Gesunde Ernährung "Obst schützt kaum vor Krebs"

Eine europäische Studie hat gezeigt, dass die schützende Wirkung von Obst gering ist. Ernährungsforscher Hans-Georg Joost erklärt, warum seine Zunft hier irrte.

Obst und Gemüse gelten als gesund. Zur Krebsprophylaxe tragen sie aber wohl kaum bei

Obst und Gemüse gelten als gesund. Zur Krebsprophylaxe tragen sie aber wohl kaum bei

Frage: Herr Joost, "esst mehr Obst und Gemüse, das schützt auch vor Krebs", so hören wir seit Jahren. Daten aus der großen europäischen Epic-Studie brachten nun enttäuschende Ergebnisse: Viel Obst und Gemüse zu essen verringert das Krebsrisiko demnach nur minimal. Hat Sie das erstaunt?

Hans-Georg Joost: Nein, die Studie bestätigt, was in den letzten Jahren schon getrennte Auswertungen der Epic-Studie für einzelne Krebsformen gezeigt haben. Schon dort fand sich, dass der Verzehr von Obst und Gemüse nur geringe Auswirkungen auf das Krebsrisiko hat. Man muss allerdings eine wichtige Einschränkung machen: Das Ergebnis wird von häufigen Krebsformen wie etwa Darm- oder Brustkrebs bestimmt, zu den seltenen können wir noch keine sicheren Aussagen machen.

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Frage: Gibt es denn Krebsformen, bei denen man sich mehr Hoffnung machen kann, mit viel Obst und Gemüse wirksam vorzubeugen?

Joost: Solche Hoffnungen gibt es beim Prostata-Karzinom, allerdings fehlen bisher die Belege. Wenn man Untergruppen bildet, stellt man den größten Effekt bei den Krebsformen fest, die vom Rauchen verursacht werden, allen voran der Lungenkrebs. Trotzdem hätte ich Probleme damit, Rauchern nur zu empfehlen, mehr Obst zu essen. Denn auf jeden Fall hilft es weit mehr, mit dem Rauchen aufzuhören.

Frage: Wie kommt es, dass man sich bis vor kurzem generell mehr Schutz vor Krebs vom reichlichen Obst- und Gemüseverzehr versprochen hat?

Joost: Man hatte Anfang der neunziger Jahre nur die Ergebnisse von Fall-Kontroll-Studien. Hier wird eine Gruppe von Personen, die bereits eine Krebsdiagnose bekommen haben, verglichen mit einer gesunden Kontrollgruppe. Dieses Studien-Design bringt allerdings ein großes Problem mit sich: In der Kontrollgruppe machen nur besonders motivierte und gesundheitsbewusste Menschen mit. Wir haben also von vorne herein einen großen Unterschied, der nicht allein in der Krankheit besteht: Die Teilnehmer der Kontrollgruppe sind nicht nur gesünder, sondern auch gesundheitsbewusster als die der Fallgruppe. Und darauf sind alle, die an den großen Effekt einer obst- und gemüsereichen Ernährung glaubten, hereingefallen.

Die Epic-Studie ist ganz anders angelegt. Hier wird die Gesundheit von Menschen, die zu Beginn alle keine Krebsdiagnose hatten, über Jahre verfolgt. Die Teilnehmer, die in dieser Zeit erkranken, und die, die gesund bleiben, sind also absolut vergleichbar. Solche prospektiven Studien haben aber den Nachteil, dass gerade für seltene Krankheiten viele Teilnehmer über einen sehr langen Zeitraum beobachtet werden müssen.

Leser-Kommentare
    • Fifty4
    • 28.04.2010 um 13:29 Uhr

    Also ist frisches Obst unnütz!

    Das klingt ja so, als wenn gesunde Ernährung keinen Einfluß auf die Qualität der Gesundheit hätte. Mal wieder ganz im Sinne der Food-Multis und der Krankheits-Industrie.

    "Aber das Steak schön saftig auf den Grill legen und aufpassen das nichts auf die Heizschlange tropft."

    Wer hat denn die Studie bezahlt. Und wer hat sich dafür bezahlen lassen.

    Nur Schwachsinnige halten andere für Schwachsinnig.

