Space Shuttle Atlantis' letzter Flug ins All

Da waren es nur noch zwei: Die fast 25 Jahre alte Raumfähre Atlantis startet zu ihrer letzten Mission. Nach ihr werden nur noch zwei US-Shuttles überhaupt ins All reisen.

Schaulustige am Kennedy Space Center in Cape Canaveral: Der letzte Flug der Atlantis steht kurz bevor

Schaulustige am Kennedy Space Center in Cape Canaveral: Der letzte Flug der Atlantis steht kurz bevor

Der Countdown läuft und wenn das Wetter mitspielt, ein allerletztes Mal. Das Ende der Spaceshuttle-Ära rückt näher. Am Freitagabend um 20 Minuten nach acht Uhr soll die Raumfähre Atlantis ihre finale Reise antreten. Zwölf Tage wird der Shuttle unterwegs sein, um die Internationale Raumstation (ISS) zu besuchen. Dies teilte die amerikanische Weltraumbehörde Nasa mit . An Bord sind fünf amerikanische Astronauten und ein britischer. Bis Ende des Jahres sind nur noch zwei weitere Starts geplant, je einer von den Raumfähren Endeavour und Discovery .

Fast ein Vierteljahrhundert ist es her, seit die Atlantis im Oktober 1985 ihren Jungfernflug absolvierte. Insgesamt 32 Mal ist der Shuttle, der nach dem berühmten Forschungsschiff des Woods Hole Ozeanographie-Instituts benannt ist, ins All geflogen. Die Atlantis war 1995 die erste amerikanische Raumfähre, die an der russischen Weltraumstation Mir andockte und 1989 der erste Shuttle, der Raumsonden ins All transportierte.

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Das Video zeigt einen kurzen von der Nasa produzierten Film über die Geschichte der Raumfähre Atlantis (in englischer Sprache)

Im Laderaum hat die Atlantis auf ihrem letzten Flug zwölf Tonnen Ausrüstungsmaterial für die ISS – darunter ein russisches Forschungsmodul, Kommunikationsantennen und Batterien für die Energieversorgung. Die Nasa beendet voraussichtlich im November ihr Shuttle-Programm, nicht nur weil die Raumfähren ihr technisches Lebensende erreicht haben. Die Weltraumbehörde muss sich einem strikten Sparplan unterwerfen. Der amerikanische Präsident Barack Obama hatte erst kürzlich seine Vison einer neuen Raumfahrtepoche verkündet .

Zuvor hatte er das Constellation-Programm seines Amtsvorgängers George W. Bush eingestampft. Mit dem Projekt sollte eigentlich die neue Ares -Rakete und die Orion -Raumkapsel für den bemannten Flug zur ISS und zum Mond vorbereitet werden. Doch die Entwicklung verzögerte sich und verschlang Millionen. Nun gibt es keinen Nachfolger für die Space Shuttles . Künftig sind amerikanische Astronauten vor allem auf russische Raumkapseln angewiesen, um zur ISS zu fliegen.

Auf Dauer sollen so die Kosten für Flüge ins All sinken. Denn Obama will demnächst auch Privatunternehmen beauftragen, Material und Astronauten ins All zu befördern. Dafür hatte es bereits Kritik gegeben , denn es wird um die Sicherheit der Flüge gefürchtet. Der Präsident versicherte hingegen, dass Sicherheitsstandards auch in Zukunft eingehalten werden.

 
Leser-Kommentare
  1. War abzusehen das denen das Geld aus geht. Und irgendwann haben Sie auch keinen Treibstoff mehr!
    Das heißt also, die ISS wir nie fertig. Bemannte Flüge zum Mars kann man vergessen! Die Utopie dem Mars Leben ein zu hauchen auch!
    Man wird Weltweit sparen b.z.w. streichen müssen!
    Nix mit Enterprise in die Weiten des Universums! Das ausgerechnet dem Menschen die Krönung und einzige intelligente Rasse/Volk im Universum!

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