Tierschutz Das Walfangverbot wird aufgeweicht
Die Internationale Walfangkommission will die Jagd auf Zwergwale legalisieren. Japan, eine der größten Walfangnationen, fordert großzügige Quoten.
Das weltweite Walfangverbot ist in Gefahr. Nach einem Vorschlag der Internationalen Walfangkommission IWC sollen die Länder Japan, Island und Norwegen künftig ganz legal Fangquoten erhalten. Bislang dürfen diese Staaten nur nach Ausnahmegenehmigungen Jagd auf die Meeressäuger machen. Der neue Vorschlag stammt vom Vorsitzenden einer IWC-Arbeitsgruppe, Cristian Maquieira, und wurde auf der IWC-Internetseite veröffentlicht.
Nach dem Vorschlag der IWC könnte Japan – die größte Walfangnation der Welt – über die nächsten zehn Jahre legal bis zu 120 Zwergwale pro Jahr in seinen eigenen Küstengewässern erlegen. Das entspricht genau der Grenze, die sich das Land bislang schon für seinen sogenannten Forschungswalfang an seinen Küsten auf andere Wale setzt. Der japanische Fischereiminister Hirotaka Akamatsu begrüßte, dass sein Land auch weiterhin Jagd auf Zwergwale in seinen Küstengewässern machen kann.
Auch in der Antarktis werden Wale unter dem Vorwand der Forschung von japanischen Jägern erlegt – die dafür bestehende Obergrenze von 935 Tieren, will die Walfangkommission zunächst für die nächsten fünf Jahre auf 400 reduzieren und in den darauf folgenden fünf Jahren noch einmal auf 200 senken. Diese Obergrenzen bezeichnete Japans Fischereiminister als "zu drastisch".
Akamatsu deutete denn auch an, die vorgesehene Obergrenze bis zur IWC-Tagung Ende Juni in Marokko so weit wie möglich zu erhöhen. Bislang sieht Japans Forschungswalfang in der Antarktis jährliche Fänge zwischen 765 und 935 Walen vor. Insgesamt aber ist Japan zuversichtlich, dass es nach der jahrelangen Blockadesituation in der IWC zwischen Walfangbefürwortern und -gegnern zu einer Einigung kommt. "Dieses Jahr bietet die größte Chance", sagte Akamatsu.
Japan nutzt eine Ausnahme des 1986 verhängten Walfangmoratoriums, das die Jagd zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt. Diese Deklarierung werten die Walschutznationen allerdings als vorgeschoben. Nach japanischer Darstellung hat das Verbot des kommerziellen Walfangs zu einer deutlichen Erholung der Population bestimmter Walarten geführt, insbesondere der Zwergwale.
Tierschützer kritisierten die Regelung. "Diese Fangquoten einen Kompromiss zu nennen, ist absurd: Für Japan und Island wären die Quoten vorerst kaum eine Einschränkung“, sagte Sandra Altherr von Pro Wildlife. "Auch das jetzige Papier, das einen Kompromiss zwischen Walschützern und Walfängern darstellen soll, liest sich wie ein Wunschzettel der Walfänger", sagte Ralf Sonntag, Meeresbiologe des Internationalen Tierschutz-Fonds.
- Datum 23.04.2010 - 17:23 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 17
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Eine interessante Frage an die Japaner wäre doch, was denn bei den seit 1986 (also seit immerhin 14 Jahren) laufenden Forschungen so wissenswertes rausgekommen ist...
Die Antwort ist einfach :)
Waalfleisch schmeckt...
entschuldigen sie diese Antwort, aber das musste raus, obwohl das ein ernstes Thema ist, aber die Japaner sind in dieser Hinsicht so bescheuert, das mich nur solche Sätze davon ablenken wie bescheuert die sind.
Die Antwort ist einfach :)
Waalfleisch schmeckt...
entschuldigen sie diese Antwort, aber das musste raus, obwohl das ein ernstes Thema ist, aber die Japaner sind in dieser Hinsicht so bescheuert, das mich nur solche Sätze davon ablenken wie bescheuert die sind.
Die Antwort ist einfach :)
Waalfleisch schmeckt...
entschuldigen sie diese Antwort, aber das musste raus, obwohl das ein ernstes Thema ist, aber die Japaner sind in dieser Hinsicht so bescheuert, das mich nur solche Sätze davon ablenken wie bescheuert die sind.
Gegen eine feste Abschussquote ist doch nichts einzuwenden - für jeden getöteten Wal werden entsprechend Japaner an Meerestiere verfüttert ... nun ist ein Wal meistens schwerer als ein Mensch, also muss das Ganze nach Gewicht aufgeschlüsselt werden. Und wenn für jeden getöteten Wal dem Meer ein oder zwei Dutzend Japaner als Nahrungsmittel zu geführt werden - natürlich nur im Interesse der Forschung - ist das doch ein faire Sache. Man muss dann nur noch sicher stellen, dass das Japanerfischfutter nicht willkürlich 'gewonnen' wird, sondern das tatsächlich Walfleischesser, an der Walfangindustrie Verdienende und den Walfang befürwortende Politiker 'zum Einsatz' kommen.
Ach ja - um eine gewisse Gerechtigkeit zu gewährleisten, sollten die Japaner auch harpuniert werden. Schliesslich können sich die Wale die Todesart auch nicht aussuchen.
Ich denke es ist zeit die Laender die weiterhin Wahlfang betreiben dort zu treffen wo sie am empfindlichsten sind.
Bei ihren oekonomischen Interessen.
Man muss ja auch mich Toyota fahren oder daenischen Kaese essen.Es gibt Alternativen.
Es sollte heissen: Man muss ja auch nicht Toyota...
Vielleicht sollte ich um diese Zeit nicht mehr schreiben.
Entschuldigung !
... bis der Rest der Welt aufwacht.
Schade wärs um den Thunfisch oder den Wal, aber wenn es sein muß um tausende andere Arten zu retten....
"bescheuert" sind die Japaner eher nicht -- sie erreichen
doch, was sie wollen... das Geschäft lief gut unter
dem Label 'Wissenschaft', und dank der von D geförderten 'Kompromisslösung' wird es demnächst noch besser laufen -- es ist ja wieder reichlich Walfleisch nachgewachsen!
Wo der Rubel rollt, können die Wale noch so schön singen,
ihre Bewunderer noch so fasziniert Whale-watchen
und die Meeresbiologen noch so wissenschaftlich
akribisch Verhaltensforschung und ökologische Studien betreiben -- das Raubtier Mensch will nur Fleisch sehen. Als solches ist ihm die Ehrfurcht vor dem
Leben fremd, und sei es noch so respekteinflößend.
Das Meucheln des größten und prächtigsten Meeressäugers ist auch nicht mehr blutige Handarbeit, wie traditionsgemäß noch auf den Faröer Inseln, sondern die Arbeit
eines sauberen Scharfschützen und seiner Harpunen-Granate ... der Rest ist Fabrikarbeit.
Proteste nimmt Bundesministerin Ilse Aigner entgegen, die die freundlichen Walfangquoten im antarktischen Schutzgebiet mit abgesegnet hat.
Welch Wunder, dass man noch nicht die Pinguine als Leckerbissen oder Handtasche entdeckt hat...
Auf Wunsch des Lesers entfernt. Die Redaktion/sh
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