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    "Das klingt ja so, als wenn gesunde Ernährung keinen Einfluß auf die Qualität der Gesundheit hätte"
    Tut es nicht. Der Mann bestätigt ausdrücklich die positiven Auswirkungen (indirekt über Gewichtskontrolle sogar auf das Krebsrisiko) der Ernährung mit Obst. Er hat nur klargestellt, dass Obst nicht, wie bisher oft angenommen, direkt das Krebsrisiko im Sinne eines Wirkstoffes senkt.
    "Wer hat denn die Studie bezahlt. Und wer hat sich dafür bezahlen lassen"
    Wahrscheinlich u. a. sie und ich, da es eine sehr langwierige Studie war . Und das ist gut so! Longitudinale Studien mit großer Probandenzahl sind die beste Möglichkeit zum Nachweis derartiger Effekte, oder eben Nicht-Effekte. Das sonstige "Klein-Klein" mit wenigen Probanden, selektiven Gruppen, zu kurzen Zeitplänen etc. öffnet zu viele Möglichkeiten für Manipulationen und Verzerrungen. Meines Erachtens sollte es viel mehr Langzeitstudien mit öffentlicher Finanzierung geben, da sie 1) unabhängiger sind 2) auch bei Zutreffen der Nullhypothese veröffentlich werden 3) anders meist überhaupt nicht zu finanzieren sind. Und dann bleibst es beim "Klein-Klein"

    Es ist ein alter Hut, dass die Formulierung "gesunde Ernährung" schwachsinnig ist. Bei jedem rufen Lebensmittel unterschiedliche reaktionen hervor. Was dem einen bekommt, bringt den nächsten um.
    Dass die Kampagne "Fünfmal am Tag" alle führenden Obst- und Gemüsehändler vereint, weiß man eigentlich auch.
    Im "DGE Info" steht zum Beispiel unter der Überschrift: "5 am Tag Kampagne: Wissenschaftliche Begründung": "Einen unmittelbaren Nachweis, dass eine Intervention mit Gemüse und Obst das Risiko für Krebs oder auch andere chronische Erkrankungen senkt, gibt es derzeitig nicht." Dann der nächste Satz: "Ebenso fehlen beobachtende epidemiologische Daten, die belegen, dass eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten im Sinne einer Erhöhung des Obst- und Gemüseverzehrs im Erwachsenenalter das Erkrankungsrisiko für Krebs und andere chronische Erkrankungen zu senken vermag."
    Vom wissenschaftlichen Leiter der DGE: "Es gibt keine Studien, die eine dauerhafte positive Änderung des Ernährungsverhaltens und eine Steigerung des Obst- und Gemüseverzehrs durch Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und der Verhaltensprävention belegen." Stimmt: bis heute fehlen Belege für den Nutzen der Ernährungsberatung. Dann der nächste Satz: "Die langjährige '5 a day'-Kampagne in den USA hat dort zu keinem nennenswerten Zuwachs des Obst- und Gemüsekonsums geführt."
    Der Klecks Senf zum Gegrillten oder Basilikum in der Marinade neutralisieren die negativen Aspekte des Grillens, auch Allgemeinbildung.

    • Fifty4
    • 30.04.2010 um 19:30 Uhr

    Wer diesen ganzen Quatsch glaubt ist selber schuld.

    Ich esse frische Lebensmittel und bin gesund.

    Wers nicht tut soll daran krank werden.

    Selber schuld.

    "Das klingt ja so, als wenn gesunde Ernährung keinen Einfluß auf die Qualität der Gesundheit hätte"
    Tut es nicht. Der Mann bestätigt ausdrücklich die positiven Auswirkungen (indirekt über Gewichtskontrolle sogar auf das Krebsrisiko) der Ernährung mit Obst. Er hat nur klargestellt, dass Obst nicht, wie bisher oft angenommen, direkt das Krebsrisiko im Sinne eines Wirkstoffes senkt.
    "Wer hat denn die Studie bezahlt. Und wer hat sich dafür bezahlen lassen"
    Wahrscheinlich u. a. sie und ich, da es eine sehr langwierige Studie war . Und das ist gut so! Longitudinale Studien mit großer Probandenzahl sind die beste Möglichkeit zum Nachweis derartiger Effekte, oder eben Nicht-Effekte. Das sonstige "Klein-Klein" mit wenigen Probanden, selektiven Gruppen, zu kurzen Zeitplänen etc. öffnet zu viele Möglichkeiten für Manipulationen und Verzerrungen. Meines Erachtens sollte es viel mehr Langzeitstudien mit öffentlicher Finanzierung geben, da sie 1) unabhängiger sind 2) auch bei Zutreffen der Nullhypothese veröffentlich werden 3) anders meist überhaupt nicht zu finanzieren sind. Und dann bleibst es beim "Klein-Klein"

