Bremer AffenversucheFreie Forschung oder Tierschutz?

Die Verwaltungsrichter wiesen den Schwarzen Peter der Entscheidung über umstrittene Affenversuche an der Uni Bremen zurück an die Behörden. von dpa

Ein Forscher injiziert einem Laboraffen eine Versuchslösung

Ein Forscher injiziert einem Laboraffen eine Versuchslösung   |  © STR/AFP/Getty Images

Seit Jahren tobt in Bremen ein erbitterter Streit um die Affenversuche an der Universität. 2008 weigerte sich die Gesundheitsbehörde, die Genehmigung für die Tierexperimente zu verlängern. Die Uni klagte. Das Verwaltungsgericht verhandelte erstmals die Angelegenheit – und fällte gleich ein Urteil. Ein Ende in dem juristischen Tauziehen ist damit jedoch nicht in Sicht. Die Richter hoben die Ablehnungsbescheide der Behörde auf. Diese soll nun erneut über die Anträge der Forscher auf Verlängerung entscheiden, allerdings muss sie dabei die Auflagen des Gerichts berücksichtigen.    

"Das Gericht sieht ausnahmsweise von einer Sachaufklärung ab", sagte der Vorsitzende Richter, Viggo Eiberle. In dem Prozess hätte die Kammer abwägen müssen, welches Recht schwerer wiegt: die Forschungsfreiheit und der ebenfalls im Grundgesetz als Staatsziel verankerte Tierschutz. Diese Aufgabe wiesen die Richter mit ihrem Urteil an die Gesundheitsbehörde zurück. Die muss jetzt nachsitzen, denn nach Auffassung der Richter hatten deren Experten mehrere Fehler bei der Abwägung gemacht.    

Die Universität wertet das Urteil als Erfolg. "Für uns ist wichtig, dass das Gericht festgestellt hat, dass das Verfahren rechtswidrig ist", sagte der Neurobiologe Andreas Kreiter . Seit 1998 erforscht er an Makaken-Affen, wie das Gehirn funktioniert. Seine Arbeit sei eine Voraussetzung dafür, künftig Therapien für Krankheiten wie Epilepsie und Alzheimer entwickeln zu können, betonte er.    

Nach Ansicht der Behörde leiden die Tiere bei den stundenlangen Experimenten aber so stark, dass der Nutzen der Forschung dies nicht aufwiegt. Sie hält die Versuche deshalb für ethisch nicht vertretbar. "Für uns ist das Urteil überraschend", sagte Abteilungsleiter Matthias Gruhl.    

Er und seine Kollegen wollen nun abwarten, bis die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt. Dann werden sie entscheiden, ob die Behörde in Berufung geht oder ob sie erneut über den Antrag der Uni entscheidet. Höchstwahrscheinlich muss sie dann wieder Gutachter berufen, die einerseits die Qual der Tiere und andererseits den Erkenntnisgewinn von Kreiters Arbeit beurteilen.    

Egal, welchen Weg die Behörde wählt, es zeichnet sich ein langwieriges Verfahren ab. Es kann also noch Jahre dauern, bis eine endgültige Entscheidung in dem Streit um die Affenversuche fällt. Seine Versuche kann Kreiter nach einem Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts vom Dezember 2008 vorerst fortsetzen – wie lange noch, ist ungewiss.    

"Das kann mich als Tierschützer überhaupt nicht zufriedenstellen", sagte der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes , Wolfgang Apel, der die Verhandlung als Zuschauer verfolgte. "Ich bin wütend darüber, wie die Uni das Ganze gestrickt hat. Das war ein hinterlistiges Spiel, aus dem die Öffentlichkeit nach Möglichkeit herausgehalten wurde. Als die es erfuhr, hatte man sich bereits festgelegt", sagte Apel im April in einem Interview in der ZEIT . Seit vielen Jahren kämpft er gegen die Affenversuche in Bremen und anderswo in Deutschland. "Das ist eine unendliche Geschichte", urteilte Apel mit Blick auf das Tauziehen vor Gericht. "Die langen Wege gehen zulasten der Tiere."

