Teilchenbeschleuniger in Genf Mittags knallte es endlich
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Die Suche ist sehr aufwendig

Die Illustration zeigt die Kollision von Atomkernen, Tausende von neuerzeugten Teilchen fliegen dabei in alle Richtungen

Die Illustration zeigt die Kollision von Atomkernen, Tausende von neuerzeugten Teilchen fliegen dabei in alle Richtungen

Im fernen Berlin werden die Ereignisse per Videostream verfolgt, etwa am Institut für Physik der Humboldt-Universität. Die Arbeitsgruppe von Heiko Lacker ist am "Atlas"-Experiment beteiligt und will mithilfe des größten der vier Detektoren schwere Quarks erforschen. Sechs dieser Kernbausteine wurden bereits entdeckt. "Möglicherweise gibt es noch weitere", sagt Lacker. "Die wollen wir finden."

Die Suche ist aber sehr aufwendig. Die schweren Quarks, die ebenfalls bei den Kollisionen entstehen, sind nur für extrem kurze Zeit stabil, bevor sie in weitere Teilchen zerfallen. Diese Fragmente werden von Atlas registriert. So wie man Puzzleteile zu einem Bild zusammenfügt, rekonstruieren die Wissenschaftler aus den vielen Messwerten des Detektors das Ursprungsteilchen. "Angesichts der Fülle von Messwerten ist es nicht leicht, spannende von uninteressanten Kollisionen zu unterscheiden", sagt der Physiker.

Aus den Erfolg versprechenden Datensätzen versuchen sie dann die Eigenschaften des gesuchten Teilchens zu berechnen, etwa die Masse. "Je mehr Ereignisse wir registrieren, umso genauer können wir den Wert bestimmen." Parallel dazu werden die Kollisionen mit Großrechnern simuliert, damit die Forscherteams am Cern überhaupt wissen, in welchen Größenordnungen sie nach den für sie interessanten Messwerten suchen sollen. Eines dieser Computerzentren befindet sich an der RWTH Aachen. Auch dort war der Jubel groß, als auf der Videoleinwand die ersten Kollisionen zu sehen waren, berichtet Achim Stahl vom Institut für Physik. Sein Team hat zudem an einem Teil des CMS-Detektors mitgebaut. Nun sind die Forscher gespannt, welche Ergebnisse der LHC liefert.

"Bis die ersten Antworten auf die Frage nach dem Higgs-Boson kommen, werden noch einige Monate vergehen", sagt Stahl. "Und ob die positiv sind, ist offen." Dass der LHC bisher nur mit halber Kraft – 7 statt 14 Teraelektronenvolt – arbeitet, sieht er nicht als Problem. "Allerdings müssen viel mehr Protonen in den Ring gebracht werden, um die Zahl der Kollisionen und damit die Wahrscheinlichkeit für eine Entdeckung des Higgs zu erhöhen", sagt er. Aber es geht ja gerade erst los.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 31.03.2010)

 
Leser-Kommentare
  1. Schon einmal versuchten die Menschen größer zu sein als Gott.
    Turmbau zu Babel - 1. Mose 11.

    So wie Gott diesen Turm einfielen ließ,
    so wird unsere Erde einmal einfallen,
    "denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden".

    Paulus schrieb im 1. Kor. 1, 19-20:
    Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14):
    »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen,
    und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.«
    Wo sind die Klugen?
    Wo sind die Schriftgelehrten?
    Wo sind die Weisen dieser Welt?
    Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie mögen glauben, an wen Sie wollen, aber verschonen Sie dann doch wenigstens Ihre Mitmenschen mit solchem Hahnebüschenden Unsinn.

    Was ist daran falsch, wissen zu wollen, was die Welt zusammenhält und wie sie entstand? Aber die deutsche Bildung schägt schon so manche Blüte.

    Ich gratuliere allen Mitarbeitern von CERN zu ihrem Erfolg von ganzem Herzen!