    Es ist ein alter Hut, dass die Formulierung "gesunde Ernährung" schwachsinnig ist. Bei jedem rufen Lebensmittel unterschiedliche reaktionen hervor. Was dem einen bekommt, bringt den nächsten um.
    Dass die Kampagne "Fünfmal am Tag" alle führenden Obst- und Gemüsehändler vereint, weiß man eigentlich auch.
    Im "DGE Info" steht zum Beispiel unter der Überschrift: "5 am Tag Kampagne: Wissenschaftliche Begründung": "Einen unmittelbaren Nachweis, dass eine Intervention mit Gemüse und Obst das Risiko für Krebs oder auch andere chronische Erkrankungen senkt, gibt es derzeitig nicht." Dann der nächste Satz: "Ebenso fehlen beobachtende epidemiologische Daten, die belegen, dass eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten im Sinne einer Erhöhung des Obst- und Gemüseverzehrs im Erwachsenenalter das Erkrankungsrisiko für Krebs und andere chronische Erkrankungen zu senken vermag."
    Vom wissenschaftlichen Leiter der DGE: "Es gibt keine Studien, die eine dauerhafte positive Änderung des Ernährungsverhaltens und eine Steigerung des Obst- und Gemüseverzehrs durch Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und der Verhaltensprävention belegen." Stimmt: bis heute fehlen Belege für den Nutzen der Ernährungsberatung. Dann der nächste Satz: "Die langjährige '5 a day'-Kampagne in den USA hat dort zu keinem nennenswerten Zuwachs des Obst- und Gemüsekonsums geführt."
    Der Klecks Senf zum Gegrillten oder Basilikum in der Marinade neutralisieren die negativen Aspekte des Grillens, auch Allgemeinbildung.

    • Fifty4
    • 30.04.2010 um 19:30 Uhr

    Wer diesen ganzen Quatsch glaubt ist selber schuld.

    Ich esse frische Lebensmittel und bin gesund.

    Wers nicht tut soll daran krank werden.

    Selber schuld.

  1. Erst behauptet Joost: 'Obst schützt nicht vor Krebs' Das heißt Obst und Gemüseverzehr haben kaum nennenswerte Auswirkungen auf die Verminderung des Krebsrisikos.

    In der letzten Antwort wird dann auf die Frage: Welche guten Gründe sehen sie als Ernährungsforscher (viel Grünzeug zu essen)? ausgesagt:
    O-Ton Joost:
    Zunächst einmal wegen der Vitamine und Spurenelemente. Zweitens kann man sein Gewicht besser kontrollieren, wenn man mehr Obst und Gemüse isst und dafür weniger Hochkalorisches. Und Übergewicht ist ein deutliches Krebsrisiko. Drittens ist der Zusammenhang zwischen hohem Obst- und Gemüsekonsum und verringertem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer wieder erhärtet worden.

    Was denn nun? So kann man sich als Interviewter auch selber ins Knie schießen!

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    In der ersten Aussage wurde lediglich dargelegt, dass die Studie keinen Hinweis auf direkt schützende Inhaltsstoffe von Obst oder Gemüse liefert.

    Dass man durch Abnehmen sein Krebsrisiko senken kann, ist aber bekannt. Da man beim Verzehr von Obst und Gemüse vergleichsweise wenig Kalorien zu sich nimmt, kann man leichter abnehmen. Das ist aber dann ein indirekter Effekt, der auf diätische Lebensweise zurückzuführen ist.

    In der ersten Aussage wurde lediglich dargelegt, dass die Studie keinen Hinweis auf direkt schützende Inhaltsstoffe von Obst oder Gemüse liefert.

    Dass man durch Abnehmen sein Krebsrisiko senken kann, ist aber bekannt. Da man beim Verzehr von Obst und Gemüse vergleichsweise wenig Kalorien zu sich nimmt, kann man leichter abnehmen. Das ist aber dann ein indirekter Effekt, der auf diätische Lebensweise zurückzuführen ist.