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Leserkommentare
  1. GlaxoSmithKline musste unlängst zugeben das sie in den letzten 13 Jahren £30.0000,000,000,- in R&D investiert hatte und nicht eine einzige neue(!) lebensrettende Droge entwickelte. Der Rest der Pharma Industrie ist auch nicht besser dran. Die Zahl der neuen Drogen ist nicht höher als in den 60er Jahren.
    Und eines der Probleme sind Tierversuche.
    Als diese Versuche Anfang der 60er Plicht wurde reagierten die Gesetzesgeber auf eine große Katasptrophe - der Thalidomide Skandal - mit der damals einzigen "Vernünftigen" Methode, das Medikamente zuerst an Tieren getestet werden müssen.
    Man nahm damals an das was schlecht für Tiere ist muss auch schlecht für den Menschen sein.
    Diese Annahme ist jedoch bis heute nicht wissenschaftlich bewiesen.
    2/3 von Testversuchen sind bei Tieren erfolgreich, erzielen bei Menschen wenig/nichts oder sind zu giftig.
    Aber da ist auch die Kehrseite und um die geht es mir.
    Was ist mit Medikamenten die in Tieren versagten aber möglicherweise für den Menschen von großem Nutzen wären?
    Die Gesetze verhindern das hier weitergeforscht wird obwohl
    die Pharma Industrie seit 50 Jahren Daten sammelt die uns wirklich weiterbringen könnten, die im Tierbereich versagt haben, theoretisch aber funktionieren sollten - sonst wären die sauteuren Experimente sinnlos gewesen.
    Wir sollten uns von der Idee Tierveruche seinen ein Muss trennen. Wieviele Wunderdrogen bleiben uns vorenthalten nur weil ein paar Laborratten daran gestorben sind?

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    • Buh
    • 29. Mai 2010 3:14 Uhr

    "Was ist mit Medikamenten die in Tieren versagten aber möglicherweise für den Menschen von großem Nutzen wären?"

    Ein gutes Beispiel ist hier Süßstoff. Er war Jahrelang verboten, weil Ratten davon Krebs bekamen. Später kratze man sich am Kopf und bemerkte: "Hm, wir haben den Ratten ja ziemlich viel von dem Zeug gegeben. Fast die hälfte ihres Körpergewichtes...soviel würde ein mensch doch nicht essen ". Dann war auch bald klar, dass Süßstoff nicht gefährlich für den Menschen ist.
    Für diese Studie wurden hunderte von Ratten umgebracht.

    Soviele Tiere sterben vollkommen sinnlos. Brauchen wir wirklich noch ein Botox-Mittel? Warum werden dann ständig Mäuse mit diesem Stoff gequält? Das läuft so ab: Man spritzt einer Gruppe Mäuse jeweils unterschiedlich viel Botox. Nun schaut mal wie schnell die Mäuse an einer bestimmten Menge sterben. indem fall bedeutet das relativ neutrale wort "sterben" ein qualvoller erstickungstod. Warum? Für ein neus Botoxmittel, um weitere Geschäftsmänner reich zu machen und einige Frauen "schöner". Wie kann man nur den qualvollen erstickungstod eines Tieres kaltblütig in kauf nehmen, um so etwas banales wie Botox weiter zu entwickeln?

    • jl
    • 28. Mai 2010 20:55 Uhr

    @Getty10 Was also ist der Gegenvorschlag: Etwa Wunderdrogen, deren Test an Tieren tödlich verlief, stattdessen nun am Menschen zu testen - in der Hoffnung, dass diese bei ihm besser funktionieren?