    • PGMN
    • 31.03.2010 um 16:54 Uhr

    dass der biblische "Turmbau zu Babel" nur eine Parabel, und damit fiktion, ist, oder? Ansonsten sollten Sie sich vielleicht einmal fragen, welcher Gott dem Menschen ein Gehirn gibt, um dessen Weisheit dann zunichte zu machen... Bedenklich...

    Sie mögen glauben, an wen Sie wollen, aber verschonen Sie dann doch wenigstens Ihre Mitmenschen mit solchem Hahnebüschenden Unsinn.

    Was ist daran falsch, wissen zu wollen, was die Welt zusammenhält und wie sie entstand? Aber die deutsche Bildung schägt schon so manche Blüte.

    Ich gratuliere allen Mitarbeitern von CERN zu ihrem Erfolg von ganzem Herzen!

    • PGMN
    • 31.03.2010 um 16:54 Uhr

    dass der biblische "Turmbau zu Babel" nur eine Parabel, und damit fiktion, ist, oder? Ansonsten sollten Sie sich vielleicht einmal fragen, welcher Gott dem Menschen ein Gehirn gibt, um dessen Weisheit dann zunichte zu machen... Bedenklich...

  2. Sie mögen glauben, an wen Sie wollen, aber verschonen Sie dann doch wenigstens Ihre Mitmenschen mit solchem Hahnebüschenden Unsinn.

    Was ist daran falsch, wissen zu wollen, was die Welt zusammenhält und wie sie entstand? Aber die deutsche Bildung schägt schon so manche Blüte.

    Ich gratuliere allen Mitarbeitern von CERN zu ihrem Erfolg von ganzem Herzen!

  3. Ein Christ braucht keine Gottes-Beweise.

    Paulus schrieb:
    ...uns,
    die wir nicht sehen auf das Sichtbare,
    sondern auf das Unsichtbare.
    Denn was sichtbar ist,
    das ist zeitlich;
    was aber unsichtbar ist,
    das ist ewig.
    2. Korinther 4, 18

    Jesus sagt in Matthäus 11, 25:
    Ich preise dich,
    Vater, Herr des Himmels und der Erde,
    weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast
    und hast es den Unmündigen offenbart.

    Gott erwählt die Geringen und nicht die Weisen:

    Nicht viele Weise nach dem Fleisch,
    nicht viele Mächtige,
    nicht viele Angesehene sind berufen.
    Sondern was töricht ist vor der Welt,
    das hat Gott erwählt,
    damit er die Weisen zuschanden mache;
    und was schwach ist vor der Welt,
    das hat Gott erwählt,
    damit er zuschanden mache, was stark ist;
    und das Geringe vor der Welt
    und das Verachtete hat Gott erwählt,
    das, was nichts ist,
    damit er zunichte mache, was etwas ist,
    damit sich kein Mensch vor Gott rühme.

    Ihr Wissenschaftler in Cern, ihr "fühlt" euch zwar als Weise, aber in Gottes Reich werdet ihr die Dümmsten, die Kleinsten sein und die Schwachen und Kleinsten, die Größten.

    Römer 1, 22:
    Da sie sich für Weise hielten,
    sind sie zu Narren geworden.

    (alle Bibelverse aus Lutherübersetzung)

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Was Sie verkennen ist, dass die Wissenschaftler im Kern zwar alle viel mehr wissen als Sie, sich aber wahrscheinlich nicht halb so weise und überlegen fühlen, wie sie das offensichtlich tun. Vielleicht sollten sie das nochmal lesen:
    Da sie sich für Weise hielten,
    sind sie zu Narren geworden.

    Mir ist sowieso nicht klar, was die experimente am Kern mit religiösen Ansichten und Gott zu tun haben sollten, wahscheinlich haben sie zu oft etwas vom "Gottesteilchen" gelesen.