    • Buh
    • 28.04.2010 um 14:40 Uhr

    Naja, "nicht täglich Felisch essen" ist eine sehr utnertriebene ausage. Fleisch gehört entweder garnichta uf den teller oder nur einmal die woche. und an diese Grill-Geschichte glaube ich nicht. Heutzutage ist doch alles krebserregend, hat man manchmal den eindruck. Am besten ist, man versucht sich möglichst natürlich und gesund zu ernähren. Nicht zuvielZucker und Fertigprodukte, noch viel weniger bis garkein fleisch und jede menge Obst und gemüse. Dann fluppt die gesundheit.

    Aber hier sieht man mal wieder wie unföhig wissenschaftler sind. Die machen echt die dümmsten versuche. Man hätte auch drauf kommen können, dass die Fall- und die Referenzgruppe gesundheiltich zu sehr auseinander sind. Aber nein, man verschwendet Geld für so nen Mist. Kaum auszudenken wieviele Tierversuche auf der selben irationalen Basis vollkommen snnlos durchgeüfhrt werden.
    Da fällt mir grade sogar einer ein.
    Hier war ja neulich der aritkel überdieses Zucker-Blatt, welches an Tieren getestet wurde um es in europa einfphren zu können. Die Tiere haben dadurch gesundheitliche beeinträchtigungen bekommen. Erst nach dem versuch (Welcher für Tiere monatelange schlechte Haltung mit anschließendem Tod bedeutet) hat man sich gedacht: Hm...das kann man nicht auf den menschen übertragen, wir haben den Ratten mehr als die hälfte ihres Körpergewichtes davon gefüttert,soviel isst doch kein mensch davon.
    Wie kann das sein, dass diese Forschungsgruppe die erlaubnis für so einen nutzlosen Tierversuch bekomen hat?

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    "Aber hier sieht man mal wieder wie unföhig wissenschaftler sind. Die machen echt die dümmsten versuche. Man hätte auch drauf kommen können, dass die Fall- und die Referenzgruppe gesundheiltich zu sehr auseinander sind. Aber nein, man verschwendet Geld für so nen Mist."

    Aber, aber, Herr/Frau Buh, wie wäre es mit ein wenig Sachkenntnis? Jedes Studiendesign hat Vor- und Nachteile. Die durchgeführten Fall-Kontroll-Studien sind deutlich billiger und schneller durchgeführt, da sie wenige Probanden erfordern. Die damit verbundenen Probleme in den verglichenen Gruppen waren allen Wissenschaftler bekannt, nur in den Medien stand immer: "5mal am Tag Obst und Gemüse".... Prospektive Studien wie hier vorgestellt, erfordern manchmal sogar Tausende Probanden, die über Jahre beobachtet werden. Würde man jeden Sachverhalt von Beginn an prospektiv untersuchen wollen, wären dafür utopische Geldsummen und Jahrzehnte der Forschung nötig. Lieber bestätigt man aufwändig, wofür man vorher auf einfachere Weise Indizien gefunden hat. Oder eben nicht. Wie in diesem Fall. Richtig "unföhig" eben.

    "Aber hier sieht man mal wieder wie unföhig wissenschaftler sind. Die machen echt die dümmsten versuche. Man hätte auch drauf kommen können, dass die Fall- und die Referenzgruppe gesundheiltich zu sehr auseinander sind. Aber nein, man verschwendet Geld für so nen Mist."

    Aber, aber, Herr/Frau Buh, wie wäre es mit ein wenig Sachkenntnis? Jedes Studiendesign hat Vor- und Nachteile. Die durchgeführten Fall-Kontroll-Studien sind deutlich billiger und schneller durchgeführt, da sie wenige Probanden erfordern. Die damit verbundenen Probleme in den verglichenen Gruppen waren allen Wissenschaftler bekannt, nur in den Medien stand immer: "5mal am Tag Obst und Gemüse".... Prospektive Studien wie hier vorgestellt, erfordern manchmal sogar Tausende Probanden, die über Jahre beobachtet werden. Würde man jeden Sachverhalt von Beginn an prospektiv untersuchen wollen, wären dafür utopische Geldsummen und Jahrzehnte der Forschung nötig. Lieber bestätigt man aufwändig, wofür man vorher auf einfachere Weise Indizien gefunden hat. Oder eben nicht. Wie in diesem Fall. Richtig "unföhig" eben.

