Ernährung Wie unser Appetit seit Jesus wächst

"Das letzte Abendmahl" verrät: Die Menschheit isst mehr. Wissenschaftler haben Gemälde aus zehn Jahrhunderten verglichen.

"Das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci, entstanden zwischen 1495 und 1498

"Das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci, entstanden zwischen 1495 und 1498

Seit 1000 Jahren wachsen die Portionen, die Meister wie Leonardo da Vinci in ihren Gemälden festgehalten haben. Das haben amerikanische Forscher beim Vergleich von 50 Gemälden festgestellt, die Das letzte Abendmahl von Jesus und seinen Jüngern zeigen. Die Untersuchung der Brüder Brian und Craig Wansink wurde vom International Journal of Obesity präsentiert, einem Fachmagazin zum Thema Fettsucht.

Die Forscher hatten das Abendmahl gewählt, weil es im vergangenen Jahrtausend häufiger als irgendein anderes Motiv mit gedecktem Tisch abgebildet wurde. Mit einem computergesteuerten Messprogramm verglichen die Wissenschaftler die Größe der Teller, der darauf servierten Portionen und des dazu gebrochenen Brotes. Um die Daten maßstabsgerecht zu erfassen, setzten die Wissenschaftler sie ins Verhältnis zur jeweiligen Kopfgröße der Jünger.

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Das Ergebnis: Die Größe der Teller nahm auf den Darstellungen zwischen dem 11. und dem 21. Jahrhundert um 66 Prozent zu, die der Portionen sogar um 69 Prozent und das der Brotlaibe um 23 Prozent. Wenn Kunst das Leben zur Zeit ihrer Meister reflektiere, schreiben die Wansinks, langen westliche Gesellschaften bei Tisch schon seit Langem mehr und mehr zu.

Brian Wansink gehört dem Institut für Angewandte Wirtschafts- und Managementwissenschaften der Cornell Universität in Ithaca (US-Bundesstaat New York) an. Craig Wansink ist Religionswissenschaftler am Virginia Wesleyan College in Norfolk (Virginia).

 
Leser-Kommentare
    • Timo K
    • 23.03.2010 um 16:28 Uhr

    Nachher finden die sogar noch raus, dass die Menschen größe geworden sind seit dem letzten Abendmahl.
    Manche Forschungsergebnisse behielte man besser unter verschluss, sonst fragt nachher noch einer was die Art von Geldverschwendung und Beschäftigungstherapie soll.

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    Ich für meinen Teil brauche keine solche Studie um zu wissen, dass die Menschen im Mittelalter weniger zu essen hatten als wir heute...
    Zumal diese Erkenntnis auf anderen Wegen sehr viel sicherer belegt werden kann. (zB Analyse von Knochen)

    • Timo K
    • 23.03.2010 um 17:19 Uhr

    stellt sich noch die Frage, wie viele Gänge aufgefahren werden.
    Wenn heutzutage Spitzenküche gemalt wird, sind die Portionen bestimmt wieder kleiner.

    ...kann man ja von Glück sagen, dass es die Forschungsfreiheit gibt, welche nicht durch Ihre Ignoranz begrenzt wird.

    Ich für meinen Teil brauche keine solche Studie um zu wissen, dass die Menschen im Mittelalter weniger zu essen hatten als wir heute...
    Zumal diese Erkenntnis auf anderen Wegen sehr viel sicherer belegt werden kann. (zB Analyse von Knochen)

    • Timo K
    • 23.03.2010 um 17:19 Uhr

    stellt sich noch die Frage, wie viele Gänge aufgefahren werden.
    Wenn heutzutage Spitzenküche gemalt wird, sind die Portionen bestimmt wieder kleiner.

    ...kann man ja von Glück sagen, dass es die Forschungsfreiheit gibt, welche nicht durch Ihre Ignoranz begrenzt wird.

  1. Ich für meinen Teil brauche keine solche Studie um zu wissen, dass die Menschen im Mittelalter weniger zu essen hatten als wir heute...
    Zumal diese Erkenntnis auf anderen Wegen sehr viel sicherer belegt werden kann. (zB Analyse von Knochen)

    Antwort auf "Sachen gibt's"
    • Aenas
    • 23.03.2010 um 16:54 Uhr

    Ich würde gerne darum bitten, so weit dies möglich ist, die Quellen angeben, so dass der interessierte Leser die Möglichkeit besitzt, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen.
    Denn diese ca.20 halbe Seiten verraten einem Leser genauso viel, wie der Blick in eine Glaskugel... ist dies der "neue" Online-Journalismus???

    • Timo K
    • 23.03.2010 um 17:19 Uhr

    stellt sich noch die Frage, wie viele Gänge aufgefahren werden.
    Wenn heutzutage Spitzenküche gemalt wird, sind die Portionen bestimmt wieder kleiner.

    Antwort auf "Sachen gibt's"
  2. Haben wir schon?

  3. 6. Da...

    ...kann man ja von Glück sagen, dass es die Forschungsfreiheit gibt, welche nicht durch Ihre Ignoranz begrenzt wird.

    Antwort auf "Sachen gibt's"
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    • Timo K
    • 24.03.2010 um 0:37 Uhr

    Das tut mir aufrichtig leid für Sie.

    • Timo K
    • 24.03.2010 um 0:37 Uhr

    Das tut mir aufrichtig leid für Sie.

  4. Es ginge uns heute so gut bzw. es wäre stetig nach oben gegangen? Dann schaut euch mal an, was man wirklich (alles) gegessen hat, im Mittelalter! (Google) Und lest auch, was der Leibeigene alles zu essen bekommen hat, im Gegensatz zum heutigen Lohnsklaven (siehe "Schwarzbuch Kapitalismus. Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft" von Robert Kurz).

  5. Das ändert sich für den Normalbürger sehr schnell wieder: laßt Merkel mal machen ...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Kommentare 13
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