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    • Buh
    • 29. Mai 2010 2:55 Uhr

    ...argumentiert man so forsch wenn man sich nicht um Informationen über Alternativen bemüht hat? Es gibt sinnvolle Alternativen. Das ist ein Fakt. Sie werden selten angewandt, weil Tierversuche akzeptiert sind, und man Studien welche mit Tierversuchen belegt sind leichter in zeitschriften veröffentlichen kann. Das ist das erste hohe Ziel aller Forscher.
    Das zweite problem sind die winzigen Förderrungen der Alternativmethoden durch die Regierung. kaum 5 Millionen im Jahr sind zu wenig, wenn man bedenkt dass ein durchschnittliches Forschungsprogramm schon eine Millionen verbrennt.
    Wenn sie ernsthaft interesse an alterantiven Möglichkeiten haben, und von ihrer hysterischen Art ablassen möchten, würde ich Ihnen den Verband: "Ärzte gegen Tierversuche" vorschlagen, welcher sich sehr eindringlich mit diesem Thema beschäftigt.

    • Buh
    • 29. Mai 2010 3:02 Uhr

    "Vivisektion ist nach meiner Auffassung das schwärzeste von allen schwarzen Verbrechen, deren sich der Mensch heute gegenüber seiner Schöpfung schuldig macht. Lieber auf das Leben verzichten, als es mit der Qual fühlender Geschöpfe erkaufen."

    Seitdem ich erkenne und miterlebe wie hochsensibel Tiere wie Ratten, Mäuse und natürlich Affen sind, weiß ich, dass die fehlende hohe Intelligenz keine Rechtfertigung eines so durchtriebenen Speziesismus sein kann. Schließlich unterlasse ich nicht Körperverletzung an anderen Menschen weil sie besonders toll Sprachen sprechen, oder rechnen können, sondern unter anderem weil sie Fühlen und damit leiden können. Welcher Art diese Wesen zugehörig sind, spielt keine Rolle, es geht um Eigenschaften die ein Wesen hat, anhand derer man gewisse Rechte dieses Wesens abzuleiten vermag.

    Alles was ich in meinem bisherige, recht kurzem Leben in punkto Tierversuche mitbekommen habe hat mir gezeigt, dass diese Experimente mit nichts zu rechtfertigen sind: Pharmakonzerne führen dann Sterbenskranke in ihre Werbespots vor, denen sie angeblich wunderbar helfen konnten, untershclagen damit aber die Option, dass die Heilung bzw Behandlung von Krankheiten ohne Tierversuche vielleicht shcon vortgeschrittener wäre. Es gibt keine Studien die belegen dass Tierversuche notwendig sind, aber nen Haufen Studien die das gegenteil belegen. Die belegen, dass die meisten Tierveusche sinnlos durchgefhrt werden. Für Geld, Prestige oder wegen einem dümmlichen System.

  2. .
    Wem es nicht den Magen krümmt beim betrachten des Fotos...
    ( war das ein "Botox-Test"?) (Sind Ihre Augen gut genug, um die eingedrungene Nadel über dem Augenlied zu erkennen?...

    Alle Tests können/konnten irgendwann ohne Tiere gemacht werden!

    --> Der vergessene Faktor nennt sich "Zeit"!!!...

    Es ist immernoch die " höher/schneller/weiter Motivation" im Kopf...
    --> Das Resultat ist beschämend!...

    ..Es bleibt bei der alten Geschichte: Cash only!...
    ... vlt. reicht´s gerade deswegen auch demnächst zum /&(/-Pad ...

    • kfmb
    • 29. Mai 2010 1:55 Uhr

    Es ist einfach traurig. Es ist Quälerei. Wir quälen die Viecher, um Erkenntnisse zu erzielen, die uns Nutzen bringen sollen. Wir lieben die Viecher nicht mehr. Es ist so traurig.

    • Buh
    • 29. Mai 2010 2:55 Uhr

    ...argumentiert man so forsch wenn man sich nicht um Informationen über Alternativen bemüht hat? Es gibt sinnvolle Alternativen. Das ist ein Fakt. Sie werden selten angewandt, weil Tierversuche akzeptiert sind, und man Studien welche mit Tierversuchen belegt sind leichter in zeitschriften veröffentlichen kann. Das ist das erste hohe Ziel aller Forscher.
    Das zweite problem sind die winzigen Förderrungen der Alternativmethoden durch die Regierung. kaum 5 Millionen im Jahr sind zu wenig, wenn man bedenkt dass ein durchschnittliches Forschungsprogramm schon eine Millionen verbrennt.
    Wenn sie ernsthaft interesse an alterantiven Möglichkeiten haben, und von ihrer hysterischen Art ablassen möchten, würde ich Ihnen den Verband: "Ärzte gegen Tierversuche" vorschlagen, welcher sich sehr eindringlich mit diesem Thema beschäftigt.