  2. In der ersten Aussage wurde lediglich dargelegt, dass die Studie keinen Hinweis auf direkt schützende Inhaltsstoffe von Obst oder Gemüse liefert.

    Dass man durch Abnehmen sein Krebsrisiko senken kann, ist aber bekannt. Da man beim Verzehr von Obst und Gemüse vergleichsweise wenig Kalorien zu sich nimmt, kann man leichter abnehmen. Das ist aber dann ein indirekter Effekt, der auf diätische Lebensweise zurückzuführen ist.

    • sudek
    • 28.04.2010 um 16:37 Uhr

    hat man schon im Studium gelernt. Damit das aber nicht passiert, sollte man - laut Prof.H.Schildknecht / Gott hab in selig - auf jeden Fall einen halben Liter Bier zu Gegrilltem trinken, da hier der Hopfen mit seiner exocyclischen Doppelbindung den cancerogenen Feind niederkämpft!!! Je mehr desto besser!!

  3. "Das klingt ja so, als wenn gesunde Ernährung keinen Einfluß auf die Qualität der Gesundheit hätte"
    Tut es nicht. Der Mann bestätigt ausdrücklich die positiven Auswirkungen (indirekt über Gewichtskontrolle sogar auf das Krebsrisiko) der Ernährung mit Obst. Er hat nur klargestellt, dass Obst nicht, wie bisher oft angenommen, direkt das Krebsrisiko im Sinne eines Wirkstoffes senkt.
    "Wer hat denn die Studie bezahlt. Und wer hat sich dafür bezahlen lassen"
    Wahrscheinlich u. a. sie und ich, da es eine sehr langwierige Studie war . Und das ist gut so! Longitudinale Studien mit großer Probandenzahl sind die beste Möglichkeit zum Nachweis derartiger Effekte, oder eben Nicht-Effekte. Das sonstige "Klein-Klein" mit wenigen Probanden, selektiven Gruppen, zu kurzen Zeitplänen etc. öffnet zu viele Möglichkeiten für Manipulationen und Verzerrungen. Meines Erachtens sollte es viel mehr Langzeitstudien mit öffentlicher Finanzierung geben, da sie 1) unabhängiger sind 2) auch bei Zutreffen der Nullhypothese veröffentlich werden 3) anders meist überhaupt nicht zu finanzieren sind. Und dann bleibst es beim "Klein-Klein"

    Antwort auf "Von wegen!"
  4. "Aber hier sieht man mal wieder wie unföhig wissenschaftler sind. Die machen echt die dümmsten versuche. Man hätte auch drauf kommen können, dass die Fall- und die Referenzgruppe gesundheiltich zu sehr auseinander sind. Aber nein, man verschwendet Geld für so nen Mist."

    Aber, aber, Herr/Frau Buh, wie wäre es mit ein wenig Sachkenntnis? Jedes Studiendesign hat Vor- und Nachteile. Die durchgeführten Fall-Kontroll-Studien sind deutlich billiger und schneller durchgeführt, da sie wenige Probanden erfordern. Die damit verbundenen Probleme in den verglichenen Gruppen waren allen Wissenschaftler bekannt, nur in den Medien stand immer: "5mal am Tag Obst und Gemüse".... Prospektive Studien wie hier vorgestellt, erfordern manchmal sogar Tausende Probanden, die über Jahre beobachtet werden. Würde man jeden Sachverhalt von Beginn an prospektiv untersuchen wollen, wären dafür utopische Geldsummen und Jahrzehnte der Forschung nötig. Lieber bestätigt man aufwändig, wofür man vorher auf einfachere Weise Indizien gefunden hat. Oder eben nicht. Wie in diesem Fall. Richtig "unföhig" eben.

    Eine Leser-Empfehlung
    • sevens
    • 28.04.2010 um 20:24 Uhr

    Ich habe es immer gewußt: Sport ist Mord und Obst ist ungesund! Gibt es eigentlich Studien darüber, ob die Menschen im tiefsten Russland häufiger an Krebs erkranken? Die ernähren sich nämlich aus der Sicht unserer anerkannten Nahrungsmittelgötter und Ernährungsexperten äußerst ungesund. Viel, sehr viel Fett, viel Alkohol, rotes Fleisch und wenig Obst.

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