vielen Obdachlosen der Stadt in die Sonne und bittet um ein paar Dollar.
Kaum einer hier weiß, dass sich hinter der Promenade im verglasten Betonbau ab heute die führenden Forscher der Vereinigten Staaten treffen, sowie Wissenschaftler und Pressevertreter aus der ganzen Welt. Die amerikanische Wissenschaftsorganisation AAAS (American Association for the Advancement of Science) hat zu ihrem Jahrestreffen geladen.
Unter der Sonne Kaliforniens steht ein breites Programm für die rund 8000 Wissenschaftler auf dem größten und ältesten Forschertreffen der Welt parat. Eines der Themen auf der Konferenz wird die personalisierte Medizin sein. Das Ziel dieses Forschungszweigs ist es unter anderem, Medikamente auf die individuellen Bedürfnisse eines Patienten abzustimmen. Krankheiten werden dabei nicht nur auf Symptom-Ebene, sondern bereits anhand des Erbgutes des Patienten analysiert. Weitere Vorträge widmen sich dem Artenschutz, der Klimadebatte sowie der Zukunft der Stammzellforschung.
"Das Treffen der AAAS bietet auch eine Momentaufnahme der amerikanischen Forschungspolitik zu diesem sehr speziellen Zeitpunkt in der Geschichte", sagt James Cornell, Präsident der internationalen Vereinigung für Wissenschaftsjournalisten. "Die Obama-Regierung muss derzeit die Versäumnisse ihrer Vorgänger was die Forschungspolitik anbelangt in den Griff bekommen." Das der amerikanische Präsident die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung verstehe, habe er jüngst auch in seiner Rede zur Lage der Nation gezeigt. Hier erwähnte Obama erstmals Länder, die in Bildung und grüner Technologie den USA davonzulaufen drohen, darunter Deutschland, China und Japan.
Diskussionen wird es auch über Obamas Pläne, was die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrifft, geben. Zwar strich er das komplette Budget für das Constellation-Programm, das eine bemannte Mondmission bis 2020 vorsah, doch die Ausgaben etwa für medizinische Forschung sind deutlich gestiegen.
Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet "Bridging Science and Society" und ist vermutlich eher als wohlklingende Phrase entstanden, angelehnt an die imposante bis zu 60 Meter hohe Coronado Bay Bridge, die Downtown San Diego mit der Halbinsel Coronado verbindet.
- Datum 18.02.2010 - 11:54 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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"Doch auch Panikmeldungen etwa über Medizinmythen haben im Internet auf dubiosen Seiten Hochkonjunktur und lassen Laien an wissenschaftlichen Ergebnissen zweifeln."
Dem kann ich nur zustimmen, überall wird man von Pseudowissenschaftlichen Seiten verfolgt - z.B. in den Google-Anzeigen unter Zeit Artikeln:
http://www.aqua-lyros.de/
Zitat von der Seite:
"Der weit überwiegende Anteil der Menschen in Mitteleuropa scheint gegenwärtig zu glauben, dass die Wissenschaft in allen Bereichen heutzutage gewaltige Fortschritte mache....Die tragenden Säulen unserer Arbeit und auch der AQUA-LYROS Technologie sind unsere Demut und Achtung vor dem Lebewesen Wasser, einige Grundprinzipien der mittelalterlichen Alchemie und die tausende von Jahren alte "Heilige Geometrie"."
Der link stand 20 Zeilen unter dem zitierten Satz....
....unerhörte Inzidenz pseudowissenschaftlicher Artikel und Berichte auf meinem Gebiet in Zeitungen und anderen Medien. Das ist umso gravierender, als die Volkswirtschaftslehre und politische Wissenschaften ziemlich zentral sind für den politischen Prozess einer Demokratie. Wenn die Wähler ihre Kenntnisse aus diesen Quellen schöpfen, so kann man nicht erwarten, dass die Politik der Gesamtgesellschaft besonders rational sein wird.
....unerhörte Inzidenz pseudowissenschaftlicher Artikel und Berichte auf meinem Gebiet in Zeitungen und anderen Medien. Das ist umso gravierender, als die Volkswirtschaftslehre und politische Wissenschaften ziemlich zentral sind für den politischen Prozess einer Demokratie. Wenn die Wähler ihre Kenntnisse aus diesen Quellen schöpfen, so kann man nicht erwarten, dass die Politik der Gesamtgesellschaft besonders rational sein wird.
....unerhörte Inzidenz pseudowissenschaftlicher Artikel und Berichte auf meinem Gebiet in Zeitungen und anderen Medien. Das ist umso gravierender, als die Volkswirtschaftslehre und politische Wissenschaften ziemlich zentral sind für den politischen Prozess einer Demokratie. Wenn die Wähler ihre Kenntnisse aus diesen Quellen schöpfen, so kann man nicht erwarten, dass die Politik der Gesamtgesellschaft besonders rational sein wird.
Ich habe keine Kenntnisse über die wahren Hintergründe dieser Konferenz, doch die im Artikel dargelegten Äußerungen haben meine vollste Unterstützung!
Freiheit!
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