    Antwort auf "Unnütze Tierversuche"
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    • PGMN
    • 29. Mai 2010 12:20 Uhr

    Alternativen aufzuzeigen ist Aufgabe desjenigen, der gegen eine bestimmte Praxis argumentiert. Und, mit Verlaub, Sie haben bisher auch nur behauptet, dass Alternativen existieren, aber nicht, wie diese aussehen oder welche sie sind.

    • Buh
    • 29. Mai 2010 3:02 Uhr

    "Vivisektion ist nach meiner Auffassung das schwärzeste von allen schwarzen Verbrechen, deren sich der Mensch heute gegenüber seiner Schöpfung schuldig macht. Lieber auf das Leben verzichten, als es mit der Qual fühlender Geschöpfe erkaufen."

    Seitdem ich erkenne und miterlebe wie hochsensibel Tiere wie Ratten, Mäuse und natürlich Affen sind, weiß ich, dass die fehlende hohe Intelligenz keine Rechtfertigung eines so durchtriebenen Speziesismus sein kann. Schließlich unterlasse ich nicht Körperverletzung an anderen Menschen weil sie besonders toll Sprachen sprechen, oder rechnen können, sondern unter anderem weil sie Fühlen und damit leiden können. Welcher Art diese Wesen zugehörig sind, spielt keine Rolle, es geht um Eigenschaften die ein Wesen hat, anhand derer man gewisse Rechte dieses Wesens abzuleiten vermag.

    Alles was ich in meinem bisherige, recht kurzem Leben in punkto Tierversuche mitbekommen habe hat mir gezeigt, dass diese Experimente mit nichts zu rechtfertigen sind: Pharmakonzerne führen dann Sterbenskranke in ihre Werbespots vor, denen sie angeblich wunderbar helfen konnten, untershclagen damit aber die Option, dass die Heilung bzw Behandlung von Krankheiten ohne Tierversuche vielleicht shcon vortgeschrittener wäre. Es gibt keine Studien die belegen dass Tierversuche notwendig sind, aber nen Haufen Studien die das gegenteil belegen. Die belegen, dass die meisten Tierveusche sinnlos durchgefhrt werden. Für Geld, Prestige oder wegen einem dümmlichen System.

    Antwort auf "Unnütze Tierversuche"
    • Buh
    • 29. Mai 2010 3:06 Uhr

    "6000 Versuchstiere werden täglich in Deutschland zu Tode gequält. Zwei Drittel unserer Krankheiten sind nach 150 Jahren Tierversuchsmedizin weder heil- noch ausreichend behandelbar. Herz- und Gefäßkrankheiten verursachen fast 50 %, Krebs 25 % aller Todesfälle. Unzählige Menschen leiden an Rheuma, Arthrose, Allergien. Viele Wissenschaftler behaupten: »ohne Tierversuche müssen wir an schrecklichen Krankheiten sterben«. Doch sterben wir nicht vielleicht wegen der Tierversuche an schrecklichen Krankheiten?"
    -Ärzte gegen Tierversuche-

    Wir sollten nicht vergessen, dass dahinter ein großtes Geschäft stekct, welches in der Vergangenheit schon häufig zeigte, besonders in der aktuellen gesundheitsdebatte, dass im zweifel der Patient egal ist und das Geld im Vordergrund steht. Viele erwachsene, häufig Männer, sind da sehr voreingenommen und interessieren sich nicht dafür, was in dem Bereich alles chief läuft. Man macht sich in einem Sekundenbruchteil gedanken darüber und befindet: Lieber Großmutter Retten als eine Ratte, die sich heute morgen in meinem Keller ohnehin vergiftet hätte. Dabei werden viele Vorurteile bedient und das System des ignoranten Missbrauchs der Tiere vollkommen ausser acht gelassen.