    Vermutlich haben die Versuche am LHC eine Zeitanomalie ausgelöst und einen Strudel mittelalterlicher Mönchssprüche hier ins Forum geschleudert.

    Was Sie verkennen ist, dass die Wissenschaftler im Kern zwar alle viel mehr wissen als Sie, sich aber wahrscheinlich nicht halb so weise und überlegen fühlen, wie sie das offensichtlich tun. Vielleicht sollten sie das nochmal lesen:
    Da sie sich für Weise hielten,
    sind sie zu Narren geworden.

    Mir ist sowieso nicht klar, was die experimente am Kern mit religiösen Ansichten und Gott zu tun haben sollten, wahscheinlich haben sie zu oft etwas vom "Gottesteilchen" gelesen.

    Vermutlich haben die Versuche am LHC eine Zeitanomalie ausgelöst und einen Strudel mittelalterlicher Mönchssprüche hier ins Forum geschleudert.

  4. 5. Bibel

    Was Sie verkennen ist, dass die Wissenschaftler im Kern zwar alle viel mehr wissen als Sie, sich aber wahrscheinlich nicht halb so weise und überlegen fühlen, wie sie das offensichtlich tun. Vielleicht sollten sie das nochmal lesen:
    Da sie sich für Weise hielten,
    sind sie zu Narren geworden.

    Mir ist sowieso nicht klar, was die experimente am Kern mit religiösen Ansichten und Gott zu tun haben sollten, wahscheinlich haben sie zu oft etwas vom "Gottesteilchen" gelesen.

  5. Vermutlich haben die Versuche am LHC eine Zeitanomalie ausgelöst und einen Strudel mittelalterlicher Mönchssprüche hier ins Forum geschleudert.

    • Psi
    • 31.03.2010 um 14:01 Uhr

    @ Opferhilfe,
    bitte verschonen sie uns mit ihren Bibelversen, die ohnehin keinen interessieren. Hier geht es um ein hochgradig interessantes Experiment, welches entschieden zu unserem Weltbild beitragen kann, zu ihrem wohlmöglich nicht, aber für viele Menschen ist es von höchster Bedeutung. Und das hat auch nichts mit dem Turmbau zu Babel zu tun, welcher ohnehin nur eine Geschichte ist über einen Turm dr wesentlich niedriger war, als die heutigen Gebäude und wohl eher als Märchen oder Legende zu verstehen ist.
    Wichtiger sind die möglichen Ergebnisse dieses Experiments. Ich verfolge mit hohen Interesse die Vorgänge die am Cern passieren und bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse, die wohlmöglich dann kommen, wenn ich, grad im 2. Semester Physik, auch mehr von der Materie verstehe.

    • CM
    • 31.03.2010 um 14:14 Uhr

    Die Wahrheit über den Beschleuniger sieht ganz anders aus...

    Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet planen die Forscher die nächsten aufsehenerregenden Experimente:

    1. Seehofer und Westerwelle werden knapp auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht.

    2. Ebenfalls auf vernichtendem Kurs: die Wahlversprechen der FDP und ihre Ergebnisse.

    3. In einem ganz neuartigen Versuch soll getestet werden, wieviele Wählerstimmen nötig sind, um in einer solchen Kollision den Einfluß von 100.000 Euro Parteispenden zu eliminieren.

    Während die Forscher bereits Wetten auf das dritte Experiment abschließen ("die Anzahl geht gegen unendlich" ist Favorit) steht das Ergebnis der ersten beiden Versuche schon fest: "Wir erwarten, daß die FDP zur Landtagswahl in NRW in einem schwarzen Loch verschwindet", sagte ein Sprecher des CERN und fügte hinzu: "dafür haben wir die ganze Anlage ja überhaupt gebaut, das mit der Forschung ist eigentlich Nebensache..."

    Da sage noch mal einer, Forschung sei nicht praxisnah.

    Ich bin gespannt auf die Ergebnisse und ihre praktische Nutzung.

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