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    "Herz- und Gefäßkrankheiten verursachen fast 50 %, Krebs 25 % aller Todesfälle. Unzählige Menschen leiden an Rheuma, Arthrose, Allergien. Viele Wissenschaftler behaupten: »ohne Tierversuche müssen wir an schrecklichen Krankheiten sterben«. Doch sterben wir nicht vielleicht wegen der Tierversuche an schrecklichen Krankheiten?"
    -Ärzte gegen Tierversuche-"

    Das ist das absurdeste Argument, das ich in der Debatte bisher gehört habe: "Egal, was wir machen, es sterben trotzdem 50% an X und 25% an Y". Ach was?
    Nach der Logik wären Tierversuche erfolgreicher, hätten sie dafür gesorgt, dass Airbags nicht entwickelt worden wären, oder mehr Menschen von Löwen gefressen würden.

    Man sollte sich da nichts vormachen, jedes Medikament, aber auch jedes medizinische Gerät von der Beathmungsmaschine oder dem Herzschrittmacher bis zur Knochenschiene oder Insulinpumpe wurde an Tieren getestet.
    Auch weite Teile unseres Wissens über die Vorgänge in unserem Körper kommen aus Tierversuchen.

    Das ist nicht schön, aber die Alternative wäre diese Dinge entweder nicht zu benutzen oder ungetestet an denjeniegen zu lassen, der das Pech hat, sie als erster zu brauchen.

    • Buh
    • 29. Mai 2010 3:14 Uhr

    "Was ist mit Medikamenten die in Tieren versagten aber möglicherweise für den Menschen von großem Nutzen wären?"

    Ein gutes Beispiel ist hier Süßstoff. Er war Jahrelang verboten, weil Ratten davon Krebs bekamen. Später kratze man sich am Kopf und bemerkte: "Hm, wir haben den Ratten ja ziemlich viel von dem Zeug gegeben. Fast die hälfte ihres Körpergewichtes...soviel würde ein mensch doch nicht essen ". Dann war auch bald klar, dass Süßstoff nicht gefährlich für den Menschen ist.
    Für diese Studie wurden hunderte von Ratten umgebracht.

    Soviele Tiere sterben vollkommen sinnlos. Brauchen wir wirklich noch ein Botox-Mittel? Warum werden dann ständig Mäuse mit diesem Stoff gequält? Das läuft so ab: Man spritzt einer Gruppe Mäuse jeweils unterschiedlich viel Botox. Nun schaut mal wie schnell die Mäuse an einer bestimmten Menge sterben. indem fall bedeutet das relativ neutrale wort "sterben" ein qualvoller erstickungstod. Warum? Für ein neus Botoxmittel, um weitere Geschäftsmänner reich zu machen und einige Frauen "schöner". Wie kann man nur den qualvollen erstickungstod eines Tieres kaltblütig in kauf nehmen, um so etwas banales wie Botox weiter zu entwickeln?

    Antwort auf "Unnütze Tierversuche"
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    Ich bin vollkommen Ihrer Meinung, was Tierversuche angeht.

    Botox ist aber ein sehr wichtiges Medikament, z. B. bei der Behandlung von unerträglichen Spannungskopfschmerzen, bei der Behandlung extremer Spastik, bei ausgeprägten TIC-Syndromen. Insofern zieht das Beispiel "Schöne Frauen" überhaupt nicht. Botox als Kosmetikum einzusetzen ist sozusagen ein Abfallprodukt der medizinischen Anwendung. Ob Frauen oder Männer, die sich Botox gegen Falten injezieren lassen, das Geld nicht besser anders ausgäben, z. B. für Tierschutz oder aber auch als Spende für arme Menschen, ist eine andere Frage. Ich fand Eitelkeit schon immer schwierig, zumal nach der Botoxinjektion mitnichten Schönheit entsteht. Schönheit kommt ja bekannterweise von innen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Forschung | Alzheimer | Behörde | Epilepsie | Gehirn | Gericht
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